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	<title>brandview - Der Blog für Marken-Management in Wirtschaft, Kultur und Politik &#187; Lindt</title>
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	<description>Der Blog für Marken-Management in Wirtschaft, Kultur und Politik</description>
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		<title>» Der Tanz um den goldenen Hasen</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 12:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Ostmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Lindt vs. Riegelein &#8211; der Streit um die Verwechselungsgefahr der Schokoladen-Osterhasen geht weiter. Hier geht es nicht nur um eine markenrechtliche Grundsatzfrage, nein, hier geht es um Geld, n&#228;mlich um 450.000 Euro. </p>
<p>Der S&#252;sswaren-Hersteller Lindt Spr&#252;ngli fordert Schadensersatz und w&#252;rde am liebsten erreichen, dass die Riegelein-Hasen&#160;nicht mehr verkauft werden d&#252;rfen &#8211; zu &#228;hnlich sollen sie sich sehen. Ich pers&#246;nlich habe die Hasen noch nie verwechselt. Gut, beide sitzen oder hocken, wie es H&#228;schen nun mal so tun. Aber der eine,  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/07/22/%c2%bb-der-tanz-um-den-goldenen-hasen/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lindt vs. Riegelein &ndash; der Streit um die Verwechselungsgefahr der Schokoladen-Osterhasen geht weiter. Hier geht es nicht nur um eine markenrechtliche Grundsatzfrage, nein, hier geht es um Geld, n&auml;mlich um 450.000 Euro.<span id="more-497"></span> </p>
<p>Der S&uuml;sswaren-Hersteller Lindt Spr&uuml;ngli fordert Schadensersatz und w&uuml;rde am liebsten erreichen, dass die <a target="_blank" href="http://www.riegelein.de/files/03135_klein_1.jpg">Riegelein-Hasen</a>&nbsp;nicht mehr verkauft werden d&uuml;rfen &ndash; zu &auml;hnlich sollen sie sich sehen. Ich pers&ouml;nlich habe die Hasen noch nie verwechselt. Gut, beide sitzen oder hocken, wie es H&auml;schen nun mal so tun. Aber der eine, der Schweizer&nbsp;<a target="_blank" href="http://www.castelligasse.at/Werbetechnik/Markenrecht/lindthase.jpg">Lindt-Hase</a>&nbsp;n&auml;mlich, tr&auml;gt ein echtes rotes Halsb&auml;ndchen mit einem echten Gl&ouml;ckchen daran, das Papier ist Gold schillernd. Der Konkurrent aus Mittelfranken hingegen ist in bronzefarbene Folie gewickelt und statt Gl&ouml;ckchen tr&auml;gt er eine Schleife, und die ist nur aufgedruckt. Au&szlig;erdem tragen beiden ihren jeweiligen Firmennamen, quasi als Tattoo, am Hinterlauf. Und sp&auml;testens an der Kasse oder beim Reinbei&szlig;en wei&szlig; man, zu welchem Hasen man gegriffen hat&#8230;</p>
<p>Befand das Oberlandgericht Frankfurt am Main noch, die beiden 3D-Sitzhasen seien &raquo;nicht hinreichend &auml;hnlich&laquo;, so hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe das Urteil aufgehoben. Denn hier h&auml;lt man &raquo;den Gesamteindruck f&uuml;r nicht zutreffend ermittelt&laquo;. Merkw&uuml;rdige Begr&uuml;ndung, zumal eine eigene Beurteilung gar nicht erst m&ouml;glich war, denn der betreffende Riegelein-Hase war verschwunden, stand also zur Begutachtung nicht zur Verf&uuml;gung. &raquo;Er befand sich nicht mehr in den Akten&laquo;, hie&szlig; es. Hm, das l&auml;sst Raum f&uuml;r Spekulationen: Ist er geschmolzen, was bei diesen Temperaturen nur allzu verst&auml;ndlich w&auml;re? Kann nicht sein, denn dann l&auml;ge ja noch das Einwickelpapier zur Ansicht bereit. Oder hat sich etwa ein Gerichtsdiener, unter dessen Obhut der Hase gestellt wurde, an dem gl&auml;nzenden Tier vergriffen? Wie dem auch sei, das Oberlandgericht muss sich der Hasenpr&uuml;fung nochmals annehmen.</p>
<p>2001 wurde der Lindt Goldhase als dreidimensionale Marke inklusive der beschriebenen Kennzeichen eingetragen. Seitdem wird gestritten. Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Konkurrenten, Peter Riegelein, h&auml;lt dagegen: &raquo;Lindt sei keineswegs der Erfinder der sitzenden Goldhasen&laquo;. Man selbst w&uuml;rde, wie andere Firmen auch, seit den 1950er Jahren diese altbew&auml;hrte Form der Hasen aus Schokolade herstellen. Mit Verwechslungsgefahr h&auml;tte das nichts zu tun, eher mit einem Monopolanspruchsdenken von Lindt.</p>
<p>Wirklich zum Verwechseln &auml;hnlich, gar dreiste Plagiate gibt es viele. Nicht alle treffen sich vor Gericht, nicht viele fordern Schadensersatz. Aber auf der Konsumg&uuml;ter Messe &rsaquo;Ambiente&lsaquo; wird jedes Jahr ein Schm&auml;hpreis vergeben, <a target="_blank" href="http://www.berliner-akzente.de/imperia/md/images/berlinerakzente2/ausgaben/akzente04-08/plagiate/plagiarius.jpg">ein schwarzer</a><a target="_blank" href="http://www.berliner-akzente.de/imperia/md/images/berlinerakzente2/ausgaben/akzente04-08/plagiate/plagiarius.jpg">Zwerg</a> mit goldener Nase. Ob Spielzeugm&auml;hdrescher, Eisw&uuml;rfelbeh&auml;lter oder Liebeskugeln &ndash; die dreistesten Produktf&auml;lschungen finden Sie hier: <a target="_blank" href="http://www.plagiarius.com/awards_plag2010_2.html">Plagiarius 2010</a></p>
<p>Ich denke, diesen Zwerg wird keiner der Schoko-Hersteller bekommen, aber&nbsp;unseren Osterhasen-Herstellern geht es wohl weniger um Preise. Denn bei 127 Millionen verkauften Schokohasen allein in diesem Jahr in Deutschland ist klar, dass sich die Verdr&auml;ngung eines Mitbewerbers schon aus &ouml;konomischen Gr&uuml;nden lohnt und so streiten die Osterhasen-Hersteller weiter.</p>
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