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	<title>brandview - Der Blog für Marken-Management in Wirtschaft, Kultur und Politik &#187; Destination Branding</title>
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	<description>Der Blog für Marken-Management in Wirtschaft, Kultur und Politik</description>
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		<title>» Über den grünen Klee gelobt</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 15:34:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Ostmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>»Ein grünes und nachhaltiges Europa sei essentiell für die Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität der Bürger«, begründete 2006 der ehemalige Bürgermeister Tallins seine Initiative für die Verleihung des Umwelttitels. Vielleicht wollte er den Tourismus ankurbeln, vielleicht stand er unter dem Schock-Einfluß anlässlich des 20. Jahrestages des Tschernobyl-Unfalls, vielleicht ist er aber einfach nur ein Idealist. Jetzt, da Tallin, übrigens die Hauptstadt Estlands, Kulturhauptstadt 2011 ist, ist der Bürgermeister jedenfalls ein anderer – das aber nur am Rande und zurück nach  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2011/01/27/%c2%bb-uber-den-grunen-klee-gelobt/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Ein grünes und nachhaltiges Europa sei essentiell für die Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität der Bürger«, begründete 2006 der ehemalige Bürgermeister Tallins seine Initiative für die Verleihung des Umwelttitels. Vielleicht wollte er den Tourismus ankurbeln, vielleicht stand er unter dem Schock-Einfluß anlässlich des 20. Jahrestages des Tschernobyl-Unfalls, vielleicht ist er aber einfach nur ein Idealist. Jetzt, da Tallin, übrigens die Hauptstadt Estlands, Kulturhauptstadt 2011 ist, ist der Bürgermeister jedenfalls ein anderer – das aber nur am Rande und zurück nach Hamburg. Denn unsere schöne Stadt an der Elbe trägt in diesem Jahr, als zweite Stadt überhaupt, den Titel ›Umwelthauptstadt Europas‹.<span id="more-568"></span></p>
<p>Gleich 34 Städte aus 17 europäischen Ländern haben sich dem Wettbewerb um den neuen Titel für ihr Destination Branding gestellt und zwei Bewerbungsphasen über sich ergehen lassen. Dabei ging es nicht nur um Umweltthemen wie Klima- und Lärmschutz, Wasserqualität und Verkehr. »Beschlossene Programme zur Verbesserung und langfristige Visionen waren entscheidend&#8230;«, lässt es sich unter dem Titel Bewerbungsverfahren auf der eigenen <a traget="_blank" href="http://umwelthauptstadt.hamburg.de/auszeichnung/2454538/auswahlverfahren.html">Homepage</a> nachlesen.</p>
<p>Doch nachvollziehbar ist das Auswahlverfahren nicht – oder können Sie sich erklären, warum Hamburg in beiden Bewerbungsphasen jeweils auf Platz 1 gelandet ist (mit 161,4 Punkten!) aber lediglich zweite Umwelthauptstadt wurde, Stockholm jedoch mit nur 157,3 Punkten bereits 2010 als erste Stadt die Nummer 1 für sich beanspruchen konnte?</p>
<p>Von der Jury als sehr gut bewertet wurde, heißt es weiter auf der Homepage, dass der öffentliche Personennahverkehr in Hamburg im Europäischen Vergleich vorbildlich sei. Im Innerdeutschen hingegen schneidet er allerdings gar nicht gut ab, wie eine <a  traget="_blank"  href="http://www.strassenbahn-hamburg.de/aktuelle-meldungen/2010-11-12-studie-belegt-hamburg-ist-stadt-der-autofahrer">Studie</a> belegt. Lediglich 19% der Hamburger pendeln mit Bahn und Bus, in Berlin sind es 26%. Die Autofahrerquote liegt mit 43% so hoch wie nirgendwo sonst.</p>
