<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>brandview - Der Blog für Marken-Management in Wirtschaft, Kultur und Politik &#187; Politik</title>
	<atom:link href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/category/politik/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog</link>
	<description>Der Blog für Marken-Management in Wirtschaft, Kultur und Politik</description>
	<lastBuildDate>Thu, 06 Oct 2011 14:46:32 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.6</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>» Bier für den Nachwuchs</title>
		<link>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2011/10/06/bier-fur-den-nachwuchs/</link>
		<comments>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2011/10/06/bier-fur-den-nachwuchs/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 14:28:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus]]></category>
		<category><![CDATA[Axel Springer]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Branding]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Branding]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Communication]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Identity]]></category>
		<category><![CDATA[Emplyer Branding]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Holsten]]></category>
		<category><![CDATA[Lufthansa]]></category>
		<category><![CDATA[Marke]]></category>
		<category><![CDATA[Otto]]></category>
		<category><![CDATA[Recruiting]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Spardabank]]></category>
		<category><![CDATA[Telekom]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/?p=591</guid>
		<description><![CDATA[<p>Manch Politiker fabuliert schon von der Vollbeschäftigung und in vielen Regionen ist die Arbeitslosenquote tatsächlich auf einem historischen Tiefstand angekommen. So wird es für Unternehmen zusehends schwieriger Nachwuchs- und Fachkräfte für sich zu gewinnen und diese zu halten. Der demographische Wandel tut in den nächsten Jahren sein übriges.</p>
<p>Es liegt nahe, dass fortschrittliche Unternehmen das Personal-Marketing längst zur Chefsache erklärt haben. So gibt es regelmäßig Karrieretage mit Betriebsführungen, branchenspezifische Jobbörsen oder auch skurrile Versuche, wie die ›Hamburg-WG‹, um Bewerber für das Unternehmen,  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2011/10/06/bier-fur-den-nachwuchs/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manch Politiker fabuliert schon von der Vollbeschäftigung und in vielen Regionen ist die Arbeitslosenquote tatsächlich auf einem historischen Tiefstand angekommen. So wird es für Unternehmen zusehends schwieriger Nachwuchs- und Fachkräfte für sich zu gewinnen und diese zu halten. Der demographische Wandel tut in den nächsten Jahren sein übriges.</p>
<p>Es liegt nahe, dass fortschrittliche Unternehmen das Personal-Marketing längst zur Chefsache erklärt haben.<span id="more-591"></span> So gibt es regelmäßig Karrieretage mit Betriebsführungen, branchenspezifische Jobbörsen oder auch skurrile Versuche, wie die ›<a href="http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1991244/Stadt-zahlt-280-000-Euro-fuer-Marketing-WG-auf-dem-Kiez.html" target="_blank">Hamburg-WG</a>‹, um Bewerber für das Unternehmen, die Branche oder die Region zu begeistern. Letztere Aktion von ›Hamburg Marketing‹ in Kooperation mit Otto und der Spardabank musste leider aufgrund öffentlichen Drucks gestoppt werden. Ich persönlich finde es aus Sicht des Marketings schade, da es weitere mutige Aktionen im Recruiting erschwert. Und Hamburg muss sich sehr wohl nicht nur für High Potentials gegenüber anderen deutschen und europäischen Metropolen stärker profilieren.</p>
<p>Aber nicht nur offline, sondern auch online wird um Bewerber gebuhlt. Der Axel Springer-Vorstand sucht gerade im Web den ›<a href="http://blog.media-entrepreneurs.de/2011/09/uber-media-entrepreneurs/" target="_blank">Executive Managing Director for Kick-Ass 3D-Multi-Channel-Hammer-Innovations</a>‹ und Otto lässt seine Bewerber statt im Assessment-Center im Headquarters-Run gegeneinander antreten – so vermutet man zumindest beim Karrierevideo ›<a href="http://www.youtube.com/watch?v=s4SOcTJcPyU" target="_blank">Run 4 it</a>‹. Selbst das schöne Sauerland traut sich mit ›<a href="http://www.youtube.com/user/homebasesauerland" target="_blank">Homebase Sauerland</a>‹ im Destination Branding gegen unsere Hauptstadt anzutreten.</p>
