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	<title>brandview - Der Blog für Marken-Management in Wirtschaft, Kultur und Politik &#187; Marke</title>
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	<description>Der Blog für Marken-Management in Wirtschaft, Kultur und Politik</description>
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		<title>» Bier für den Nachwuchs</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 14:28:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Manch Politiker fabuliert schon von der Vollbeschäftigung und in vielen Regionen ist die Arbeitslosenquote tatsächlich auf einem historischen Tiefstand angekommen. So wird es für Unternehmen zusehends schwieriger Nachwuchs- und Fachkräfte für sich zu gewinnen und diese zu halten. Der demographische Wandel tut in den nächsten Jahren sein übriges.</p>
<p>Es liegt nahe, dass fortschrittliche Unternehmen das Personal-Marketing längst zur Chefsache erklärt haben. So gibt es regelmäßig Karrieretage mit Betriebsführungen, branchenspezifische Jobbörsen oder auch skurrile Versuche, wie die ›Hamburg-WG‹, um Bewerber für das Unternehmen,  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2011/10/06/bier-fur-den-nachwuchs/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manch Politiker fabuliert schon von der Vollbeschäftigung und in vielen Regionen ist die Arbeitslosenquote tatsächlich auf einem historischen Tiefstand angekommen. So wird es für Unternehmen zusehends schwieriger Nachwuchs- und Fachkräfte für sich zu gewinnen und diese zu halten. Der demographische Wandel tut in den nächsten Jahren sein übriges.</p>
<p>Es liegt nahe, dass fortschrittliche Unternehmen das Personal-Marketing längst zur Chefsache erklärt haben.<span id="more-591"></span> So gibt es regelmäßig Karrieretage mit Betriebsführungen, branchenspezifische Jobbörsen oder auch skurrile Versuche, wie die ›<a href="http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1991244/Stadt-zahlt-280-000-Euro-fuer-Marketing-WG-auf-dem-Kiez.html" target="_blank">Hamburg-WG</a>‹, um Bewerber für das Unternehmen, die Branche oder die Region zu begeistern. Letztere Aktion von ›Hamburg Marketing‹ in Kooperation mit Otto und der Spardabank musste leider aufgrund öffentlichen Drucks gestoppt werden. Ich persönlich finde es aus Sicht des Marketings schade, da es weitere mutige Aktionen im Recruiting erschwert. Und Hamburg muss sich sehr wohl nicht nur für High Potentials gegenüber anderen deutschen und europäischen Metropolen stärker profilieren.</p>
<p>Aber nicht nur offline, sondern auch online wird um Bewerber gebuhlt. Der Axel Springer-Vorstand sucht gerade im Web den ›<a href="http://blog.media-entrepreneurs.de/2011/09/uber-media-entrepreneurs/" target="_blank">Executive Managing Director for Kick-Ass 3D-Multi-Channel-Hammer-Innovations</a>‹ und Otto lässt seine Bewerber statt im Assessment-Center im Headquarters-Run gegeneinander antreten – so vermutet man zumindest beim Karrierevideo ›<a href="http://www.youtube.com/watch?v=s4SOcTJcPyU" target="_blank">Run 4 it</a>‹. Selbst das schöne Sauerland traut sich mit ›<a href="http://www.youtube.com/user/homebasesauerland" target="_blank">Homebase Sauerland</a>‹ im Destination Branding gegen unsere Hauptstadt anzutreten.</p>
<p>Doch wie schaut es im Social Media aus? Immerhin die Hälfte aller Deutschen sollen bereits bei Facebook sein. Hier sind Karriereportale jedoch noch rar, von den Big Playern wie der <a href="http://www.facebook.com/TelekomKarriere" target="_blank">Telekom</a> oder auch <a href="http://www.facebook.com/ottogroupkarriere" target="_blank">Otto</a> mal abgesehen. Dabei haben Bewerber viele Fragen und freuen sich über jede Hilfestellung und hier bietet sich ein dialogorientiertes Personalmarketing ideal an. Der aktuell erstaunlichste Case im Social Media ist das progressive E-Recruiting der <a href="http://www.facebook.com/bundeswehr.karriere" target="_blank">Bundeswehr</a> auf Facebook.</p>
<p>Wenn der neue Mitarbeiter erst einmal gefunden wurde, gilt es ihn zu halten und zu motivieren. Was sich hier Personaler einfallen lassen, treibt bisweilen bizarre Blüten. Dass man als Lufthansa-Mitarbeiter besonders günstig fliegen und als Bahn-Angestellter umsonst Bahn fahren kann ist allseits bekannt. Dass man bei Holsten im Jahr 48 Kisten Bier mit nach Hause nehmen kann, sieht sicher nicht jeder gern. Aber das schönste Goodie gibt es mit Sicherheit bei Airbus – hier erhalten Mitarbeiter, ähnlich wie Großkunden, <a href="http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article2045594/Freibier-Benzin-und-Reisen-fuer-Mitarbeiter.html " target="_blank">Rabatte beim Flugzeugkauf</a>. Geschätzte 20% auf den A380 könnten sich lohnen, sofern man die rund restlichen 280 Mio $ übrig und schon einen Abnehmer für einen Airbus mit Tageszulassung gefunden hat.</p>
<p>Für Mittelständler und B2B-Unternehmen wird es sicherlich schwerer, ausreichend qualifizierte Nachwuchskräfte zu gewinnen, da Ihnen oft die Markenbekanntheit fehlt und ein Rabatt auf Flurförderfahrzeuge oder Schaltschränke auch nicht für jeden attraktiv ist. Somit sollte man überlegen, ob nicht das Engagement in Social Media ein geeigneter Baustein im Personalmarketing ist und ein sinnvoller Einstieg in die Welt des Web 2.0 überhaupt.</p>
<p>Reinhard &amp; Ostmann bietet seinen Mitarbeitern kein Bier und keine Flugzeugrabatte, aber Ihnen <a href="http://www.reinhard-ostmann.de/download/RO_E-Recruiting.pdf" target="_blank">drei Module für den preiswerten Einstieg in das Personalmarketing der Zukunft</a>.</p>
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		<title>» Werbung &#8211; die Macht sei mit Dir!</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 19:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>»Werbung dient sowohl der gezielten und bewussten als auch der indirekten und unbewussten Beeinflussung des Menschen zu meist kommerziellen Zwecken«, heißt es auf Wikipedia. Außerdem bescheinigt der Autor gleichen Artikels dem Unternehmen Dr. Oetker »mit Einführung des Backpulvers die Geburtsstunde des europäischen Marketings«.</p>