<p>So wird die Jury wohl in die Zukunft geblickt und das ehrgeizige Projekt der grünen Umweltsenatorin Anja Hajduk gemeint haben – die Stadtbahn. Allerdings ist sie nicht mehr im Amt und Nochbürgermeister Ahlhaus hat das umstrittene Projekt gestoppt – zu laut die Proteste, zu hoch die Kosten. Lediglich eine Wahlkampfentscheidung, denn die gleiche Studie zeigt auf, dass europäische Metropolen nach der Umstellung von Buslinien auf Stadtbahnen deutlich mehr Zuspruch fanden.</p>
<p>So wird das Jahr als Umwelthauptstadt in Hamburg keine großen Errungenschafen oder bahnbrechende, ökologisch wertvolle Innovationen zu Tage bringen. Es wird wohl eher ein Jahr der vielen kleinen, offiziellen Wochenprojekte, wie <a  traget="_blank" href="http://umwelthauptstadt.hamburg.de/projekte/2709898/projekt-effenberger.html">›Bäcker und Klimaschützer‹</a> oder <a  traget="_blank"  href="http://umwelthauptstadt.hamburg.de/projekte/2709910/projekt-kita21.html">›Kita21 – Wie kommt der Apfelsaft in die Flasche?‹</a>. Aber wie sagte die amtierende Dreifach-Senatorin Herlind Gundelach kürzlich so schön: »Wir haben uns nicht als Ökoparadies beworben und wollen auch keins werden.« Bei soviel Hin und Her wird am Ende doch eher ein trübes Bild von Hamburg als ›European Green Capital‹ in Erinnerung bleiben.</p>
<p><a  traget="_blank"  href="http://www.reinhard-ostmann.de/">Reinhard &amp; Ostmann</a> hingegen mag das klare Bild, insbesondere von Unternehmen. Darum tun wir alles, damit Ihr Unternehmen ungetrübt in Erscheinung treten und sich als starke Marke profilieren kann.</p>
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		<title>» Alt, Katze, Senf – Unsere Städte auf der Expo Shanghai</title>
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		<pubDate>Wed, 12 May 2010 10:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Ostmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Dass die Chinesen mehr zum Klotzen als zum Kleckern neigen, haben sie bereits bei der Olympiade vor zwei Jahren bewiesen. Mit der Expo 2010, die am 1. Mai eröffnet wurde, präsentiert sich Shanghai als eine Metropole, die es mit den großen der Welt ganz locker aufnehmen kann – rein quadratmetermäßig schon. Wir erleben eine Weltausstellung der Superlativen, die es so noch nicht gegeben hat. In den kommenden sechs Monaten präsentieren sich auf über fünf Quadratkilometern – zum Vergleich: das ist  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/05/12/%c2%bb-alt-katze-senf-%e2%80%93-unsere-stadte-auf-der-expo-shanghai/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die Chinesen mehr zum Klotzen als zum Kleckern neigen, haben sie bereits bei der Olympiade vor zwei Jahren bewiesen. Mit der Expo 2010, die am 1. Mai eröffnet wurde, präsentiert sich Shanghai als eine Metropole, die es mit den großen der Welt ganz locker aufnehmen kann – rein quadratmetermäßig schon. Wir erleben eine Weltausstellung der Superlativen, die es so noch nicht gegeben hat. In den kommenden sechs Monaten präsentieren sich auf über fünf Quadratkilometern – zum Vergleich: das ist fünfmal so groß wie das Expo-Gelände in Hannover – mehr Teilnehmer als jemals zuvor, nämlich 250. Mit geschätzten 40 Milliarden Euro verschlang diese Weltausstellung auch mehr Gelder, als all ihre Vorgänger.<span id="more-465"></span></p>