<p>Doch wie schaut es im Social Media aus? Immerhin die Hälfte aller Deutschen sollen bereits bei Facebook sein. Hier sind Karriereportale jedoch noch rar, von den Big Playern wie der <a href="http://www.facebook.com/TelekomKarriere" target="_blank">Telekom</a> oder auch <a href="http://www.facebook.com/ottogroupkarriere" target="_blank">Otto</a> mal abgesehen. Dabei haben Bewerber viele Fragen und freuen sich über jede Hilfestellung und hier bietet sich ein dialogorientiertes Personalmarketing ideal an. Der aktuell erstaunlichste Case im Social Media ist das progressive E-Recruiting der <a href="http://www.facebook.com/bundeswehr.karriere" target="_blank">Bundeswehr</a> auf Facebook.</p>
<p>Wenn der neue Mitarbeiter erst einmal gefunden wurde, gilt es ihn zu halten und zu motivieren. Was sich hier Personaler einfallen lassen, treibt bisweilen bizarre Blüten. Dass man als Lufthansa-Mitarbeiter besonders günstig fliegen und als Bahn-Angestellter umsonst Bahn fahren kann ist allseits bekannt. Dass man bei Holsten im Jahr 48 Kisten Bier mit nach Hause nehmen kann, sieht sicher nicht jeder gern. Aber das schönste Goodie gibt es mit Sicherheit bei Airbus – hier erhalten Mitarbeiter, ähnlich wie Großkunden, <a href="http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article2045594/Freibier-Benzin-und-Reisen-fuer-Mitarbeiter.html " target="_blank">Rabatte beim Flugzeugkauf</a>. Geschätzte 20% auf den A380 könnten sich lohnen, sofern man die rund restlichen 280 Mio $ übrig und schon einen Abnehmer für einen Airbus mit Tageszulassung gefunden hat.</p>
<p>Für Mittelständler und B2B-Unternehmen wird es sicherlich schwerer, ausreichend qualifizierte Nachwuchskräfte zu gewinnen, da Ihnen oft die Markenbekanntheit fehlt und ein Rabatt auf Flurförderfahrzeuge oder Schaltschränke auch nicht für jeden attraktiv ist. Somit sollte man überlegen, ob nicht das Engagement in Social Media ein geeigneter Baustein im Personalmarketing ist und ein sinnvoller Einstieg in die Welt des Web 2.0 überhaupt.</p>
<p>Reinhard &amp; Ostmann bietet seinen Mitarbeitern kein Bier und keine Flugzeugrabatte, aber Ihnen <a href="http://www.reinhard-ostmann.de/download/RO_E-Recruiting.pdf" target="_blank">drei Module für den preiswerten Einstieg in das Personalmarketing der Zukunft</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2011/10/06/bier-fur-den-nachwuchs/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>» Über den grünen Klee gelobt</title>
		<link>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2011/01/27/%c2%bb-uber-den-grunen-klee-gelobt/</link>
		<comments>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2011/01/27/%c2%bb-uber-den-grunen-klee-gelobt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 15:34:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Ostmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Brand Naming]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Branding]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Communication]]></category>
		<category><![CDATA[Destination Branding]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Umwelthauptstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/?p=568</guid>
		<description><![CDATA[<p>»Ein grünes und nachhaltiges Europa sei essentiell für die Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität der Bürger«, begründete 2006 der ehemalige Bürgermeister Tallins seine Initiative für die Verleihung des Umwelttitels. Vielleicht wollte er den Tourismus ankurbeln, vielleicht stand er unter dem Schock-Einfluß anlässlich des 20. Jahrestages des Tschernobyl-Unfalls, vielleicht ist er aber einfach nur ein Idealist. Jetzt, da Tallin, übrigens die Hauptstadt Estlands, Kulturhauptstadt 2011 ist, ist der Bürgermeister jedenfalls ein anderer – das aber nur am Rande und zurück nach  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2011/01/27/%c2%bb-uber-den-grunen-klee-gelobt/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Ein grünes und nachhaltiges Europa sei essentiell für die Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität der Bürger«, begründete 2006 der ehemalige Bürgermeister Tallins seine Initiative für die Verleihung des Umwelttitels. Vielleicht wollte er den Tourismus ankurbeln, vielleicht stand er unter dem Schock-Einfluß anlässlich des 20. Jahrestages des Tschernobyl-Unfalls, vielleicht ist er aber einfach nur ein Idealist. Jetzt, da Tallin, übrigens die Hauptstadt Estlands, Kulturhauptstadt 2011 ist, ist der Bürgermeister jedenfalls ein anderer – das aber nur am Rande und zurück nach Hamburg. Denn unsere schöne Stadt an der Elbe trägt in diesem Jahr, als zweite Stadt überhaupt, den Titel ›Umwelthauptstadt Europas‹.<span id="more-568"></span></p>