<p>Mittlerweile muss das Triebmittel nicht mehr beworben werden, jetzt geht es um Pizza, Pudding und Kuchen. So professionell die Spots und Printkampagnen auch umgesetzt werden, besonders kreativ und unterhaltsam kommen sie nicht daher  &#8211;  kein Wunder  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2011/08/01/werbung-die-macht-sei-mit-dir/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Werbung dient sowohl der gezielten und bewussten als auch der indirekten und unbewussten Beeinflussung des Menschen zu meist kommerziellen Zwecken«, heißt es auf Wikipedia. Außerdem bescheinigt der Autor gleichen Artikels dem Unternehmen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=072LrlGvSq8" target="_blank">Dr. Oetker</a> »mit Einführung des Backpulvers die Geburtsstunde des europäischen Marketings«.</p>
<p>Mittlerweile muss das Triebmittel nicht mehr beworben werden, jetzt geht es um Pizza, Pudding und Kuchen. So professionell die Spots und Printkampagnen auch umgesetzt werden, besonders kreativ und unterhaltsam kommen sie nicht daher  &#8211;  kein Wunder also, dass Dr. Oetker auch in diesem Jahr bei der Preisverleihung der deutschen Art Directors Club-Nägel leer ausgegangen ist. Der Baumarkt Hornbach hingegen konnte <span id="more-585"></span>mit zwei <a href="http://www.myvideo.de/watch/159926/hornbach_spot" target="_blank">Spots</a> zwei Nägel für sich entscheiden, einen in Gold und einen in Silber.</p>
<p>Kreativität und Mut wurden belohnt. Denn wie hat es kürzlich Norbert Dube von TNS Infratest beschrieben: »Unterläuft man die Erwartungshaltung des Publikums, hat man den &#8216;Aha-Effekt&#8217; auf seiner Seite.« Der Account Director Brand &amp; Communication bei dem renommierten Markt- und Meinungsforschungsinstitut muss es ja wissen – denn ihm liegen nach eigenen Angaben Daten über die Effizienz von mehr als 500 Werbekampagnen vor. Er bläst damit in dasselbe Horn wie ADC-Sprecher Jochen Rädecker. »<a href="http://media.adc.de/gewinner/terminalviewer/" target="_blank">Ein richtig guter Jahrgang</a>« sei es diesmal gewesen, sagt er. »Die Arbeiten sind mutiger, spannender, risikobereiter, unterhaltsamer und stärker.« Letzteres trifft meiner Meinung nach vor allem auf die Idee der Kreativen von BMW zu. Ausgezeichnet mit dem Bronze Nagel für Typographie wurde zurecht die <a href="http://adsoftheworld.com/media/ambient/bmw_m3_coupe_the_light_wall_reflection" target="_blank">BMW Lightwall REFLEXION</a>.</p>
<p>Natürlich wurde auch beim ADC – wie schon beim red dot Designpreis &#8211;  auch auf Nachhaltigkeit wert gelegt. In Zeiten von Fukushima, dem bevorstehenden Ende der Deutschen Atomkraftwerke und dem entschlossenen Willen des Bundesverkehrsministers, Deutschland soll Weltmarktführer bei den Elektroautos werden, musste eine ›grüne‹ Idee ausgezeichnet werden. So erhielt Jung von Matt  nicht nur einen Goldenen Nagel, sondern auch den Grand Prix für ihre Arbeit für den WWF, nämlich die Entwicklung eines Datei-Formats, dass nicht ausgedruckt werden kann. Innovativ, oder?</p>
<p>Mein persönlicher Favorit ist ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=QtEHA6PLp4Y" target="_blank">amüsanter Spot</a> für die Marke VW – sehen Sie ihn einfach hier an.</p>
<p>Apropos Marke: Wir machen keine Spots – aber <a href="http://www.reinhard-ostmann.de" target="_blank">alles andere </a>für Ihren Markenaufbau und die Markenpflege.</p>
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		<title>» Billich willich – richtig sparen mit Verdruss!</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 19:23:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Ostmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>»Groupon heißt der neue Star im Internet« schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Mit einer großen Auszeichnung, dem so genannten ›e-Star 2011-Award‹ durfte kürzlich der Groupon-Geschäftsführer Deutschland, Dr. Daniel P. Glasner, nach Hause gehen. Er wurde mit dem Preis im Rahmen des Online-Handelskongresses in Wiesbaden zum ›Entrepreneur 2011‹ gewählt.</p>
<p>Als Geschäftsführer des deutschen Ablegers von Groupon – der generische Name setzt sich aus ›Gruppe‹ und ›Coupon‹ zusammen – lenkt er die Geschicke des weltweit agierenden und laut Forbes-Magazin »dem am raschesten wachsenden  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2011/08/01/billich-willich-%e2%80%93-richtig-sparen-mit-verdruss/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Groupon heißt der neue Star im Internet« schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Mit einer großen Auszeichnung, dem so genannten ›e-Star 2011-Award‹ durfte kürzlich der Groupon-Geschäftsführer Deutschland, Dr. Daniel P. Glasner, nach Hause gehen. Er wurde mit dem Preis im Rahmen des Online-Handelskongresses in Wiesbaden zum <a href="http://www.presseportal.de/pm/83457/2024847/groupon_gmbh"><span style="text-decoration: underline;">›Entrepreneur 2011‹</span></a> gewählt.</p>
<p>Als Geschäftsführer des deutschen Ablegers von Groupon – der generische Name setzt sich aus ›Gruppe‹ und ›Coupon‹ zusammen – lenkt er die Geschicke des weltweit agierenden und laut Forbes-Magazin »dem am raschesten wachsenden Web-2.0-Unternehmens« seit gut eineinhalb Jahren. 2008 im amerikanischen Chicago gegründet, beschäftigt der Konzern mittlerweile mehr als 5000 Mitarbeiter und macht <span id="more-583"></span>mit mehr als 25 Millionen Usern <a href="http://wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3924&amp;Alias=wzo&amp;cob=555158"><span style="text-decoration: underline;">600 Millionen US$ Umsatz</span></a><span style="text-decoration: underline;">.</span></p>
