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	<title>brandview - Der Blog für Marken-Management in Wirtschaft, Kultur und Politik &#187; Corporate Branding</title>
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	<description>Der Blog für Marken-Management in Wirtschaft, Kultur und Politik</description>
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		<title>» Bier für den Nachwuchs</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 14:28:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Manch Politiker fabuliert schon von der Vollbeschäftigung und in vielen Regionen ist die Arbeitslosenquote tatsächlich auf einem historischen Tiefstand angekommen. So wird es für Unternehmen zusehends schwieriger Nachwuchs- und Fachkräfte für sich zu gewinnen und diese zu halten. Der demographische Wandel tut in den nächsten Jahren sein übriges.</p>
<p>Es liegt nahe, dass fortschrittliche Unternehmen das Personal-Marketing längst zur Chefsache erklärt haben. So gibt es regelmäßig Karrieretage mit Betriebsführungen, branchenspezifische Jobbörsen oder auch skurrile Versuche, wie die ›Hamburg-WG‹, um Bewerber für das Unternehmen,  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2011/10/06/bier-fur-den-nachwuchs/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manch Politiker fabuliert schon von der Vollbeschäftigung und in vielen Regionen ist die Arbeitslosenquote tatsächlich auf einem historischen Tiefstand angekommen. So wird es für Unternehmen zusehends schwieriger Nachwuchs- und Fachkräfte für sich zu gewinnen und diese zu halten. Der demographische Wandel tut in den nächsten Jahren sein übriges.</p>
<p>Es liegt nahe, dass fortschrittliche Unternehmen das Personal-Marketing längst zur Chefsache erklärt haben.<span id="more-591"></span> So gibt es regelmäßig Karrieretage mit Betriebsführungen, branchenspezifische Jobbörsen oder auch skurrile Versuche, wie die ›<a href="http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1991244/Stadt-zahlt-280-000-Euro-fuer-Marketing-WG-auf-dem-Kiez.html" target="_blank">Hamburg-WG</a>‹, um Bewerber für das Unternehmen, die Branche oder die Region zu begeistern. Letztere Aktion von ›Hamburg Marketing‹ in Kooperation mit Otto und der Spardabank musste leider aufgrund öffentlichen Drucks gestoppt werden. Ich persönlich finde es aus Sicht des Marketings schade, da es weitere mutige Aktionen im Recruiting erschwert. Und Hamburg muss sich sehr wohl nicht nur für High Potentials gegenüber anderen deutschen und europäischen Metropolen stärker profilieren.</p>
<p>Aber nicht nur offline, sondern auch online wird um Bewerber gebuhlt. Der Axel Springer-Vorstand sucht gerade im Web den ›<a href="http://blog.media-entrepreneurs.de/2011/09/uber-media-entrepreneurs/" target="_blank">Executive Managing Director for Kick-Ass 3D-Multi-Channel-Hammer-Innovations</a>‹ und Otto lässt seine Bewerber statt im Assessment-Center im Headquarters-Run gegeneinander antreten – so vermutet man zumindest beim Karrierevideo ›<a href="http://www.youtube.com/watch?v=s4SOcTJcPyU" target="_blank">Run 4 it</a>‹. Selbst das schöne Sauerland traut sich mit ›<a href="http://www.youtube.com/user/homebasesauerland" target="_blank">Homebase Sauerland</a>‹ im Destination Branding gegen unsere Hauptstadt anzutreten.</p>
<p>Doch wie schaut es im Social Media aus? Immerhin die Hälfte aller Deutschen sollen bereits bei Facebook sein. Hier sind Karriereportale jedoch noch rar, von den Big Playern wie der <a href="http://www.facebook.com/TelekomKarriere" target="_blank">Telekom</a> oder auch <a href="http://www.facebook.com/ottogroupkarriere" target="_blank">Otto</a> mal abgesehen. Dabei haben Bewerber viele Fragen und freuen sich über jede Hilfestellung und hier bietet sich ein dialogorientiertes Personalmarketing ideal an. Der aktuell erstaunlichste Case im Social Media ist das progressive E-Recruiting der <a href="http://www.facebook.com/bundeswehr.karriere" target="_blank">Bundeswehr</a> auf Facebook.</p>
<p>Wenn der neue Mitarbeiter erst einmal gefunden wurde, gilt es ihn zu halten und zu motivieren. Was sich hier Personaler einfallen lassen, treibt bisweilen bizarre Blüten. Dass man als Lufthansa-Mitarbeiter besonders günstig fliegen und als Bahn-Angestellter umsonst Bahn fahren kann ist allseits bekannt. Dass man bei Holsten im Jahr 48 Kisten Bier mit nach Hause nehmen kann, sieht sicher nicht jeder gern. Aber das schönste Goodie gibt es mit Sicherheit bei Airbus – hier erhalten Mitarbeiter, ähnlich wie Großkunden, <a href="http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article2045594/Freibier-Benzin-und-Reisen-fuer-Mitarbeiter.html " target="_blank">Rabatte beim Flugzeugkauf</a>. Geschätzte 20% auf den A380 könnten sich lohnen, sofern man die rund restlichen 280 Mio $ übrig und schon einen Abnehmer für einen Airbus mit Tageszulassung gefunden hat.</p>
<p>Für Mittelständler und B2B-Unternehmen wird es sicherlich schwerer, ausreichend qualifizierte Nachwuchskräfte zu gewinnen, da Ihnen oft die Markenbekanntheit fehlt und ein Rabatt auf Flurförderfahrzeuge oder Schaltschränke auch nicht für jeden attraktiv ist. Somit sollte man überlegen, ob nicht das Engagement in Social Media ein geeigneter Baustein im Personalmarketing ist und ein sinnvoller Einstieg in die Welt des Web 2.0 überhaupt.</p>
<p>Reinhard &amp; Ostmann bietet seinen Mitarbeitern kein Bier und keine Flugzeugrabatte, aber Ihnen <a href="http://www.reinhard-ostmann.de/download/RO_E-Recruiting.pdf" target="_blank">drei Module für den preiswerten Einstieg in das Personalmarketing der Zukunft</a>.</p>
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		<title>» Werbung &#8211; die Macht sei mit Dir!</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 19:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>»Werbung dient sowohl der gezielten und bewussten als auch der indirekten und unbewussten Beeinflussung des Menschen zu meist kommerziellen Zwecken«, heißt es auf Wikipedia. Außerdem bescheinigt der Autor gleichen Artikels dem Unternehmen Dr. Oetker »mit Einführung des Backpulvers die Geburtsstunde des europäischen Marketings«.</p>