<p>Gleich 34 Städte aus 17 europäischen Ländern haben sich dem Wettbewerb um den neuen Titel für ihr Destination Branding gestellt und zwei Bewerbungsphasen über sich ergehen lassen. Dabei ging es nicht nur um Umweltthemen wie Klima- und Lärmschutz, Wasserqualität und Verkehr. »Beschlossene Programme zur Verbesserung und langfristige Visionen waren entscheidend&#8230;«, lässt es sich unter dem Titel Bewerbungsverfahren auf der eigenen <a traget="_blank" href="http://umwelthauptstadt.hamburg.de/auszeichnung/2454538/auswahlverfahren.html">Homepage</a> nachlesen.</p>
<p>Doch nachvollziehbar ist das Auswahlverfahren nicht – oder können Sie sich erklären, warum Hamburg in beiden Bewerbungsphasen jeweils auf Platz 1 gelandet ist (mit 161,4 Punkten!) aber lediglich zweite Umwelthauptstadt wurde, Stockholm jedoch mit nur 157,3 Punkten bereits 2010 als erste Stadt die Nummer 1 für sich beanspruchen konnte?</p>
<p>Von der Jury als sehr gut bewertet wurde, heißt es weiter auf der Homepage, dass der öffentliche Personennahverkehr in Hamburg im Europäischen Vergleich vorbildlich sei. Im Innerdeutschen hingegen schneidet er allerdings gar nicht gut ab, wie eine <a  traget="_blank"  href="http://www.strassenbahn-hamburg.de/aktuelle-meldungen/2010-11-12-studie-belegt-hamburg-ist-stadt-der-autofahrer">Studie</a> belegt. Lediglich 19% der Hamburger pendeln mit Bahn und Bus, in Berlin sind es 26%. Die Autofahrerquote liegt mit 43% so hoch wie nirgendwo sonst.</p>
<p>So wird die Jury wohl in die Zukunft geblickt und das ehrgeizige Projekt der grünen Umweltsenatorin Anja Hajduk gemeint haben – die Stadtbahn. Allerdings ist sie nicht mehr im Amt und Nochbürgermeister Ahlhaus hat das umstrittene Projekt gestoppt – zu laut die Proteste, zu hoch die Kosten. Lediglich eine Wahlkampfentscheidung, denn die gleiche Studie zeigt auf, dass europäische Metropolen nach der Umstellung von Buslinien auf Stadtbahnen deutlich mehr Zuspruch fanden.</p>
<p>So wird das Jahr als Umwelthauptstadt in Hamburg keine großen Errungenschafen oder bahnbrechende, ökologisch wertvolle Innovationen zu Tage bringen. Es wird wohl eher ein Jahr der vielen kleinen, offiziellen Wochenprojekte, wie <a  traget="_blank" href="http://umwelthauptstadt.hamburg.de/projekte/2709898/projekt-effenberger.html">›Bäcker und Klimaschützer‹</a> oder <a  traget="_blank"  href="http://umwelthauptstadt.hamburg.de/projekte/2709910/projekt-kita21.html">›Kita21 – Wie kommt der Apfelsaft in die Flasche?‹</a>. Aber wie sagte die amtierende Dreifach-Senatorin Herlind Gundelach kürzlich so schön: »Wir haben uns nicht als Ökoparadies beworben und wollen auch keins werden.« Bei soviel Hin und Her wird am Ende doch eher ein trübes Bild von Hamburg als ›European Green Capital‹ in Erinnerung bleiben.</p>
<p><a  traget="_blank"  href="http://www.reinhard-ostmann.de/">Reinhard &amp; Ostmann</a> hingegen mag das klare Bild, insbesondere von Unternehmen. Darum tun wir alles, damit Ihr Unternehmen ungetrübt in Erscheinung treten und sich als starke Marke profilieren kann.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2011/01/27/%c2%bb-uber-den-grunen-klee-gelobt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>» Käufliche Liebe – Von Handschmeichlern und Geburtszangen</title>
		<link>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/08/12/%c2%bb-kaufliche-liebe-%e2%80%93-von-handschmeichlern-und-geburtszangen/</link>
		<comments>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/08/12/%c2%bb-kaufliche-liebe-%e2%80%93-von-handschmeichlern-und-geburtszangen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 12:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Branding]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Branding]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Communication]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Design]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Identity]]></category>
		<category><![CDATA[Designpreis Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Hilti]]></category>
		<category><![CDATA[IF Award]]></category>
		<category><![CDATA[Marke]]></category>
		<category><![CDATA[red dot]]></category>