<p>Für die Geschäfte, die mit den günstigen Angeboten locken, entstehen erstmal keine Kosten, Groupon verlangt keine weiteren Gebühren, nur eine Provision, und das sind in der Regel immerhin 50%. Scheint erstmal ganz okay zu sein im Vergleich zu herkömmlichen Werbemaßnahmen, denn die Kunden kommen in Scharen. Doch wie der Ansturm aufs Schnäppchen tatsächlich umgesetzt wird, bleibt mir mancherorts schleierhaft. Wie bewältigt und finanziert beispielsweise das ›Café Sommerterrassen‹ in den nächsten Monaten 2.130 Kanufahrten inklusive einer Flasche Prosecco zu je 9 € anstatt 35,50 € – abzüglich der Groupon-Provision?</p>
<p>Auf Nachfragen beim Servicepersonal in der Gastronomie stießen wir auf völliges Unverständnis für solche Aktionen: Stammgäste würden vergrault, neue nicht nachweislich gewonnen. Im Aktionszeitraum alle Groupies unterzubringen sei nahezu unmöglich und – Zitat – »wenn die Heuschrecken kommen« sei das Buffet schneller leer als sonst und gezahlt wird häufig nur mit Gutschein und ohne das für den Service überlebenswichtige Trinkgeld.</p>
<p>Sicherlich ist es für einige Branchen und Unternehmen eine überaus interessante und lohnenswerte Möglichkeit das Geschäft anzukurbeln oder auszulasten und sich für jeweils einen Tag in der ganzen Stadt, zumindest bei den Sparfüchsen, ins Bewusstsein zu drängen. Aber was hilft das dem Unternehmen und somit der Marke auf Dauer? Wir glauben, dass es intern bei vielen Mitarbeitern zu Frustration führen kann und bei Kunden und Interessenten schnell der Eindruck entsteht, was nichts kostet, ist auch nichts wert.</p>
<p>Gewiss könnten wir, ›Reinhard &amp; Ostmann‹, unser Agenturgeschäft noch besser auslasten – der Tag hat ja bekanntermaßen 24 Stunden. Groupon-Deals wird es aber bis auf weiteres nicht geben, jedoch 50% Rabatt auf unsere <a href="http://www.reinhard-ostmann.de/#kompetenz_01" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">CI-Workshops</span></a> für Ihr Brand Positioning bis Ende Juni für alle treuen brandview Leser <img src='http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>» Pito loki supa – Sprache 2.0</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Oct 2010 13:34:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>&#34;Ein spannendes Experiment&#34; nennt es Christoph Bartneck, Professor f&#252;r Industriedesign an der Technischen Uni Eindhoven, wenn im n&#228;chsten Jahr 20 Kinder der Internationalen Schule ROILA erlernen, um ihre Lego-Roboter damit zu steuern. Neigen die Holl&#228;nder neuerdings zum tiefstapeln? Professor Bartneck ist immerhin Erfinder der neuen Kunstsprache, die eine reibungslose und verz&#246;gerungsfreie Kommunikation mit Androiden, den k&#252;nftigen Helfern des Alltags m&#246;glich machen wird. Denn es ist doch geradzu revolution&#228;r in Zukunft seinem Hausroboter (seinem Altenpfleger?) nicht nur einfache Befehle zu erteilen,  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/10/15/%c2%bb-pito-loki-supa-%e2%80%93-sprache-2-0/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;Ein spannendes Experiment&quot; nennt es Christoph Bartneck, Professor f&uuml;r Industriedesign an der Technischen Uni Eindhoven, wenn im n&auml;chsten Jahr 20 Kinder der Internationalen Schule <a href="http://roila.org">ROILA</a> erlernen, um ihre Lego-Roboter damit zu steuern. Neigen die Holl&auml;nder neuerdings zum tiefstapeln? Professor Bartneck ist immerhin Erfinder der neuen Kunstsprache, die eine reibungslose und verz&ouml;gerungsfreie Kommunikation mit Androiden, den k&uuml;nftigen Helfern des Alltags m&ouml;glich machen wird. Denn es ist doch geradzu revolution&auml;r in Zukunft seinem Hausroboter (seinem Altenpfleger?) nicht nur einfache Befehle zu erteilen, sondern sich mit ihm zu verst&auml;ndigen, zu unterhalten, ihn am eigenen Leben teilhaben zu lassen. <span id="more-512"></span>Oder warum ist der meist zitierte Satz der Kunstsprache <em>Pito loki wikute</em>, was so viel wie &quot;ich m&ouml;gen Frucht&quot; bedeutet? Ob der Androide dann <em>pito bimuw</em>, &quot;ich nicht!&quot; antwortet &#8211; denn welcher Roboter mag schon Fr&uuml;chte &#8211; geht aus den rar ges&auml;ten Interviews nicht hervor. Nur soviel: Robot Interaction Language, kurz ROILA, ist eine eindeutige, einfache Sprache, die logisch und akustisch leicht zu verstehen ist und ohne komplizierte Grammatik auskommt; kein Plural, keine F&auml;lle, keine Artikel, erkl&auml;rt <a href="http://www.geo.de/GEO/mensch/65474.html " target="_blank" >Professor Bartneck im Gespr&auml;ch mit GEO</a>. </p>
<p>Ob wir diese neue Kunstsprache wirklich brauchen ist fraglich, aber ich war ja auch in meiner Diplomarbeit 1996 noch am Zweifeln, ob das Internet wirklich den Alltag unterst&uuml;tzen k&ouml;nnte. Die Spracheingabe bei der Google-App auf dem iPhone funktioniert auch jetzt schon ohne ROILA hervorragend: ob ich nun Otto Versand, Jungheinrich oder gar PriceWaterhouseCoopers ins Telefon nuschele &ndash; ich werde immer richtig verstanden. Einzig bei der Suche nach dem Hundeschmaus &rsaquo;Chappi&lsaquo; werden mir kleine Krokodile gezeigt und statt &rsaquo;Freixenet&lsaquo; werden mir Webseiten f&uuml;r Fischernetze empfohlen. Problematisch k&ouml;nnte es nur werden, wenn ich zur Feier anl&auml;sslich meines Renteneintritts 2039, ohne ROILA erlernt zu haben, dem Hausroboter befehle, Schokolade und Eis zu besorgen und er mir dann Duplo-Legosteine, Bounty-K&uuml;chent&uuml;cher und Langnese-Honig mitbringt, weil die Markennamen mehrfach belegt sind.</p>
<p>Sollte sich ROILA in Zukunft durchsetzten, denken Sie beim Erstellen Ihrer k&uuml;nftigen Markennamen und Claims unbedingt daran, wie diese wohl in ROILA hei&szlig;en und was sie konnotieren. &rsaquo;Pito loki supa&lsaquo; klingt zumindest artverwandt wie &rsaquo;Ich liebe es&lsaquo;. &rsaquo;Babot kiwola&lsaquo; hingegen wird meines Erachtens der vermeintlichen Freude am Fahren eines BMW weniger gerecht und in einen Flieger, den mir ein Roboter mit den Worten &rsaquo;Fopaf buse nawe kefoji&lsaquo; anpreist, steige ich nur mit Unbehagen ein.</p>
<p>Ich bleibe dran und w&uuml;nsche den Holl&auml;ndern erst einmal viel Erfolg mit ihrem sehr interessanten und vision&auml;ren Experiment. M&ouml;gen sich Kind und Maschine bestens verstehen. Falls Sie sich schon fit f&uuml;r die Zukunft machen wollen, finden Sie <a href="http://roila.org/language-guide/vocabulary/" target="_blank" >hier alle aktuellen Vokabeln</a>.</p>