<p>Mittlerweile muss das Triebmittel nicht mehr beworben werden, jetzt geht es um Pizza, Pudding und Kuchen. So professionell die Spots und Printkampagnen auch umgesetzt werden, besonders kreativ und unterhaltsam kommen sie nicht daher  &#8211;  kein Wunder  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2011/08/01/werbung-die-macht-sei-mit-dir/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Werbung dient sowohl der gezielten und bewussten als auch der indirekten und unbewussten Beeinflussung des Menschen zu meist kommerziellen Zwecken«, heißt es auf Wikipedia. Außerdem bescheinigt der Autor gleichen Artikels dem Unternehmen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=072LrlGvSq8" target="_blank">Dr. Oetker</a> »mit Einführung des Backpulvers die Geburtsstunde des europäischen Marketings«.</p>
<p>Mittlerweile muss das Triebmittel nicht mehr beworben werden, jetzt geht es um Pizza, Pudding und Kuchen. So professionell die Spots und Printkampagnen auch umgesetzt werden, besonders kreativ und unterhaltsam kommen sie nicht daher  &#8211;  kein Wunder also, dass Dr. Oetker auch in diesem Jahr bei der Preisverleihung der deutschen Art Directors Club-Nägel leer ausgegangen ist. Der Baumarkt Hornbach hingegen konnte <span id="more-585"></span>mit zwei <a href="http://www.myvideo.de/watch/159926/hornbach_spot" target="_blank">Spots</a> zwei Nägel für sich entscheiden, einen in Gold und einen in Silber.</p>
<p>Kreativität und Mut wurden belohnt. Denn wie hat es kürzlich Norbert Dube von TNS Infratest beschrieben: »Unterläuft man die Erwartungshaltung des Publikums, hat man den &#8216;Aha-Effekt&#8217; auf seiner Seite.« Der Account Director Brand &amp; Communication bei dem renommierten Markt- und Meinungsforschungsinstitut muss es ja wissen – denn ihm liegen nach eigenen Angaben Daten über die Effizienz von mehr als 500 Werbekampagnen vor. Er bläst damit in dasselbe Horn wie ADC-Sprecher Jochen Rädecker. »<a href="http://media.adc.de/gewinner/terminalviewer/" target="_blank">Ein richtig guter Jahrgang</a>« sei es diesmal gewesen, sagt er. »Die Arbeiten sind mutiger, spannender, risikobereiter, unterhaltsamer und stärker.« Letzteres trifft meiner Meinung nach vor allem auf die Idee der Kreativen von BMW zu. Ausgezeichnet mit dem Bronze Nagel für Typographie wurde zurecht die <a href="http://adsoftheworld.com/media/ambient/bmw_m3_coupe_the_light_wall_reflection" target="_blank">BMW Lightwall REFLEXION</a>.</p>
<p>Natürlich wurde auch beim ADC – wie schon beim red dot Designpreis &#8211;  auch auf Nachhaltigkeit wert gelegt. In Zeiten von Fukushima, dem bevorstehenden Ende der Deutschen Atomkraftwerke und dem entschlossenen Willen des Bundesverkehrsministers, Deutschland soll Weltmarktführer bei den Elektroautos werden, musste eine ›grüne‹ Idee ausgezeichnet werden. So erhielt Jung von Matt  nicht nur einen Goldenen Nagel, sondern auch den Grand Prix für ihre Arbeit für den WWF, nämlich die Entwicklung eines Datei-Formats, dass nicht ausgedruckt werden kann. Innovativ, oder?</p>
<p>Mein persönlicher Favorit ist ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=QtEHA6PLp4Y" target="_blank">amüsanter Spot</a> für die Marke VW – sehen Sie ihn einfach hier an.</p>
<p>Apropos Marke: Wir machen keine Spots – aber <a href="http://www.reinhard-ostmann.de" target="_blank">alles andere </a>für Ihren Markenaufbau und die Markenpflege.</p>
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		<title>» Billich willich – richtig sparen mit Verdruss!</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 19:23:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Ostmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>»Groupon heißt der neue Star im Internet« schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Mit einer großen Auszeichnung, dem so genannten ›e-Star 2011-Award‹ durfte kürzlich der Groupon-Geschäftsführer Deutschland, Dr. Daniel P. Glasner, nach Hause gehen. Er wurde mit dem Preis im Rahmen des Online-Handelskongresses in Wiesbaden zum ›Entrepreneur 2011‹ gewählt.</p>
<p>Als Geschäftsführer des deutschen Ablegers von Groupon – der generische Name setzt sich aus ›Gruppe‹ und ›Coupon‹ zusammen – lenkt er die Geschicke des weltweit agierenden und laut Forbes-Magazin »dem am raschesten wachsenden  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2011/08/01/billich-willich-%e2%80%93-richtig-sparen-mit-verdruss/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Groupon heißt der neue Star im Internet« schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Mit einer großen Auszeichnung, dem so genannten ›e-Star 2011-Award‹ durfte kürzlich der Groupon-Geschäftsführer Deutschland, Dr. Daniel P. Glasner, nach Hause gehen. Er wurde mit dem Preis im Rahmen des Online-Handelskongresses in Wiesbaden zum <a href="http://www.presseportal.de/pm/83457/2024847/groupon_gmbh"><span style="text-decoration: underline;">›Entrepreneur 2011‹</span></a> gewählt.</p>
<p>Als Geschäftsführer des deutschen Ablegers von Groupon – der generische Name setzt sich aus ›Gruppe‹ und ›Coupon‹ zusammen – lenkt er die Geschicke des weltweit agierenden und laut Forbes-Magazin »dem am raschesten wachsenden Web-2.0-Unternehmens« seit gut eineinhalb Jahren. 2008 im amerikanischen Chicago gegründet, beschäftigt der Konzern mittlerweile mehr als 5000 Mitarbeiter und macht <span id="more-583"></span>mit mehr als 25 Millionen Usern <a href="http://wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3924&amp;Alias=wzo&amp;cob=555158"><span style="text-decoration: underline;">600 Millionen US$ Umsatz</span></a><span style="text-decoration: underline;">.</span></p>
