brandview
»Wie wirklich ist die Wirklichkeit?«, fragt der Kommunikationswissenschaftler und Psychoanalytiker Paul Watzlawick in seinem gleichnamigen Buch. Er kommt zu dem Schluss, dass Wirklichkeit ein kollektives Konstrukt und daher leicht zu beeinflussen ist. Auch Marken üben einen großen Einfluss auf unsere Wirklichkeitsvorstellung aus. Für uns Grund genug, die Welt der Marken zu hinterfragen und zu kommentieren. Unser ›brandview blog‹ gibt allen Lesern und Marken-Professionals die Möglichkeit, die Artikel zu kommentieren und zu diskutieren – wir freuen uns über Ihren Beitrag.

Ihr brandview-team
1. August 2011

» Werbung – die Macht sei mit Dir!

»Werbung dient sowohl der gezielten und bewussten als auch der indirekten und unbewussten Beeinflussung des Menschen zu meist kommerziellen Zwecken«, heißt es auf Wikipedia. Außerdem bescheinigt der Autor gleichen Artikels dem Unternehmen Dr. Oetker »mit Einführung des Backpulvers die Geburtsstunde des europäischen Marketings«.

Mittlerweile muss das Triebmittel nicht mehr beworben werden, jetzt geht es um Pizza, Pudding und Kuchen. So professionell die Spots und Printkampagnen auch umgesetzt werden, besonders kreativ und unterhaltsam kommen sie nicht daher – kein Wunder also, dass Dr. Oetker auch in diesem Jahr bei der Preisverleihung der deutschen Art Directors Club-Nägel leer ausgegangen ist. Der Baumarkt Hornbach hingegen konnte (weiterlesen…)

8. Oktober 2009

» Tresore, Trecker und Transporter – eine Bank findet ihren neuen Namen

Aus Citybank wird Targobank. Nachdem bereits im letzten Jahr beschlossen wurde, dass die deutsche Privatkundentochter der Citygroup dem französischen Konzern Crédit Mutuel für 5 Mrd. Euro überlassen wird, muss jetzt ein neues Image her. Denn wer möchte schon weiterhin mit den Lehman-Zertifikaten in Verbindung gebracht werden? Also, neues Image mit neuem Namen – grundsätzlich ja kein schlechter Ansatz. Doch musste es ein Kunstname werden, der rein gar nichts über Kompetenz, Ziele oder Herkunft aussagt? Gewöhnen wir uns nicht besser an Markennamen, wenn wir etwas Sinnfälliges damit verbinden? DEUTSCHEbank, COMMERZbank, SPARkasse… (weiterlesen…)

30. Juli 2009

» Wendelin, Steve und Adolf: Unternehmerimage vs. Unternehmensimage

»Mister Porsche« nennt ihn die Wirtschaftswoche und während die Bild-Zeitung noch im Mai »Das Turbo-Großmaul« titelt, bescheinigt ihm die Süddeutsche Zeitung einen »Abgang mit Stil«. Die Ära des Porsche-Chefs Wendelin Wiedeking ist zu Ende. Nach 17 Jahren im Unternehmen hat sich Deutschlands Vorzeigemanager Nr.1 beim Griff nach der Herrschaft über den VW-Konzern mächtig verhoben. Gelang es ihm seit Anfang der 90er Jahre Porsche vor der Pleite zu retten und zum rentabelsten Autobauer weltweit zu machen, hinterlässt er jetzt einen Schuldenberg von mindestens 10 Milliarden Euro. Er wurde Deutscher Manager des Jahres 1994 und 2008 Europa-Manager des Jahres. Wendelin Wiedeking wurde eine Identifikationsfigur für die Marke Porsche. Er ist einer der erfolgreichsten Macher-Typen, einer der das Risiko liebt und keine Gefahren scheut, ganz im Sinne der Porsche-Käufer. (weiterlesen…)

20. Mai 2009

» Ein historisches Ereignis?

Das neue Webportal WolframAlpha will Google & Co das Wasser abgraben. Bereits im Vorfeld in Fachkreisen diskutiert und mit Spannung erwartet, ist die von Stephen Wolfram entwickelte Software seit 15. Mai online. Man stellt eine konkrete Frage und WolframAlpha gibt die Antwort. So ist sogar ein Gespräch mit WolframAlpha möglich. Fragt man beispielsweise: »Where are you?« kommt prompt die Antwort: »I live on the Internet«. »Wie alt bist du?« beantwortet das Programm in Tagen, Stunden, Minuten und Sekunden. Seine Stärken hat dieses Tool vor allem in der Zusammenstellung und Aufbereitung historischer, technischer und naturwissenschaftlicher Daten. So stellt WolframAlpha unter dem Stichwort milk alles Wissenswerte zu diesem Grundnahrungsmittel zusammen und könnte so die Damen Merkel und Aigner bei der Ermittlung eines fairen Milchpreises unterstützen. (weiterlesen…)

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