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		<title>» Besser schlecht geklaut als gut selbstgemacht</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 13:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Ostmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Das dachten wahrscheinlich die Experten von der Werbeagentur Jung von Matt bei der Entwicklung des neuen 80.000 EUR teuren Logos für die Südhessische Energie AG (HSE). Wenn man in der Jägersprache von einer Dublette spricht, meint man, mit einem doppelläufigem Gewehr zwei Tiere unmittelbar hintereinander erlegt zu haben &#8211; ein gar erfreuliches Ereignis, wenn man Jäger ist. Wenn man allerdings Werber ist und seinem Kunden eine Dublette verkauft, dann ist das alles andere als erfreulich. Es ist zuweilen überaus geschäftsschädigend,  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/09/09/%c2%bb-besser-schlecht-geklaut-als-gut-selbstgemacht/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das dachten wahrscheinlich die Experten von der Werbeagentur Jung von Matt bei der Entwicklung des neuen 80.000 EUR teuren Logos für die <a href="http://www.hse.ag/neu/index.php" target="_blank">Südhessische Energie AG (HSE)</a>. Wenn man in der Jägersprache von einer Dublette spricht, meint man, mit einem doppelläufigem Gewehr zwei Tiere unmittelbar hintereinander erlegt zu haben &#8211; ein gar erfreuliches Ereignis, wenn man Jäger ist. <span id="more-507"></span>Wenn man allerdings Werber ist und seinem Kunden eine Dublette verkauft, dann ist das alles andere als erfreulich. Es ist zuweilen überaus geschäftsschädigend, zumindest hinterlässt es einen Imageschaden, der weit größer und nachhältiger ist, als die Häme und der Spott direkt nach der Aufdeckung des peinlichen Fauxpas. So durchlebt dieser Tage die renommierte Werbeagentur Jung von Matt (JvM), die Kunden wie Sixt oder Bosch (noch) die ihren nennt, einen Spießroutenlauf. Hat sie doch dem Darmstädter Energieunternehmen HSE ein neues Logo verpasst, das nicht erst auf dem zweiten Blick eine ganz <a href="http://www.t-online-business.de/werbung-jung-von-matt-blamiert-sich-mit-logo-dublette/id_42668086/index" target="_blank">erstaunliche Ähnlichkeit mit dem Erscheinungsbild der Henningsdorfer Stahl Engineering GmbH</a> aufweist.</p>
<p>Der Energieversorger nimmt&#8217;s recht gelassen, hält an dem Entwurf fest, hat ihn &#8211; ihm Gegensatz zur Stahlfirma &#8211; flugs schützen lassen, lediglich die Zusammenarbeit mit JvM wurde als beendet erklärt. Ob nicht nur für die Werber ein Imageschaden durch den gar peinlichen Vorfall entsteht, sondern auch über den Energieversorger getuschelt wird, »guck mal, das sind doch die mit dem geklonten Logo«, wird sich zeigen. Finanzielle Auswirkungen hat es jedenfalls für beide &#8211; die einen verlieren einen großen Kunden und müssen mindestens auf die Hälfte des geplanten Budgets verzichten und die anderen haben einen neuen geklauten Unternehmensauftritt zum halben Preis.</p>
<p>Sollten sie überhaupt etwas bezahlen? Denn bei dem Auftrag von HSE scheint auch wirklich alles für JvM schief gegangen zu sein. Denn jetzt kam heraus, dass auch der Slogan ›Das Ganze sehen‹ schon genutzt wird. Nämlich vom Saarbrücker Facility Management Unternehmen <a href="http://www.famis-gmbh.de" target="_blank">FAMIS</a> und das seit über zehn Jahren. Seit 2007 ist der Claim sogar in der Datenbank slogans.de eingetragen, eine Überprüfung wäre ein leichtes gewesen. Welche Konsequenzen die Darmstädter HSE nun daraus ziehen werden, ist noch nicht bekannt, gekündigt haben sie ja JvM bereits&#8230;</p>
<p>Doch wie ist eigentlich die Rechtslage? Warum kann ein Logo so mir nichts dir nichts kopiert und einem Kunden verkauft werden? Zwar verschafft  sich ein Unternehmen eine gewisse juristische Sicherheit wenn das Markenzeichen, das Logo als Bildmarke beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen und somit geschützt ist. Doch &#8211; dies gleich vorweg &#8211; urheberrechtlich kann ein Logo im Gegensatz zum Foto nicht geschützt werden. Ob ein ›Werk‹ im Sinne des Urheberrechts vorliegt, wird durch die Schöpfungshöhe, dem Maß an Individualität angegeben. Und darüber entscheiden Juristen und Amtsschimmel. Die Kriterien lassen sich eigentlich recht gut auf gestaltete Firmenzeichen übertragen: »Es muss eine persönliche Schöpfung des Urhebers vorliegen. Sie muss einen geistigen Gehalt haben. Sie muss eine wahrnehmbare Formgestaltung aufweisen. Es muss in ihr die Individualität des Urhebers zum Ausdruck kommen«.<em> </em>(Quelle: Wikipedia)</p>
<p>Hm, aber es gibt ja noch das Geschmacksmustergesetz. Hierbei kann die eingetragene zwei- oder dreidimensionale Erscheinungsform gegen Nachahmung geschützt wurden. Wie dem auch sei. Um dem Dilemma des unbeabsichtigten Kopierens aus dem Weg zu gehen, praktiziert Reinhard &amp; Ostmann die identitätsgestützte Markenbildung und gestaltet Markenzeichen über Corporate Identity Workshops von ›innen‹ heraus. Das Ergebnis sind originäre, <a href="http://reinhard-ostmann.de/index.php?language=1&amp;m2=1&amp;c5=50" target="_blank">einmalige Markenzeichen</a> mit einem Höchstmaß an Signifikanz &#8211; garantiert unverwechselbar und schutzfähig.</p>
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		<title>» Käufliche Liebe – Von Handschmeichlern und Geburtszangen</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 12:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>„Design gilt als Sammelbegriff für alle bewusst gestalteten Eigenschaften eines Objektes, einer Dienstleistung, einer Marke“, heißt es bei Wikipedia. Und weiter: „Während der angelsächsische Begriff auch technisch-konstruktive Anteile der Gestaltung umfasst, zielt er im deutschen Sprachgebrauch eher auf formal/künstlerische Aspekte ab“.</p>