<p>Für die Geschäfte, die mit den günstigen Angeboten locken, entstehen erstmal keine Kosten, Groupon verlangt keine weiteren Gebühren, nur eine Provision, und das sind in der Regel immerhin 50%. Scheint erstmal ganz okay zu sein im Vergleich zu herkömmlichen Werbemaßnahmen, denn die Kunden kommen in Scharen. Doch wie der Ansturm aufs Schnäppchen tatsächlich umgesetzt wird, bleibt mir mancherorts schleierhaft. Wie bewältigt und finanziert beispielsweise das ›Café Sommerterrassen‹ in den nächsten Monaten 2.130 Kanufahrten inklusive einer Flasche Prosecco zu je 9 € anstatt 35,50 € – abzüglich der Groupon-Provision?</p>
<p>Auf Nachfragen beim Servicepersonal in der Gastronomie stießen wir auf völliges Unverständnis für solche Aktionen: Stammgäste würden vergrault, neue nicht nachweislich gewonnen. Im Aktionszeitraum alle Groupies unterzubringen sei nahezu unmöglich und – Zitat – »wenn die Heuschrecken kommen« sei das Buffet schneller leer als sonst und gezahlt wird häufig nur mit Gutschein und ohne das für den Service überlebenswichtige Trinkgeld.</p>
<p>Sicherlich ist es für einige Branchen und Unternehmen eine überaus interessante und lohnenswerte Möglichkeit das Geschäft anzukurbeln oder auszulasten und sich für jeweils einen Tag in der ganzen Stadt, zumindest bei den Sparfüchsen, ins Bewusstsein zu drängen. Aber was hilft das dem Unternehmen und somit der Marke auf Dauer? Wir glauben, dass es intern bei vielen Mitarbeitern zu Frustration führen kann und bei Kunden und Interessenten schnell der Eindruck entsteht, was nichts kostet, ist auch nichts wert.</p>
<p>Gewiss könnten wir, ›Reinhard &amp; Ostmann‹, unser Agenturgeschäft noch besser auslasten – der Tag hat ja bekanntermaßen 24 Stunden. Groupon-Deals wird es aber bis auf weiteres nicht geben, jedoch 50% Rabatt auf unsere <a href="http://www.reinhard-ostmann.de/#kompetenz_01" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">CI-Workshops</span></a> für Ihr Brand Positioning bis Ende Juni für alle treuen brandview Leser <img src='http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>» Über den grünen Klee gelobt</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 15:34:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Ostmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>»Ein grünes und nachhaltiges Europa sei essentiell für die Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität der Bürger«, begründete 2006 der ehemalige Bürgermeister Tallins seine Initiative für die Verleihung des Umwelttitels. Vielleicht wollte er den Tourismus ankurbeln, vielleicht stand er unter dem Schock-Einfluß anlässlich des 20. Jahrestages des Tschernobyl-Unfalls, vielleicht ist er aber einfach nur ein Idealist. Jetzt, da Tallin, übrigens die Hauptstadt Estlands, Kulturhauptstadt 2011 ist, ist der Bürgermeister jedenfalls ein anderer – das aber nur am Rande und zurück nach  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2011/01/27/%c2%bb-uber-den-grunen-klee-gelobt/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Ein grünes und nachhaltiges Europa sei essentiell für die Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität der Bürger«, begründete 2006 der ehemalige Bürgermeister Tallins seine Initiative für die Verleihung des Umwelttitels. Vielleicht wollte er den Tourismus ankurbeln, vielleicht stand er unter dem Schock-Einfluß anlässlich des 20. Jahrestages des Tschernobyl-Unfalls, vielleicht ist er aber einfach nur ein Idealist. Jetzt, da Tallin, übrigens die Hauptstadt Estlands, Kulturhauptstadt 2011 ist, ist der Bürgermeister jedenfalls ein anderer – das aber nur am Rande und zurück nach Hamburg. Denn unsere schöne Stadt an der Elbe trägt in diesem Jahr, als zweite Stadt überhaupt, den Titel ›Umwelthauptstadt Europas‹.<span id="more-568"></span></p>
<p>Gleich 34 Städte aus 17 europäischen Ländern haben sich dem Wettbewerb um den neuen Titel für ihr Destination Branding gestellt und zwei Bewerbungsphasen über sich ergehen lassen. Dabei ging es nicht nur um Umweltthemen wie Klima- und Lärmschutz, Wasserqualität und Verkehr. »Beschlossene Programme zur Verbesserung und langfristige Visionen waren entscheidend&#8230;«, lässt es sich unter dem Titel Bewerbungsverfahren auf der eigenen <a traget="_blank" href="http://umwelthauptstadt.hamburg.de/auszeichnung/2454538/auswahlverfahren.html">Homepage</a> nachlesen.</p>
<p>Doch nachvollziehbar ist das Auswahlverfahren nicht – oder können Sie sich erklären, warum Hamburg in beiden Bewerbungsphasen jeweils auf Platz 1 gelandet ist (mit 161,4 Punkten!) aber lediglich zweite Umwelthauptstadt wurde, Stockholm jedoch mit nur 157,3 Punkten bereits 2010 als erste Stadt die Nummer 1 für sich beanspruchen konnte?</p>
<p>Von der Jury als sehr gut bewertet wurde, heißt es weiter auf der Homepage, dass der öffentliche Personennahverkehr in Hamburg im Europäischen Vergleich vorbildlich sei. Im Innerdeutschen hingegen schneidet er allerdings gar nicht gut ab, wie eine <a  traget="_blank"  href="http://www.strassenbahn-hamburg.de/aktuelle-meldungen/2010-11-12-studie-belegt-hamburg-ist-stadt-der-autofahrer">Studie</a> belegt. Lediglich 19% der Hamburger pendeln mit Bahn und Bus, in Berlin sind es 26%. Die Autofahrerquote liegt mit 43% so hoch wie nirgendwo sonst.</p>
<p>So wird die Jury wohl in die Zukunft geblickt und das ehrgeizige Projekt der grünen Umweltsenatorin Anja Hajduk gemeint haben – die Stadtbahn. Allerdings ist sie nicht mehr im Amt und Nochbürgermeister Ahlhaus hat das umstrittene Projekt gestoppt – zu laut die Proteste, zu hoch die Kosten. Lediglich eine Wahlkampfentscheidung, denn die gleiche Studie zeigt auf, dass europäische Metropolen nach der Umstellung von Buslinien auf Stadtbahnen deutlich mehr Zuspruch fanden.</p>