<p>Offenbar vom Eifer Rekorde zu brechen angestachelt, hat die Bundesregierung in Shanghai bisher <a  target="_blank" href="http://www.expo2010-deutschland.de/">Deutschlands größten Auftritt bei einer Expo</a> finanziert. Der Pavillon, in den sich 45.000 Besucher gleichzeitig! hinein quetschen können, hat 50 Millionen Euro gekostet und präsentiert unter dem Namen ›Balancity‹ neben Windrädern, Küchenmessern und Fußballschuhen vor allem das Konzept ›Städte im Gleichgewicht‹ – unter anderem mit den Schwerpunkten Arbeit und Freizeit, Stadt und Natur, Innovation und Tradition.</p>
<p>Des weiteren präsentieren sich im zentralen Ausstellungsbereich des Expo-Geländes unter dem Titel ›Urban Best Practice‹ vier deutsche Städte. <a  target="_blank" href="http://www.expo2010.freiburg.de/servlet/PB/menu/1214370_l1/index.html">Freiburg</a> beispielsweise, das mit dem Stadtteil Vauban ein innovatives Stadtentwicklungskonzept umgesetzt hat.</p>
<p>Aber nicht nur die ökologischen und ökonomischen Aspekte dieser Stadt werden hier vorgestellt. Nein, Kuckucksuhren spielen bei der eigenen Präsentation eine tragende Rolle: Zu jeder vollen Stunden werden verschiedene Lieder von eben dem selben Vogel erklingen.</p>
<p>Der Stadtstaat Bremen setzt neben erneuerbaren Energien seine Musikanten ein und Düsseldorf präsentiert sich zum Anfassen mit echten Pflastersteinen und kulinarischen Highlights á la Alt und Backfisch mit Senf.</p>
<p>Als Partnerstadt Shanghais inszeniert Hamburg seinen Auftritt deutlich größer. Immerhin wurde die Hansestadt als einzige vom ›Selection Commitee‹ der Weltausstellung ausgewählt, mit ihrem eigenem Bauprojekt dabei zu sein. So hat die Stadt sechs Millionen in das <a  target="_blank" href="http://www.hamburg.de/hamburg-house-expo-2010-shanghai/">›Hamburg House‹</a>, dem ersten zertifizierten Passivhaus Chinas investiert, welches erst zehn Tage nach der offiziellen Eröffnung fertig gestellt wurde und nun sein Dasein mit stromfressenden Klimaanlagen fristet.</p>
<p>Warum genau diese vier Städte in Shanghai eine Plattform bekommen, lässt sich eher mutmaßen als belegen. Interessanter ist die Frage, was bedeutet die Teilnahme für Deutschland und für die jeweiligen Städte aus der Perspektive des  neusprachlichen Destination-Brandings? Es wird versucht, ein interessantes Bild, wofür eine Stadt steht, aufzubauen. Doch dieser Aufgabe sollte man sich auch hier, im eigenen Land stellen. Wenn Sie an Hamburg, Bremen oder Düsseldorf denken, welche Bilder entstehen vor Ihrem geistigen Auge? Okay, Hamburg hat es da sicher um einiges leichter – rein geografisch: Hafen, weite See, große Pötte, Fernweh, Deern oppe Kiez, Totenkopf, St. Pauli… Aber Düsseldorf? Steht dieser Tage wohl vor allem für Rüttgers&#8217; Rauswurf aus dem NRW-Landtag und ansonsten für Karneval und viel Bier – pardon – viel Altbier. Sicher, um positive Bilder bei potentiellen Besuchern zu erzeugen, bedarf es auf nationaler Ebene schon einiger Anstrengungen mehr. Da reichen vier übereinander stehende Bauernhoftiere, Pflastersteine und das bevorzugte dunkle Gebräu nicht wirklich. Aber der Marken- und Image-Aufbau einer Stadt sollte im eigenen Land beginnen. Nur so besteht die Aussicht auf einen ersehnten Tourismusaufschwung und einen führenden Platz im Ranking der <a  target="_blank" href="http://www.destination-brand.de/fileadmin/user_upload/PDF/Destination_Brand_09_Broschuere.pdf">›GfK Destination Brand Studie‹</a>. In 2009 tauchen dort nämlich weder Bremen, noch Düsseldorf, noch Freiburg auf!</p>
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