<p>Renommierte Designpreise gibt es allein in Deutschland drei. Neben dem red dot noch den IF Award und den Designpreis Deutschland. Letzteren gibt es bereits seit 1969. Er wird vom Wirtschaftsministerium vergeben und der ›Rat für Formgebung‹ entscheidet, wer für den Preis nominiert und  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/08/12/%c2%bb-kaufliche-liebe-%e2%80%93-von-handschmeichlern-und-geburtszangen/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Design gilt als Sammelbegriff für alle bewusst gestalteten Eigenschaften eines Objektes, einer Dienstleistung, einer Marke“, heißt es bei Wikipedia. Und weiter: „Während der angelsächsische Begriff auch technisch-konstruktive Anteile der Gestaltung umfasst, zielt er im deutschen Sprachgebrauch eher auf formal/künstlerische Aspekte ab“.<span id="more-500"></span></p>
<p>Renommierte Designpreise gibt es allein in Deutschland drei. Neben dem <a href="http://www.red-dot.de/" target="_blank">red dot</a> noch den <a href="http://www.ifdesign.de/" target="_blank">IF Award</a> und den <a href="http://www.designpreis.de/" target="_blank">Designpreis Deutschland</a>. Letzteren gibt es bereits seit 1969. Er wird vom Wirtschaftsministerium vergeben und der ›Rat für Formgebung‹ entscheidet, wer für den Preis nominiert und prämiert wird. Die Unternehmen können sich also nicht, wie beispielsweise beim red dot, bewerben.</p>
<p>Aber auch ein Designpreis bringt kein Preisgeld mit sich, sondern ist mit Zahlungen verbunden. Und die steigen im Falle einer red dot Auszeichnung noch um einiges. Denn nicht nur die Bewerbung für den roten Punkt schlägt derzeit mit 90 bis zu 300 € pro Exponat zu Buche, nein, als Preisträger müssen weitere ca. 1000 € für den Jahrbucheintrag gezahlt werden. Es gilt also: Je mehr Preisträger, desto mehr Einnahmen. Da liegt die Verführung nahe, ordentlich rote Punkte zu vergeben.</p>
<p>Ein Designpreis hat sich als echtes Marketinginstrument bewährt. Allein Apple hat in den letzten vier Jahren <a href="http://de.red-dot.org/2866.html?&amp;cHash=d8c0af4f8faac1df53880e8763ddd441&amp;company=3413" target="_blank">36 red dots</a> errungen. Prämiertes Design als Rendite-Maximierer, nur so ist zu erklären, dass die Anzahl der zahlenden Bewerber allein für die Kategorie Produktdesign in diesem Jahr um über 30% gestiegen ist.</p>
<p>Und so kommt es dann, dass immer neue Kategorien und Preise vergeben werden. Mittlerweile gibt es sogar einen eigenen Preis für Wohnwagen – den <a href="http://de.red-dot.org/4116.html" target="_blank">caravaning design award</a>.</p>
<p>Zeigte sich im letzten Jahr bei den red dot Gewinnern noch, dass Nachhaltigkeit, ich nannte es grünes Design, die Nase vor hatte, so erkenne ich auf Anhieb in 2010 keine Gemeinsamkeiten, außer vielleicht Kurioses oder Mut zur Namensgebung.</p>
<p>Erstmals in der Geschichte des renommierten Designpreises red dot wurde in der Kategorie ›Sport und Spiele‹, gleich unter dem Babyspielzeug gelistet, ein batteriebetriebenes Gerät namens <a href="http://de.red-dot.org/2813.html?&amp;cHash=42d981b5bab24c31f55af7efb0b8e93e&amp;detail=6955" target="_blank">„Better than chocolate“</a> ausgezeichnet, für mehr „Abwechslung“, ebenfalls lila, der Handschmeichler <a href="http://de.red-dot.org/2813.html?&amp;cHash=56a0addb595c9ecb273db7a474b87b9b&amp;detail=7032" target="_blank">Zini Deux</a>.</p>
<p>Dass mittlerweile auch <a href="http://de.red-dot.org/2796.html?&amp;cHash=9f94111615593779bc6f1c5c8f2369d5&amp;detail=7372" target="_blank">Geburtszangen</a> und <a href="http://de.red-dot.org/2796.html?&amp;cHash=93ad40393737d9434e03dda47d784cdc&amp;detail=7325" target="_blank">Einwegurinale</a> den red dot erhalten, finde ich mehr als fraglich. So sollte doch beim Design die Bedienbarkeit im Vordergrund stehen, gerade bei Gebrauchsgegenständen, und erst dann die Optik folgen – „Form follows Function“. Schön sich vorzustellen, wie die Jury die Funktionsfähigkeit dieser Utensilien getestet hat&#8230;</p>
<p>Als Designagentur freut es uns natürlich, dass immer mehr Produkte aus dem B2B-Bereich prämiert werden. So wurde <a href="http://de.red-dot.org/3538.html" target="_blank">Hilti</a> mit 11 Preisen für seine Sägen, Hämmer &amp; Co. als <a href="http://de.red-dot.org/3538.html" target="_blank">design team of the year</a> ausgezeichnet – nach Tupperware im letzten Jahr.</p>
<p>Sind wir also gespannt, was im nächsten Jahr so alles prämiert wird. Wie wäre es mal mit Zebrastreifen, Verkehrsschildern, Toilettenpapier oder Spültabs.</p>
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		<title>» Der Tanz um den goldenen Hasen</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 12:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Ostmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Branding]]></category>
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		<category><![CDATA[Lindt]]></category>
		<category><![CDATA[Marke]]></category>
		<category><![CDATA[Osterhase]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiarius]]></category>
		<category><![CDATA[Riegelein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Lindt vs. Riegelein &#8211; der Streit um die Verwechselungsgefahr der Schokoladen-Osterhasen geht weiter. Hier geht es nicht nur um eine markenrechtliche Grundsatzfrage, nein, hier geht es um Geld, n&#228;mlich um 450.000 Euro. </p>
<p>Der S&#252;sswaren-Hersteller Lindt Spr&#252;ngli fordert Schadensersatz und w&#252;rde am liebsten erreichen, dass die Riegelein-Hasen&#160;nicht mehr verkauft werden d&#252;rfen &#8211; zu &#228;hnlich sollen sie sich sehen. Ich pers&#246;nlich habe die Hasen noch nie verwechselt. Gut, beide sitzen oder hocken, wie es H&#228;schen nun mal so tun. Aber der eine,  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/07/22/%c2%bb-der-tanz-um-den-goldenen-hasen/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lindt vs. Riegelein &ndash; der Streit um die Verwechselungsgefahr der Schokoladen-Osterhasen geht weiter. Hier geht es nicht nur um eine markenrechtliche Grundsatzfrage, nein, hier geht es um Geld, n&auml;mlich um 450.000 Euro.<span id="more-497"></span> </p>