<p>So wird das Jahr als Umwelthauptstadt in Hamburg keine großen Errungenschafen oder bahnbrechende, ökologisch wertvolle Innovationen zu Tage bringen. Es wird wohl eher ein Jahr der vielen kleinen, offiziellen Wochenprojekte, wie <a  traget="_blank" href="http://umwelthauptstadt.hamburg.de/projekte/2709898/projekt-effenberger.html">›Bäcker und Klimaschützer‹</a> oder <a  traget="_blank"  href="http://umwelthauptstadt.hamburg.de/projekte/2709910/projekt-kita21.html">›Kita21 – Wie kommt der Apfelsaft in die Flasche?‹</a>. Aber wie sagte die amtierende Dreifach-Senatorin Herlind Gundelach kürzlich so schön: »Wir haben uns nicht als Ökoparadies beworben und wollen auch keins werden.« Bei soviel Hin und Her wird am Ende doch eher ein trübes Bild von Hamburg als ›European Green Capital‹ in Erinnerung bleiben.</p>
<p><a  traget="_blank"  href="http://www.reinhard-ostmann.de/">Reinhard &amp; Ostmann</a> hingegen mag das klare Bild, insbesondere von Unternehmen. Darum tun wir alles, damit Ihr Unternehmen ungetrübt in Erscheinung treten und sich als starke Marke profilieren kann.</p>
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		<title>» Für Sie den Tilsiter, lieber Herr Müller?</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Dec 2010 13:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Möchten Sie von jedem x-beliebigen Hinz und Kunz ›identifiziert‹ und mit Namen angesprochen werden? Sicher mag es dem ein oder anderen im ersten Moment schmeicheln, wenn ihn die Verkäuferin an der Käsetheke mit Namen anspricht und einen mundgerechten Würfel seiner Lieblingssorte bereits unter die Nase hält, aber spätestens beim genüsslichen Daraufherumkauen kommt Verwunderung, gar Panik auf – woher kennt die mich?</p>
<p>Zwar wäre das heute schon dank Gesichtserkennungssoftware und vielen, kleinen Kameras möglich, doch wird es wirklich Teil unseres Alltags?</p>
<p>Glaubten wir  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/12/09/%c2%bb-fur-sie-den-tilsiter/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Möchten Sie von jedem x-beliebigen Hinz und Kunz ›identifiziert‹ und mit Namen angesprochen werden? Sicher mag es dem ein oder anderen im ersten Moment schmeicheln, wenn ihn die Verkäuferin an der Käsetheke mit Namen anspricht und einen mundgerechten Würfel seiner Lieblingssorte bereits unter die Nase hält, aber spätestens beim genüsslichen Daraufherumkauen kommt Verwunderung, gar Panik auf – woher kennt die mich?<span id="more-563"></span></p>
<p>Zwar wäre das heute schon dank Gesichtserkennungssoftware und vielen, kleinen Kameras möglich, doch wird es wirklich Teil unseres Alltags?</p>
<p>Glaubten wir gerade noch, dass die Gesichtserkennung vor allem ein Hilfsmittel für die Sicherheitsbehören zur Terrorabwehr ist, müssen wir nun zur Kenntnis nehmen, dass die Entwickler, die die Technologie vorantreiben, unseren Alltag im Visier haben. Denn in Zukunft ›erkennen‹ uns nicht nur Netzwerke wie facebook und twitter und machen somit Passwörter überflüssig, nein, im Einzelhandel liest man uns unsere Einkäufe vom Gesicht ab, an der Kino- und Museumskasse werden die Eintrittskarten aus Papier durch ein Lächeln ersetzt und Autofahrer werden bei trägem Augenaufschlag vom sich anbahnenden Sekundenschlaf abgehalten.</p>
<p>Das Thema Gesichtserkennung ist für viele Firmen interessant und ist ihnen einiges wert. Google-Boss Eric Schmidt verkündete zwar in einem Interview »eine Suchmaschine für Gesichtserkennung können wir herstellen, wollen wir aber nicht anbieten«, aber mit <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Hhgfz0zPmH4" target="_blank">Google Goggles</a>, dem neusten Tool des Suchmaschinenriesen, können auch Gesichter fotografiert und ›abgeglichen‹ werden. Hoffentlich bleibt Mr. Schmidt bei seinem Unternehmensmotto ›Don’t be evil‹ und sorgt dafür, dass es bei der bisher hohen Fehlerquote bei der ›Auswertung‹ eines Gesichts bleibt. Denn eigentlich ist der Dienst für abfotografierte Sehenswürdigkeiten oder Gegenstände gedacht und soll darüber schnell viele Informationen liefern &#8211; und das klappt erstaunlich gut.</p>
<p>Apples Bedenken in Punkto Datenschutz sind da geringer &#8211; 29 Millionen hat das Unternehmen für den schwedischen Identifikationsspezialisten <a href="http://www.macnotes.de/2009/04/22/gesichtserkennung-fur-flickr-polar-rose-identifiziert-personen-und-taggt-sie/" target="_blank">Polar Rose</a> bezahlt. Die haben wohl noch einiges vor…</p>
<p>Weit vorne, was die Entwicklung der Technologie betrifft, ist ausgerechnet ein deutsches Unternehmen, <a href="http://www.cognitec-systems.de/News-Details.61+M50c20f7c341.0.html?&#038;L=0" target="blank">Cognitec</a>, mit Sitz in Dresden. Ihnen ist es nämlich gelungen, dass Personen, die von unten, oben oder seitlich fotografiert wurden erkannt werden. Tests mit Fotos des FBI schnitten erstaunlich gut ab. Außerdem ist es den Sachsen gelungen, zu differenzieren, ob es sich um ein europäisches, asiatisches oder afrikanisches Gesicht handelt, klar dass es ein leichtes ist zwischen Mann und Frau zu unterscheiden. Dieser Durchbruch, gepaart mit der Spielwiese facebook eröffnet neue Perspektiven. Denn wo, außer auf facebook, findet man eine Foto-Datenbank inklusiver zugehöriger Namen dieser Größenordnung? Derzeit sind mehr als 30 Milliarden Fotos hochgeladen.</p>
<p>Wenn diese Möglichkeiten in der Werbung ausgeschöpft würden, könnte maßgeschneiderte Reklame geliefert werden. Geht also beispielsweise eine Frau, Mitte 40 an einer entsprechenden Litfasssäule vorbei, wird sie mit Namen begrüßt und sie sieht eine Werbung für eine neue Antifaltencreme. Oder liest ein Herr Anfang 60 auf dem neuen iPad 2 (mit eingebauter Kamera) die Online-Ausgabe des Sterns, werden ihm vielleicht eher Anzeigen für Sportwagen und Fernreisen eingeblendet als für Shampoo oder gar Windeln.</p>
<p>Doch zum Glück ist das noch ein Zukunftsszenario, das auch der deutsche Innenminister bis auf weiteres verhindern möchte. Denn gerade präsentierte er einen Gesetzentwurf, der genau diese ›Verknüpfung von personenbezogenen Daten für gezielte Werbung‹ verbieten soll. Und wem das nicht reicht, der trage am besten eine große Sonnenbrille, denn die macht ungewollte Identifikation unmöglich &#8211; noch.</p>
