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	<title>brandview - Der Blog für Marken-Management in Wirtschaft, Kultur und Politik &#187; Die linke</title>
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		<title>» Die Farben der Politik</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 12:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>»Nenne mir eine Farbe und ich sage dir, welche Partei dafür steht!« Ist doch kinderleicht, zumindest was die großen Parteien betrifft. Alle weiteren werden ja eh als ›Andere‹ bezeichnet. Wenn am kommenden Sonntag die Torten in Stücke geschnitten werden und die Balken in die Höhe schießen, erkennen wir auf einen Blick, wer die Nase vorn hat – Angie oder Steini, Schwarz oder Rot?! </p>
<p>Aber warum steht schwarz für die CDU, und warum ist ›Die Linke‹ ein bisschen roter als die  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2009/09/24/%c2%bbdie-farben-der-politik/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Nenne mir eine Farbe und ich sage dir, welche Partei dafür steht!« Ist doch kinderleicht, zumindest was die großen Parteien betrifft. Alle weiteren werden ja eh als ›Andere‹ bezeichnet. Wenn am kommenden Sonntag die Torten in Stücke geschnitten werden und die Balken in die Höhe schießen, erkennen wir auf einen Blick, wer die Nase vorn hat – Angie oder Steini, Schwarz oder Rot?! <span id="more-105"></span></p>
<p>Aber warum steht schwarz für die CDU, und warum ist ›Die Linke‹ ein bisschen roter als die SPD? Keine Sorge, jetzt folgen keine langen Erklärungsversuche und historische Querverweise. Denn wahrscheinlich hat der Politikwissenschaftler und Soziologe Bernd Schüler recht, wenn er behauptet: <a href="http://www1.bpb.de/publikationen/MOYAJC,2,0,Farben_als_Wegweiser_in_der_Politik.html#art2" target="_blank">»Während Parteien die Farben als Frage des Marketings behandelt wissen wollen, nehmen die Kommentatoren die jeweilige Farbwahl, um Missstände der Parteipolitik zu thematisieren.«</a></p>
<p>Was die Verknüpfung zwischen Parteifarbe, Aussage und Darstellung betrifft, lässt sich wohl recht simpel und unstrittig das Grün der Grünen erklären.</p>
<p>Auch die Erklärung der FDP, was ihre Farbgebung betrifft, ist schnell wiedergegeben, wenngleich sie nicht gerade logisch ist: Auf der Homepage heißt es: »Warum ausgerechnet die Farbwahl auf blau-gelb fiel, ist nicht begründet, denn in den vorhandenen Untersuchungen erhält eben diese Farbkombination keine hervorragenden Werte, dass eine zwingende Notwendigkeit zum Einsatz gegeben wäre«. Warum in der Berichterstattung seither die Wahlergebnisse der FDP gelb (sicher, nicht unbedingt das Original RAL 1016 Schwefelgelb, aber eben gelb) und nicht blau dargestellt werden, liegt vielleicht auch daran, das die FDP-Politiker selbst gelb schon immer ein bisschen wichtiger genommen haben. Warum sonst sang Walter Scheel <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hoch_auf_dem_gelben_Wagen" target="_blank">»Hoch auf dem gelben Wagen…«</a></p>
<p>Doch die Verknüpfung zwischen Union und Schwarz liegt nicht gerade klar auf der Hand. Nichts im Logo der CDU ist schwarz. Das könnte daran liegen, dass deren Marketingberater sich die Wikipedia Erklärung zu Herzen genommen haben: »Schwarz ist die Bezeichnung für eine Farbempfindung, welche beim Fehlen eines Farbreizes entsteht.« Um nicht reizlos da zu stehen, hat die CDU bereits 2003 die Farbe Pantone 144 C, besser bekannt als Orange, eingeführt. Das beschrieb die Süddeutsche Zeitung als fragwürdig, denn eine Studie will herausgefunden haben, dass orange nach braun des Deutschen <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/975/394764/text/" target="_blank">unbeliebteste Farbe</a> ist.</p>
<p>Und dann wäre da noch rot – oder besser, das Rot der SPD und das Dunkelrot der Partei ›Die Linke‹. Bereits seit den sechziger Jahren verzichten die Sozialdemokraten weitestgehend auf den Einsatz von rot, um nicht mit dem Kommunismus in Verbindung gebracht zu werden. Die Linke hingegen, die genau aus diesem Grund verdient, rot dargestellt zu werden, wird einfach ein bisschen dunkler oder von einigen Medien auch zur besseren Unterscheidung lila dargestellt.</p>
<p>Wenn die Parteien Farben als Marketing-Instrument ansehen, warum nutzen sie diese dann nicht entsprechend? Die SPD ist Rot, Die Linke ist Rot, die CDU hat Orange und die Piratenpartei ist auch Orange. Doch Farben können und sollten als Mittel für die sichtbare Differenzierung eingesetzt werden.</p>
<p>Wir denken: Zeit für einen Relaunch der Parteien! &#8211; Ein Relaunch, der die Zeichen der Zeit nicht ignoriert und Traditionen auf den Prüfstand stellt. Denn, was habe ich neulich gelesen? »Traditionen wahren heißt, an schlechten Eigenschaften festhalten«. Die über Bord zu werfen hingegen, hat schon so manchem Unternehmen ein glaubwürdiges Profil verschafft.</p>
<p>Apropos Profil und Farben: Die neue Unternehmensbroschüre mit dem Profil von »Reinhard &amp; Ostmann« ist da – auch als Download. Ach ja, mit den Primärfarben Petrol und Cyan.</p>
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