<p>Der S&uuml;sswaren-Hersteller Lindt Spr&uuml;ngli fordert Schadensersatz und w&uuml;rde am liebsten erreichen, dass die <a target="_blank" href="http://www.riegelein.de/files/03135_klein_1.jpg">Riegelein-Hasen</a>&nbsp;nicht mehr verkauft werden d&uuml;rfen &ndash; zu &auml;hnlich sollen sie sich sehen. Ich pers&ouml;nlich habe die Hasen noch nie verwechselt. Gut, beide sitzen oder hocken, wie es H&auml;schen nun mal so tun. Aber der eine, der Schweizer&nbsp;<a target="_blank" href="http://www.castelligasse.at/Werbetechnik/Markenrecht/lindthase.jpg">Lindt-Hase</a>&nbsp;n&auml;mlich, tr&auml;gt ein echtes rotes Halsb&auml;ndchen mit einem echten Gl&ouml;ckchen daran, das Papier ist Gold schillernd. Der Konkurrent aus Mittelfranken hingegen ist in bronzefarbene Folie gewickelt und statt Gl&ouml;ckchen tr&auml;gt er eine Schleife, und die ist nur aufgedruckt. Au&szlig;erdem tragen beiden ihren jeweiligen Firmennamen, quasi als Tattoo, am Hinterlauf. Und sp&auml;testens an der Kasse oder beim Reinbei&szlig;en wei&szlig; man, zu welchem Hasen man gegriffen hat&#8230;</p>
<p>Befand das Oberlandgericht Frankfurt am Main noch, die beiden 3D-Sitzhasen seien &raquo;nicht hinreichend &auml;hnlich&laquo;, so hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe das Urteil aufgehoben. Denn hier h&auml;lt man &raquo;den Gesamteindruck f&uuml;r nicht zutreffend ermittelt&laquo;. Merkw&uuml;rdige Begr&uuml;ndung, zumal eine eigene Beurteilung gar nicht erst m&ouml;glich war, denn der betreffende Riegelein-Hase war verschwunden, stand also zur Begutachtung nicht zur Verf&uuml;gung. &raquo;Er befand sich nicht mehr in den Akten&laquo;, hie&szlig; es. Hm, das l&auml;sst Raum f&uuml;r Spekulationen: Ist er geschmolzen, was bei diesen Temperaturen nur allzu verst&auml;ndlich w&auml;re? Kann nicht sein, denn dann l&auml;ge ja noch das Einwickelpapier zur Ansicht bereit. Oder hat sich etwa ein Gerichtsdiener, unter dessen Obhut der Hase gestellt wurde, an dem gl&auml;nzenden Tier vergriffen? Wie dem auch sei, das Oberlandgericht muss sich der Hasenpr&uuml;fung nochmals annehmen.</p>
<p>2001 wurde der Lindt Goldhase als dreidimensionale Marke inklusive der beschriebenen Kennzeichen eingetragen. Seitdem wird gestritten. Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Konkurrenten, Peter Riegelein, h&auml;lt dagegen: &raquo;Lindt sei keineswegs der Erfinder der sitzenden Goldhasen&laquo;. Man selbst w&uuml;rde, wie andere Firmen auch, seit den 1950er Jahren diese altbew&auml;hrte Form der Hasen aus Schokolade herstellen. Mit Verwechslungsgefahr h&auml;tte das nichts zu tun, eher mit einem Monopolanspruchsdenken von Lindt.</p>
<p>Wirklich zum Verwechseln &auml;hnlich, gar dreiste Plagiate gibt es viele. Nicht alle treffen sich vor Gericht, nicht viele fordern Schadensersatz. Aber auf der Konsumg&uuml;ter Messe &rsaquo;Ambiente&lsaquo; wird jedes Jahr ein Schm&auml;hpreis vergeben, <a target="_blank" href="http://www.berliner-akzente.de/imperia/md/images/berlinerakzente2/ausgaben/akzente04-08/plagiate/plagiarius.jpg">ein schwarzer</a><a target="_blank" href="http://www.berliner-akzente.de/imperia/md/images/berlinerakzente2/ausgaben/akzente04-08/plagiate/plagiarius.jpg">Zwerg</a> mit goldener Nase. Ob Spielzeugm&auml;hdrescher, Eisw&uuml;rfelbeh&auml;lter oder Liebeskugeln &ndash; die dreistesten Produktf&auml;lschungen finden Sie hier: <a target="_blank" href="http://www.plagiarius.com/awards_plag2010_2.html">Plagiarius 2010</a></p>
<p>Ich denke, diesen Zwerg wird keiner der Schoko-Hersteller bekommen, aber&nbsp;unseren Osterhasen-Herstellern geht es wohl weniger um Preise. Denn bei 127 Millionen verkauften Schokohasen allein in diesem Jahr in Deutschland ist klar, dass sich die Verdr&auml;ngung eines Mitbewerbers schon aus &ouml;konomischen Gr&uuml;nden lohnt und so streiten die Osterhasen-Hersteller weiter.</p>
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		<title>» Ohh! – ich habe mich verschrieben!</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 11:53:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Branding]]></category>
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		<category><![CDATA[Schriftgestaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ist es eine Null oder ein O? Wer das ESTA-Formular vor sich hat, der elektronische Visa-Antrag, der vor einer Reise in die USA ausgef&#252;llt werden muss, hat eine f&#252;nfzigprozentige Chance, sich bei dieser Frage richtig zu entscheiden. Denn die verwendete Schrift der Seriennummer im Pass macht eine Unterscheidung zwischen dem Buchstaben und der Zahl fast unm&#246;glich. Und so kann es passieren, dass der, der eine Null f&#252;r ein O h&#228;lt, ins n&#228;chste Flugzeug nach Hause gesetzt wird. </p>
<p>Da man beim  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/07/02/%c2%bb-ohh-%e2%80%93-ich-habe-mich-verschrieben/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist es eine Null oder ein O? Wer das ESTA-Formular vor sich hat, der elektronische Visa-Antrag, der vor einer Reise in die USA ausgef&uuml;llt werden muss, hat eine f&uuml;nfzigprozentige Chance, sich bei dieser Frage richtig zu entscheiden. Denn die verwendete Schrift der Seriennummer im Pass macht eine Unterscheidung zwischen dem Buchstaben und der Zahl fast unm&ouml;glich. Und so kann es passieren, dass der, der eine Null f&uuml;r ein O h&auml;lt, ins n&auml;chste Flugzeug nach Hause gesetzt wird.<span id="more-486"></span> </p>
<p>Da man beim zust&auml;ndigen Innenministerium offenbar selbst nicht so ganz glauben mag, dass die Null daran zu erkennen sei, etwas schmaler als das O zu sein, gibt es ein <a href="http://www.bmi.bund.de/cae/servlet/contentblob/374538/publicationFile/17985/epass_d_alphanumerische_seriennummer_flyer.pdf">PDF-Dokument</a>, das sich wie eine Bedienungsanleitung f&uuml;r den deutschen Reisepass liest. Da hei&szlig;t es zum Beispiel: &bdquo;Zur Vermeidung sinntragender W&ouml;rter&hellip;wurde auf die Verwendung der Vokale (A, E, I, O, U) &hellip;verzichtet&ldquo;. Ah, des R&auml;tsels L&ouml;sung, doch wer wei&szlig; das schon??</p>