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		<title>» ISO 10668: Wie viel ist Ihre Marke wert?</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 13:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Ostmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Der Markenwert ist für viele Unternehmen zu einer der wichtigsten bilanzrelevanten Kennziffern geworden. Aber, wie wird eigentlich der Wert einer Marke ermittelt? Ich werfe regelmäßig einen Blick auf das Ranking der ›Best Global Brands‹ – übrigens auch in 2010 angeführt von Coca Cola – doch welche Kriterien genau die ›Top 100‹ bestimmen, und wie das Sinken und Steigen der angenommenen Werte entsteht, bleibt im Verborgenen.</p>
<p>Egal, denn in Zukunft wird die weltweite Norm 10668 definieren, welchen Wert eine Marke hat. Ein  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/11/11/%c2%bb-iso-10668-wie-viel-ist-ihre-marke-wert/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Markenwert ist für viele Unternehmen zu einer der wichtigsten bilanzrelevanten Kennziffern geworden. Aber, wie wird eigentlich der Wert einer Marke ermittelt? Ich werfe regelmäßig einen Blick auf das Ranking der <a href="http://www.interbrand.com/de/best-global-brands/best-global-brands-2008/best-global-brands-2010.aspx">›Best Global Brands‹</a> – übrigens auch in 2010 angeführt von Coca Cola – doch welche Kriterien genau die ›Top 100‹ bestimmen, und wie das Sinken und Steigen der angenommenen Werte entsteht, bleibt im Verborgenen.<span id="more-557"></span></p>
<p>Egal, denn in Zukunft wird die weltweite Norm 10668 definieren, welchen Wert eine Marke hat. Ein internationales Gremium aus Wirtschaftsprüfern, Juristen, Marktforschern und Steuerberatern hat für die ›International Organization for Standardization‹ mit Sitz in Genf, Standards festgelegt, die den monetären Wert einer Marke ermitteln. Endlich, das meinen viele, denn Experten fordern schon lange Kriterien zur Vereinheitlichung, damit die Bewertungen nachvollziehbar und möglichst realistisch ausfallen. Vorangetrieben wurde hierfür die Entwicklung der ISO-Norm vom Markenverband, der bereits 2004 eine entsprechende DIN-Norm anstrebte. Auslöser war nicht zuletzt das Ergebnis einer Studie, bei dem ein fiktives Unternehmen von neun unterschiedlichen Markenbewertungsunternehmen eingeschätzt werden sollte und die Ergebnisse zwischen 173 und 985 (!) Millionen Euro schwankten.</p>
<p>Doch ob die neuen weltweiten Standards zu eindeutigen Ergebnissen kommen werden, bleibt zu bezweifeln. <a href="http://www.nadl.din.de/projekte/DIN+ISO+10668/de/126346357.html">ISO 10668</a> erlaubt drei verschiedene Verfahren zur Ermittlung des Markenwertes: den kapitalwertorientierten Ansatz, den marktpreisorientierten Ansatz und den kostenorientierten Ansatz. Allerdings empfiehlt die Genfer Organisation die ›kapitalwertbasierte Mehrgewinnmethode‹, die den Wert der Marke auf Basis der im Markt erzielbaren Preis- und Mengenprämien ermittelt – ganz einfach gesagt, ein Vergleich der Preise zwischen Unternehmen A und Wettbewerber B und der sich ergebenden Differenzen.</p>
<p>Markenstatus, Markenstärke und Nachfrage gelten ebenfalls als wichtige Aspekte, wie diese allerdings ermittelt werden, bleibt jedem selbst überlassen. Und dann wäre da noch die rechtliche Betrachtungsweise, also die Unterscheidungskraft und die Reichweite der Eintragung einer Marke.</p>
<p>Sie merken schon, es bleibt ein wenig nebulös. Darum sollte man sich als erstes die entscheidende Frage stellen: Weshalb brauche ich die Markenbewertung? Gute Gründe sind: Ich will eine Marke abstoßen oder dazukaufen, eine ganz neue Markenstrategie entwickeln oder ich brauche ein Kreditsümmchen im achtstelligen Bereich – vielleicht der beste Grund.</p>
<p>Aktuelle Ansätze für die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Markenwert">Markenbewertung</a> geben auch BBDO, GfK und Brand Rating.</p>
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		<title>» Pito loki supa – Sprache 2.0</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Oct 2010 13:34:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>&#34;Ein spannendes Experiment&#34; nennt es Christoph Bartneck, Professor f&#252;r Industriedesign an der Technischen Uni Eindhoven, wenn im n&#228;chsten Jahr 20 Kinder der Internationalen Schule ROILA erlernen, um ihre Lego-Roboter damit zu steuern. Neigen die Holl&#228;nder neuerdings zum tiefstapeln? Professor Bartneck ist immerhin Erfinder der neuen Kunstsprache, die eine reibungslose und verz&#246;gerungsfreie Kommunikation mit Androiden, den k&#252;nftigen Helfern des Alltags m&#246;glich machen wird. Denn es ist doch geradzu revolution&#228;r in Zukunft seinem Hausroboter (seinem Altenpfleger?) nicht nur einfache Befehle zu erteilen,  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/10/15/%c2%bb-pito-loki-supa-%e2%80%93-sprache-2-0/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;Ein spannendes Experiment&quot; nennt es Christoph Bartneck, Professor f&uuml;r Industriedesign an der Technischen Uni Eindhoven, wenn im n&auml;chsten Jahr 20 Kinder der Internationalen Schule <a href="http://roila.org">ROILA</a> erlernen, um ihre Lego-Roboter damit zu steuern. Neigen die Holl&auml;nder neuerdings zum tiefstapeln? Professor Bartneck ist immerhin Erfinder der neuen Kunstsprache, die eine reibungslose und verz&ouml;gerungsfreie Kommunikation mit Androiden, den k&uuml;nftigen Helfern des Alltags m&ouml;glich machen wird. Denn es ist doch geradzu revolution&auml;r in Zukunft seinem Hausroboter (seinem Altenpfleger?) nicht nur einfache Befehle zu erteilen, sondern sich mit ihm zu verst&auml;ndigen, zu unterhalten, ihn am eigenen Leben teilhaben zu lassen. <span id="more-512"></span>Oder warum ist der meist zitierte Satz der Kunstsprache <em>Pito loki wikute</em>, was so viel wie &quot;ich m&ouml;gen Frucht&quot; bedeutet? Ob der Androide dann <em>pito bimuw</em>, &quot;ich nicht!&quot; antwortet &#8211; denn welcher Roboter mag schon Fr&uuml;chte &#8211; geht aus den rar ges&auml;ten Interviews nicht hervor. Nur soviel: Robot Interaction Language, kurz ROILA, ist eine eindeutige, einfache Sprache, die logisch und akustisch leicht zu verstehen ist und ohne komplizierte Grammatik auskommt; kein Plural, keine F&auml;lle, keine Artikel, erkl&auml;rt <a href="http://www.geo.de/GEO/mensch/65474.html " target="_blank" >Professor Bartneck im Gespr&auml;ch mit GEO</a>. </p>
<p>Ob wir diese neue Kunstsprache wirklich brauchen ist fraglich, aber ich war ja auch in meiner Diplomarbeit 1996 noch am Zweifeln, ob das Internet wirklich den Alltag unterst&uuml;tzen k&ouml;nnte. Die Spracheingabe bei der Google-App auf dem iPhone funktioniert auch jetzt schon ohne ROILA hervorragend: ob ich nun Otto Versand, Jungheinrich oder gar PriceWaterhouseCoopers ins Telefon nuschele &ndash; ich werde immer richtig verstanden. Einzig bei der Suche nach dem Hundeschmaus &rsaquo;Chappi&lsaquo; werden mir kleine Krokodile gezeigt und statt &rsaquo;Freixenet&lsaquo; werden mir Webseiten f&uuml;r Fischernetze empfohlen. Problematisch k&ouml;nnte es nur werden, wenn ich zur Feier anl&auml;sslich meines Renteneintritts 2039, ohne ROILA erlernt zu haben, dem Hausroboter befehle, Schokolade und Eis zu besorgen und er mir dann Duplo-Legosteine, Bounty-K&uuml;chent&uuml;cher und Langnese-Honig mitbringt, weil die Markennamen mehrfach belegt sind.</p>
<p>Sollte sich ROILA in Zukunft durchsetzten, denken Sie beim Erstellen Ihrer k&uuml;nftigen Markennamen und Claims unbedingt daran, wie diese wohl in ROILA hei&szlig;en und was sie konnotieren. &rsaquo;Pito loki supa&lsaquo; klingt zumindest artverwandt wie &rsaquo;Ich liebe es&lsaquo;. &rsaquo;Babot kiwola&lsaquo; hingegen wird meines Erachtens der vermeintlichen Freude am Fahren eines BMW weniger gerecht und in einen Flieger, den mir ein Roboter mit den Worten &rsaquo;Fopaf buse nawe kefoji&lsaquo; anpreist, steige ich nur mit Unbehagen ein.</p>
<p>Ich bleibe dran und w&uuml;nsche den Holl&auml;ndern erst einmal viel Erfolg mit ihrem sehr interessanten und vision&auml;ren Experiment. M&ouml;gen sich Kind und Maschine bestens verstehen. Falls Sie sich schon fit f&uuml;r die Zukunft machen wollen, finden Sie <a href="http://roila.org/language-guide/vocabulary/" target="_blank" >hier alle aktuellen Vokabeln</a>.</p>
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		<title>» Besser schlecht geklaut als gut selbstgemacht</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 13:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Ostmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Das dachten wahrscheinlich die Experten von der Werbeagentur Jung von Matt bei der Entwicklung des neuen 80.000 EUR teuren Logos für die Südhessische Energie AG (HSE). Wenn man in der Jägersprache von einer Dublette spricht, meint man, mit einem doppelläufigem Gewehr zwei Tiere unmittelbar hintereinander erlegt zu haben &#8211; ein gar erfreuliches Ereignis, wenn man Jäger ist. Wenn man allerdings Werber ist und seinem Kunden eine Dublette verkauft, dann ist das alles andere als erfreulich. Es ist zuweilen überaus geschäftsschädigend,  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/09/09/%c2%bb-besser-schlecht-geklaut-als-gut-selbstgemacht/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das dachten wahrscheinlich die Experten von der Werbeagentur Jung von Matt bei der Entwicklung des neuen 80.000 EUR teuren Logos für die <a href="http://www.hse.ag/neu/index.php" target="_blank">Südhessische Energie AG (HSE)</a>. Wenn man in der Jägersprache von einer Dublette spricht, meint man, mit einem doppelläufigem Gewehr zwei Tiere unmittelbar hintereinander erlegt zu haben &#8211; ein gar erfreuliches Ereignis, wenn man Jäger ist. <span id="more-507"></span>Wenn man allerdings Werber ist und seinem Kunden eine Dublette verkauft, dann ist das alles andere als erfreulich. Es ist zuweilen überaus geschäftsschädigend, zumindest hinterlässt es einen Imageschaden, der weit größer und nachhältiger ist, als die Häme und der Spott direkt nach der Aufdeckung des peinlichen Fauxpas. So durchlebt dieser Tage die renommierte Werbeagentur Jung von Matt (JvM), die Kunden wie Sixt oder Bosch (noch) die ihren nennt, einen Spießroutenlauf. Hat sie doch dem Darmstädter Energieunternehmen HSE ein neues Logo verpasst, das nicht erst auf dem zweiten Blick eine ganz <a href="http://www.t-online-business.de/werbung-jung-von-matt-blamiert-sich-mit-logo-dublette/id_42668086/index" target="_blank">erstaunliche Ähnlichkeit mit dem Erscheinungsbild der Henningsdorfer Stahl Engineering GmbH</a> aufweist.</p>
<p>Der Energieversorger nimmt&#8217;s recht gelassen, hält an dem Entwurf fest, hat ihn &#8211; ihm Gegensatz zur Stahlfirma &#8211; flugs schützen lassen, lediglich die Zusammenarbeit mit JvM wurde als beendet erklärt. Ob nicht nur für die Werber ein Imageschaden durch den gar peinlichen Vorfall entsteht, sondern auch über den Energieversorger getuschelt wird, »guck mal, das sind doch die mit dem geklonten Logo«, wird sich zeigen. Finanzielle Auswirkungen hat es jedenfalls für beide &#8211; die einen verlieren einen großen Kunden und müssen mindestens auf die Hälfte des geplanten Budgets verzichten und die anderen haben einen neuen geklauten Unternehmensauftritt zum halben Preis.</p>
<p>Sollten sie überhaupt etwas bezahlen? Denn bei dem Auftrag von HSE scheint auch wirklich alles für JvM schief gegangen zu sein. Denn jetzt kam heraus, dass auch der Slogan ›Das Ganze sehen‹ schon genutzt wird. Nämlich vom Saarbrücker Facility Management Unternehmen <a href="http://www.famis-gmbh.de" target="_blank">FAMIS</a> und das seit über zehn Jahren. Seit 2007 ist der Claim sogar in der Datenbank slogans.de eingetragen, eine Überprüfung wäre ein leichtes gewesen. Welche Konsequenzen die Darmstädter HSE nun daraus ziehen werden, ist noch nicht bekannt, gekündigt haben sie ja JvM bereits&#8230;</p>