<p>Um das Problem zu beheben, wahrscheinlich eher, um dem Ansturm der Nachfragen wieder Herr zu werden, habe man die Vereinigten Staaten gebeten, entweder die Eingabe des Buchstaben O zu blocken oder einen entsprechenden Hinweis auf der Internetseite f&uuml;r den <a target="_blank" href="https://esta.cbp.dhs.gov/esta/">ESTA-Antrag</a> aufzunehmen.  Man will also, anstatt eine eindeutige Schriftart zu verwenden, wie es &uuml;brigens nahezu alle anderen L&auml;nder auch tun, den schwarzen Peter einfach abgeben?!</p>
<p>
Eine recht simple L&ouml;sung des Problems w&auml;re, die jetzt verwendete <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/OCR-B">OCR-B Schrift</a> in ihren Vorreiter <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/OCR-A">OCR-A</a> zu &auml;ndern. Diese Schriftart ist garantiert von Mensch und  Maschine lesbar. Vielleicht w&auml;re das Ministerium dann sogar hip, denn ihr einst in Europa eher unbeliebtes Erscheinungsbild ist von Designern und Gestaltern wieder entdeckt worden, so wird die OCR-A zum Beispiel gerne auf Buchtiteln und in Musikproduktionen verwendet.</p>
<p>Kultstatus wird sie wohl nicht erlangen, aber sie ist maschinenlesbar und unmissverst&auml;ndlich: die <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/FE-Schrift">FE-Schrift</a>, verwendet f&uuml;r deutsche Kfz-Kennzeichen. Sie hat die in den 30er Jahren eingef&uuml;hrte DIN 1451 erfolgreich abgel&ouml;st. Vorangetrieben wurde die Entwicklung der FE, das ist &uuml;brigens die Abk&uuml;rzung f&uuml;r &rsaquo;f&auml;lschungserschwert&lsaquo;, Ende der 70er Jahre, um unter dem Eindruck der RAF-Aktivit&auml;ten den Kennzeichenmissbrauch zu erschweren. Warum die FE dennoch erst gut 20 Jahre sp&auml;ter zum Standard wurde, wer wei&szlig;?</p>
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		</item>
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		<title>» Mit Zakumi, Jabulani und Vuvuzela zum Velmaiza 2010</title>
		<link>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/06/10/%c2%bb-mit-zakumi-jabulani-und-vuvuzela-zum-velmaiza-2010/</link>
		<comments>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/06/10/%c2%bb-mit-zakumi-jabulani-und-vuvuzela-zum-velmaiza-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 12:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Ostmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Adidas]]></category>
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		<category><![CDATA[Corporate Communication]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Design]]></category>
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		<category><![CDATA[Vuvuzela]]></category>
		<category><![CDATA[WM]]></category>
		<category><![CDATA[WM2010]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/?p=478</guid>
		<description><![CDATA[<p>Zakumi und Jabulani – das sind die Namen, die uns die nächsten Wochen begleiten werden. Zwar sind sie bisher nicht so geläufig oder sagen wir schlagzeilenträchtig wie Schweini alias Holzkopf, Poldi oder Beckham. Doch es sind Namen, die eigens für die diesjährige WM in Südafrika kreiert wurden und die hoffentlich weltweit in ebenso guter Erinnerung bleiben, wie die der Spitzenspieler.</p>
<p>Zur Erklärung: Zakumi ist das afrikanische Maskottchen der WM, ein Leopard mit grünen Haaren. Ach, wie Fußball-affin. Sein Name setzt sich  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/06/10/%c2%bb-mit-zakumi-jabulani-und-vuvuzela-zum-velmaiza-2010/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zakumi und Jabulani – das sind die Namen, die uns die nächsten Wochen begleiten werden. Zwar sind sie bisher nicht so geläufig oder sagen wir schlagzeilenträchtig wie Schweini alias Holzkopf, Poldi oder Beckham. Doch es sind Namen, die eigens für die diesjährige WM in Südafrika kreiert wurden und die hoffentlich weltweit in ebenso guter Erinnerung bleiben, wie die der Spitzenspieler.<span id="more-478"></span></p>
<p>Zur Erklärung: Zakumi ist das afrikanische Maskottchen der WM, ein Leopard mit grünen Haaren. Ach, wie Fußball-affin. Sein Name setzt sich aus der internationalen Abkürzung des Landes am Kap ZA und kumi, was gleich in mehreren afrikanischen Sprachen zehn bedeutet, zusammen. Das drollige Tierchen sorgte schon vorab für Aufregung. Das Plüschtier soll in China unter unwürdigen Bedingungen gefertigt werden, die Produktion wurde zeitweise sogar eingestellt. Mal gucken, ob sich Zakumi trotzdem besser verkaufen wird als sein Vorgänger Goleo, der Löwe im Deutschlandtrikot mit Pille, dem sprechenden Fußball. Denn dieses zottelige Ungetüm ohne Hose, hat die Verkaufserwartungen des Einzelhandels von mehr als 1,5 Milliarden Euro leider nicht erfüllt. Das Zeitfenster für gute Absätze ist nicht groß. In den 44 Jahren, in denen <a target="_blank" href="http://www.brasilienportal.ch/sport/fussball/fussball-welt/wm-maskottchen.html">WM-Maskottchen</a> als Stimmungsmacher der Spiele fungieren hat sich gezeigt, dass sie schneller in Vergessenheit geraten und einstauben, als es der FIFA lieb ist.</p>
<p>Sehr gut hingegen verkauft sich derzeit Jabulani. Na, dann passt ja der Name – denn Jabulani bedeutet feiern oder zelebrieren. Der rundeste aller bisher dagewesenen Bälle, so der Hersteller, sorgt für Begeisterung. Ballack lobte – als er noch spielen konnte – „Der Ball macht genau das, was ich will“. Die Elite der Torhüter hingegen schimpft, Brasiliens Keeper hält den Ball für „furchtbar und schrecklich“. Wie gut oder schlecht er wirklich ist, wird sich noch zeigen, viel wichtiger und spielentscheidend wird es sein, wie die Spieler mit ihm umgehen. </p>