<p>Doch wie ist eigentlich die Rechtslage? Warum kann ein Logo so mir nichts dir nichts kopiert und einem Kunden verkauft werden? Zwar verschafft  sich ein Unternehmen eine gewisse juristische Sicherheit wenn das Markenzeichen, das Logo als Bildmarke beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen und somit geschützt ist. Doch &#8211; dies gleich vorweg &#8211; urheberrechtlich kann ein Logo im Gegensatz zum Foto nicht geschützt werden. Ob ein ›Werk‹ im Sinne des Urheberrechts vorliegt, wird durch die Schöpfungshöhe, dem Maß an Individualität angegeben. Und darüber entscheiden Juristen und Amtsschimmel. Die Kriterien lassen sich eigentlich recht gut auf gestaltete Firmenzeichen übertragen: »Es muss eine persönliche Schöpfung des Urhebers vorliegen. Sie muss einen geistigen Gehalt haben. Sie muss eine wahrnehmbare Formgestaltung aufweisen. Es muss in ihr die Individualität des Urhebers zum Ausdruck kommen«.<em> </em>(Quelle: Wikipedia)</p>
<p>Hm, aber es gibt ja noch das Geschmacksmustergesetz. Hierbei kann die eingetragene zwei- oder dreidimensionale Erscheinungsform gegen Nachahmung geschützt wurden. Wie dem auch sei. Um dem Dilemma des unbeabsichtigten Kopierens aus dem Weg zu gehen, praktiziert Reinhard &amp; Ostmann die identitätsgestützte Markenbildung und gestaltet Markenzeichen über Corporate Identity Workshops von ›innen‹ heraus. Das Ergebnis sind originäre, <a href="http://reinhard-ostmann.de/index.php?language=1&amp;m2=1&amp;c5=50" target="_blank">einmalige Markenzeichen</a> mit einem Höchstmaß an Signifikanz &#8211; garantiert unverwechselbar und schutzfähig.</p>
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		<title>» Käufliche Liebe – Von Handschmeichlern und Geburtszangen</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 12:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>„Design gilt als Sammelbegriff für alle bewusst gestalteten Eigenschaften eines Objektes, einer Dienstleistung, einer Marke“, heißt es bei Wikipedia. Und weiter: „Während der angelsächsische Begriff auch technisch-konstruktive Anteile der Gestaltung umfasst, zielt er im deutschen Sprachgebrauch eher auf formal/künstlerische Aspekte ab“.</p>
<p>Renommierte Designpreise gibt es allein in Deutschland drei. Neben dem red dot noch den IF Award und den Designpreis Deutschland. Letzteren gibt es bereits seit 1969. Er wird vom Wirtschaftsministerium vergeben und der ›Rat für Formgebung‹ entscheidet, wer für den Preis nominiert und  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/08/12/%c2%bb-kaufliche-liebe-%e2%80%93-von-handschmeichlern-und-geburtszangen/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Design gilt als Sammelbegriff für alle bewusst gestalteten Eigenschaften eines Objektes, einer Dienstleistung, einer Marke“, heißt es bei Wikipedia. Und weiter: „Während der angelsächsische Begriff auch technisch-konstruktive Anteile der Gestaltung umfasst, zielt er im deutschen Sprachgebrauch eher auf formal/künstlerische Aspekte ab“.<span id="more-500"></span></p>
<p>Renommierte Designpreise gibt es allein in Deutschland drei. Neben dem <a href="http://www.red-dot.de/" target="_blank">red dot</a> noch den <a href="http://www.ifdesign.de/" target="_blank">IF Award</a> und den <a href="http://www.designpreis.de/" target="_blank">Designpreis Deutschland</a>. Letzteren gibt es bereits seit 1969. Er wird vom Wirtschaftsministerium vergeben und der ›Rat für Formgebung‹ entscheidet, wer für den Preis nominiert und prämiert wird. Die Unternehmen können sich also nicht, wie beispielsweise beim red dot, bewerben.</p>
<p>Aber auch ein Designpreis bringt kein Preisgeld mit sich, sondern ist mit Zahlungen verbunden. Und die steigen im Falle einer red dot Auszeichnung noch um einiges. Denn nicht nur die Bewerbung für den roten Punkt schlägt derzeit mit 90 bis zu 300 € pro Exponat zu Buche, nein, als Preisträger müssen weitere ca. 1000 € für den Jahrbucheintrag gezahlt werden. Es gilt also: Je mehr Preisträger, desto mehr Einnahmen. Da liegt die Verführung nahe, ordentlich rote Punkte zu vergeben.</p>
<p>Ein Designpreis hat sich als echtes Marketinginstrument bewährt. Allein Apple hat in den letzten vier Jahren <a href="http://de.red-dot.org/2866.html?&amp;cHash=d8c0af4f8faac1df53880e8763ddd441&amp;company=3413" target="_blank">36 red dots</a> errungen. Prämiertes Design als Rendite-Maximierer, nur so ist zu erklären, dass die Anzahl der zahlenden Bewerber allein für die Kategorie Produktdesign in diesem Jahr um über 30% gestiegen ist.</p>
<p>Und so kommt es dann, dass immer neue Kategorien und Preise vergeben werden. Mittlerweile gibt es sogar einen eigenen Preis für Wohnwagen – den <a href="http://de.red-dot.org/4116.html" target="_blank">caravaning design award</a>.</p>
<p>Zeigte sich im letzten Jahr bei den red dot Gewinnern noch, dass Nachhaltigkeit, ich nannte es grünes Design, die Nase vor hatte, so erkenne ich auf Anhieb in 2010 keine Gemeinsamkeiten, außer vielleicht Kurioses oder Mut zur Namensgebung.</p>
<p>Erstmals in der Geschichte des renommierten Designpreises red dot wurde in der Kategorie ›Sport und Spiele‹, gleich unter dem Babyspielzeug gelistet, ein batteriebetriebenes Gerät namens <a href="http://de.red-dot.org/2813.html?&amp;cHash=42d981b5bab24c31f55af7efb0b8e93e&amp;detail=6955" target="_blank">„Better than chocolate“</a> ausgezeichnet, für mehr „Abwechslung“, ebenfalls lila, der Handschmeichler <a href="http://de.red-dot.org/2813.html?&amp;cHash=56a0addb595c9ecb273db7a474b87b9b&amp;detail=7032" target="_blank">Zini Deux</a>.</p>
<p>Dass mittlerweile auch <a href="http://de.red-dot.org/2796.html?&amp;cHash=9f94111615593779bc6f1c5c8f2369d5&amp;detail=7372" target="_blank">Geburtszangen</a> und <a href="http://de.red-dot.org/2796.html?&amp;cHash=93ad40393737d9434e03dda47d784cdc&amp;detail=7325" target="_blank">Einwegurinale</a> den red dot erhalten, finde ich mehr als fraglich. So sollte doch beim Design die Bedienbarkeit im Vordergrund stehen, gerade bei Gebrauchsgegenständen, und erst dann die Optik folgen – „Form follows Function“. Schön sich vorzustellen, wie die Jury die Funktionsfähigkeit dieser Utensilien getestet hat&#8230;</p>
<p>Als Designagentur freut es uns natürlich, dass immer mehr Produkte aus dem B2B-Bereich prämiert werden. So wurde <a href="http://de.red-dot.org/3538.html" target="_blank">Hilti</a> mit 11 Preisen für seine Sägen, Hämmer &amp; Co. als <a href="http://de.red-dot.org/3538.html" target="_blank">design team of the year</a> ausgezeichnet – nach Tupperware im letzten Jahr.</p>
<p>Sind wir also gespannt, was im nächsten Jahr so alles prämiert wird. Wie wäre es mal mit Zebrastreifen, Verkehrsschildern, Toilettenpapier oder Spültabs.</p>
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		<title>» Der Tanz um den goldenen Hasen</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 12:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Ostmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Lindt vs. Riegelein &#8211; der Streit um die Verwechselungsgefahr der Schokoladen-Osterhasen geht weiter. Hier geht es nicht nur um eine markenrechtliche Grundsatzfrage, nein, hier geht es um Geld, n&#228;mlich um 450.000 Euro. </p>
<p>Der S&#252;sswaren-Hersteller Lindt Spr&#252;ngli fordert Schadensersatz und w&#252;rde am liebsten erreichen, dass die Riegelein-Hasen&#160;nicht mehr verkauft werden d&#252;rfen &#8211; zu &#228;hnlich sollen sie sich sehen. Ich pers&#246;nlich habe die Hasen noch nie verwechselt. Gut, beide sitzen oder hocken, wie es H&#228;schen nun mal so tun. Aber der eine,  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/07/22/%c2%bb-der-tanz-um-den-goldenen-hasen/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lindt vs. Riegelein &ndash; der Streit um die Verwechselungsgefahr der Schokoladen-Osterhasen geht weiter. Hier geht es nicht nur um eine markenrechtliche Grundsatzfrage, nein, hier geht es um Geld, n&auml;mlich um 450.000 Euro.<span id="more-497"></span> </p>
<p>Der S&uuml;sswaren-Hersteller Lindt Spr&uuml;ngli fordert Schadensersatz und w&uuml;rde am liebsten erreichen, dass die <a target="_blank" href="http://www.riegelein.de/files/03135_klein_1.jpg">Riegelein-Hasen</a>&nbsp;nicht mehr verkauft werden d&uuml;rfen &ndash; zu &auml;hnlich sollen sie sich sehen. Ich pers&ouml;nlich habe die Hasen noch nie verwechselt. Gut, beide sitzen oder hocken, wie es H&auml;schen nun mal so tun. Aber der eine, der Schweizer&nbsp;<a target="_blank" href="http://www.castelligasse.at/Werbetechnik/Markenrecht/lindthase.jpg">Lindt-Hase</a>&nbsp;n&auml;mlich, tr&auml;gt ein echtes rotes Halsb&auml;ndchen mit einem echten Gl&ouml;ckchen daran, das Papier ist Gold schillernd. Der Konkurrent aus Mittelfranken hingegen ist in bronzefarbene Folie gewickelt und statt Gl&ouml;ckchen tr&auml;gt er eine Schleife, und die ist nur aufgedruckt. Au&szlig;erdem tragen beiden ihren jeweiligen Firmennamen, quasi als Tattoo, am Hinterlauf. Und sp&auml;testens an der Kasse oder beim Reinbei&szlig;en wei&szlig; man, zu welchem Hasen man gegriffen hat&#8230;</p>
<p>Befand das Oberlandgericht Frankfurt am Main noch, die beiden 3D-Sitzhasen seien &raquo;nicht hinreichend &auml;hnlich&laquo;, so hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe das Urteil aufgehoben. Denn hier h&auml;lt man &raquo;den Gesamteindruck f&uuml;r nicht zutreffend ermittelt&laquo;. Merkw&uuml;rdige Begr&uuml;ndung, zumal eine eigene Beurteilung gar nicht erst m&ouml;glich war, denn der betreffende Riegelein-Hase war verschwunden, stand also zur Begutachtung nicht zur Verf&uuml;gung. &raquo;Er befand sich nicht mehr in den Akten&laquo;, hie&szlig; es. Hm, das l&auml;sst Raum f&uuml;r Spekulationen: Ist er geschmolzen, was bei diesen Temperaturen nur allzu verst&auml;ndlich w&auml;re? Kann nicht sein, denn dann l&auml;ge ja noch das Einwickelpapier zur Ansicht bereit. Oder hat sich etwa ein Gerichtsdiener, unter dessen Obhut der Hase gestellt wurde, an dem gl&auml;nzenden Tier vergriffen? Wie dem auch sei, das Oberlandgericht muss sich der Hasenpr&uuml;fung nochmals annehmen.</p>
<p>2001 wurde der Lindt Goldhase als dreidimensionale Marke inklusive der beschriebenen Kennzeichen eingetragen. Seitdem wird gestritten. Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Konkurrenten, Peter Riegelein, h&auml;lt dagegen: &raquo;Lindt sei keineswegs der Erfinder der sitzenden Goldhasen&laquo;. Man selbst w&uuml;rde, wie andere Firmen auch, seit den 1950er Jahren diese altbew&auml;hrte Form der Hasen aus Schokolade herstellen. Mit Verwechslungsgefahr h&auml;tte das nichts zu tun, eher mit einem Monopolanspruchsdenken von Lindt.</p>
<p>Wirklich zum Verwechseln &auml;hnlich, gar dreiste Plagiate gibt es viele. Nicht alle treffen sich vor Gericht, nicht viele fordern Schadensersatz. Aber auf der Konsumg&uuml;ter Messe &rsaquo;Ambiente&lsaquo; wird jedes Jahr ein Schm&auml;hpreis vergeben, <a target="_blank" href="http://www.berliner-akzente.de/imperia/md/images/berlinerakzente2/ausgaben/akzente04-08/plagiate/plagiarius.jpg">ein schwarzer</a><a target="_blank" href="http://www.berliner-akzente.de/imperia/md/images/berlinerakzente2/ausgaben/akzente04-08/plagiate/plagiarius.jpg">Zwerg</a> mit goldener Nase. Ob Spielzeugm&auml;hdrescher, Eisw&uuml;rfelbeh&auml;lter oder Liebeskugeln &ndash; die dreistesten Produktf&auml;lschungen finden Sie hier: <a target="_blank" href="http://www.plagiarius.com/awards_plag2010_2.html">Plagiarius 2010</a></p>
<p>Ich denke, diesen Zwerg wird keiner der Schoko-Hersteller bekommen, aber&nbsp;unseren Osterhasen-Herstellern geht es wohl weniger um Preise. Denn bei 127 Millionen verkauften Schokohasen allein in diesem Jahr in Deutschland ist klar, dass sich die Verdr&auml;ngung eines Mitbewerbers schon aus &ouml;konomischen Gr&uuml;nden lohnt und so streiten die Osterhasen-Hersteller weiter.</p>
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