<p>Hergestellt wird »das Spielgerät der gleichnamigen Mannschaftssportart« (Zitat Wikipedia) übrigens seit 40 Jahren von adidas. Bei dem Deutschen Sporthersteller versucht man seit jeher das Optimum für die Spieler herauszuholen. Nach jahrelanger Entwicklungsarbeit verpasst man dem Ball nicht nur regelmäßig neue Eigenschaften und Materialien, nein auch ein neuer Name muss alle vier Jahre her. Begonnen hat diese Vorgehensweise mit der ersten Fußball-WM-Live-Übertragung 1970 aus Mexiko. Das Leder nannte man passenderweise Telestar. Dieser erste Ball in schwarz-weiß war im SW-Fernsehen einfach besser zu sehen als die bisher üblichen braunen und ging als das Urdesign aller modernen Bälle in die Geschichte ein.</p>
<p>Es folgten so <a target="_blank"  href="http://de.footballs.fifa.com/Fussballfakten/Baelle-der-FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft?gclid=CMHd9Nu-kaICFQcx3wod0yOwbg">klangvolle Namen</a> wie Tango, Azteca, Questa, Fevernova oder Tricolore und mit letztgenanntem wurde der Ball bunt.</p>
<p>Bunt sind auch die Uwe Seelers, pardon, die Vuvuzelas. Vor allem sorgen sie für mächtig Lärm und Diskussionen. Die südafrikanischen Fußball-Trompeten sind knapp einen Meter lang, aus Plastik oder ursprünglich aus Blech und klingen wie Elefanten, nur sehr viel lauter. Mit Kettensägen werden sie verglichen, denn sie können einen Dezibelwert erreichen, der zu Hörschäden führen kann. Doch die Gastgebernation freut sich schon beim Eröffnungsspiel am Freitag den Gegner Mexiko mit riesem Törööööh zu schwächen. Hoffentlich sorgen die Tröten nicht für eine WM voller Misstöne.</p>
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		<title>» Mehr Schein als Sein – Was kommt nach dem Euro?</title>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 10:18:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Dass es die USA auch zur Supermacht der Schulden gebracht haben, ist wohl jedem klar. Die Zahlen des Defizits bewegen sich in astronomischen Höhen oder können Sie sich 1,75 Billionen vorstellen? Ich jedenfalls weiß auf Anhieb nicht einmal über wie viele Nullen hinter dem Komma wir hier sprechen. Aber dass somit das öffentliche Leben der Amerikaner zu 40% auf Pump finanziert wird, zeigt das Ausmaß des Dilemmas schon deutlicher. </p>
<p>Um Schlimmstes zu verhindern, werden nun die staatlichen Gelddruckmaschinen angeworfen und  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/05/27/%c2%bb-mehr-schein-als-sein-%e2%80%93-was-kommt-nach-dem-euro/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass es die USA auch zur Supermacht der Schulden gebracht haben, ist wohl jedem klar. Die Zahlen des Defizits bewegen sich in astronomischen Höhen oder können Sie sich 1,75 Billionen vorstellen? Ich jedenfalls weiß auf Anhieb nicht einmal über wie viele Nullen hinter dem Komma wir hier sprechen. Aber dass somit das öffentliche Leben der Amerikaner zu 40% auf Pump finanziert wird, zeigt das Ausmaß des Dilemmas schon deutlicher. <span id="more-470"></span></p>
<p>Um Schlimmstes zu verhindern, werden nun die staatlichen Gelddruckmaschinen angeworfen und möglichst viele Dollarnoten in die Volkswirtschaft gepumpt, getreu dem Motto »Yes we can«. Eine gute Gelegenheit, dachten wahrscheinlich die Vertreter des US-Finanzministeriums, um das neue Design der <a  target="_blank" href="http://www.newmoney.gov/de.htm">100-Dollar-Scheine</a> vorzustellen. Und so präsentierten sie diese am 21. April, den Blick vor allem auf die neuen Sicherheitsmerkmale gerichtet, die das Ergebnis von mehr als zehn Jahren Forschung und Entwicklung sind.</p>
<p>Am Design selbst hingegen hat sich nicht viel verändert. Ideen, die der in New York lebende Werbedesigner <a  target="_blank" href="http://www.dollarredesign.com">Richard Smith</a> zusammen getragen hat, finden bislang bei der Gestaltung der Dollarnoten keine Beachtung. Smith kämpft gegen den Verfall der amerikanischen Währung und appelliert via Internet Vorschläge für eine verständlichere Währungssymbolik einzureichen. 2009 gab es Entwürfe, die zwar skurril waren, jedoch die typisch amerikanische Haltung dokumentieren: <a  target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/geld/dollar-skurrile-entwuerfe-mit-kuenstlerischer-note-1.93577">Scheine in pink mit Barbie oder mit Christopher Reeve alias Superman</a>.</p>
<p>Mit wessen Konterfei die D-Mark wiederkommen wird, darüber gibt es bisher keine Angaben. Aber Verschwörungstheoretiker sind sich sicher, die Währungsreform steht vor der Tür und die gute alte D-Mark löst den Euro wieder ab. Sicher, in der derzeitigen Krisensituation kann man das Gefühl bekommen, eine Inflation ist unausweichlich, das Geld wird in der EU geradezu verbrannt. Aber dennoch möchte ich unterstellen, das all jene, die behaupten sie hätten D-Mark-Scheine erspäht, nur einen Geldtransporter von C&#038;A gesehen haben. Denn das Bekleidungshaus nimmt nach eigenen Angaben noch immer 150.000 bis 200.000 Deutsche Mark pro Monat ein. </p>
<p>Auch auf die Gefahr den Nostalgikern unter Ihnen vor den Kopf zu stoßen, glaube ich der Recherche eines Tagesspiegel-Journalisten, der in seinem Artikel vom 23.5. behauptet, der Bundesdruckerei lägen keine D-Mark-Druckplatten mehr vor.  Sollte es also zu einem Währungsschnitt kommen, ganz egal ob wir dann den Deuro bekommen oder wie auch immer die neue Geldeinheit heißen wird, dürfen wir zumindest auf ein völlig neues Design unseres zukünftigen Zahlungsmittels hoffen.</p>
<p>Vielleicht werden die neuen Geldnoten vom Finanzminister als Sponsorenfläche freigegeben. Dann haben wir ein Gummibärchen oder eine Lakritzschnecke auf einem 10er- und einen Mercedes-Stern auf einem 500er-Schein. </p>
<p>Wenn der Euro wirklich vor dem Aus steht, dürften sich vor allem die Niederländer freuen, wenn sie somit ihre alte Währung wiederbekämen. Denn die <a  target="_blank" href="http://www.verzamelaarsmarkt.nl/nl/bankbiljetten/Default.aspx?cat=1&#038;subcat=14">Gulden </a>  sind Vorreiter, wenn es um die Gestaltung der Geldscheine geht. Auch die Schweizer haben sich offenbar an den Holländern orientiert. Sie erläutern ihr Gestaltungsprinzip detailliert auf der Homepage ihrer<a  target="_blank" href="http://www.snb.ch/de/iabout/cash/current/design/id/cash_current_design_10/"> Nationalbank</a>.</p>
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