		<category><![CDATA[Tupperware]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/?p=500</guid>
		<description><![CDATA[<p>„Design gilt als Sammelbegriff für alle bewusst gestalteten Eigenschaften eines Objektes, einer Dienstleistung, einer Marke“, heißt es bei Wikipedia. Und weiter: „Während der angelsächsische Begriff auch technisch-konstruktive Anteile der Gestaltung umfasst, zielt er im deutschen Sprachgebrauch eher auf formal/künstlerische Aspekte ab“.</p>
<p>Renommierte Designpreise gibt es allein in Deutschland drei. Neben dem red dot noch den IF Award und den Designpreis Deutschland. Letzteren gibt es bereits seit 1969. Er wird vom Wirtschaftsministerium vergeben und der ›Rat für Formgebung‹ entscheidet, wer für den Preis nominiert und  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/08/12/%c2%bb-kaufliche-liebe-%e2%80%93-von-handschmeichlern-und-geburtszangen/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Design gilt als Sammelbegriff für alle bewusst gestalteten Eigenschaften eines Objektes, einer Dienstleistung, einer Marke“, heißt es bei Wikipedia. Und weiter: „Während der angelsächsische Begriff auch technisch-konstruktive Anteile der Gestaltung umfasst, zielt er im deutschen Sprachgebrauch eher auf formal/künstlerische Aspekte ab“.<span id="more-500"></span></p>
<p>Renommierte Designpreise gibt es allein in Deutschland drei. Neben dem <a href="http://www.red-dot.de/" target="_blank">red dot</a> noch den <a href="http://www.ifdesign.de/" target="_blank">IF Award</a> und den <a href="http://www.designpreis.de/" target="_blank">Designpreis Deutschland</a>. Letzteren gibt es bereits seit 1969. Er wird vom Wirtschaftsministerium vergeben und der ›Rat für Formgebung‹ entscheidet, wer für den Preis nominiert und prämiert wird. Die Unternehmen können sich also nicht, wie beispielsweise beim red dot, bewerben.</p>
<p>Aber auch ein Designpreis bringt kein Preisgeld mit sich, sondern ist mit Zahlungen verbunden. Und die steigen im Falle einer red dot Auszeichnung noch um einiges. Denn nicht nur die Bewerbung für den roten Punkt schlägt derzeit mit 90 bis zu 300 € pro Exponat zu Buche, nein, als Preisträger müssen weitere ca. 1000 € für den Jahrbucheintrag gezahlt werden. Es gilt also: Je mehr Preisträger, desto mehr Einnahmen. Da liegt die Verführung nahe, ordentlich rote Punkte zu vergeben.</p>
<p>Ein Designpreis hat sich als echtes Marketinginstrument bewährt. Allein Apple hat in den letzten vier Jahren <a href="http://de.red-dot.org/2866.html?&amp;cHash=d8c0af4f8faac1df53880e8763ddd441&amp;company=3413" target="_blank">36 red dots</a> errungen. Prämiertes Design als Rendite-Maximierer, nur so ist zu erklären, dass die Anzahl der zahlenden Bewerber allein für die Kategorie Produktdesign in diesem Jahr um über 30% gestiegen ist.</p>
<p>Und so kommt es dann, dass immer neue Kategorien und Preise vergeben werden. Mittlerweile gibt es sogar einen eigenen Preis für Wohnwagen – den <a href="http://de.red-dot.org/4116.html" target="_blank">caravaning design award</a>.</p>
<p>Zeigte sich im letzten Jahr bei den red dot Gewinnern noch, dass Nachhaltigkeit, ich nannte es grünes Design, die Nase vor hatte, so erkenne ich auf Anhieb in 2010 keine Gemeinsamkeiten, außer vielleicht Kurioses oder Mut zur Namensgebung.</p>
<p>Erstmals in der Geschichte des renommierten Designpreises red dot wurde in der Kategorie ›Sport und Spiele‹, gleich unter dem Babyspielzeug gelistet, ein batteriebetriebenes Gerät namens <a href="http://de.red-dot.org/2813.html?&amp;cHash=42d981b5bab24c31f55af7efb0b8e93e&amp;detail=6955" target="_blank">„Better than chocolate“</a> ausgezeichnet, für mehr „Abwechslung“, ebenfalls lila, der Handschmeichler <a href="http://de.red-dot.org/2813.html?&amp;cHash=56a0addb595c9ecb273db7a474b87b9b&amp;detail=7032" target="_blank">Zini Deux</a>.</p>
<p>Dass mittlerweile auch <a href="http://de.red-dot.org/2796.html?&amp;cHash=9f94111615593779bc6f1c5c8f2369d5&amp;detail=7372" target="_blank">Geburtszangen</a> und <a href="http://de.red-dot.org/2796.html?&amp;cHash=93ad40393737d9434e03dda47d784cdc&amp;detail=7325" target="_blank">Einwegurinale</a> den red dot erhalten, finde ich mehr als fraglich. So sollte doch beim Design die Bedienbarkeit im Vordergrund stehen, gerade bei Gebrauchsgegenständen, und erst dann die Optik folgen – „Form follows Function“. Schön sich vorzustellen, wie die Jury die Funktionsfähigkeit dieser Utensilien getestet hat&#8230;</p>
<p>Als Designagentur freut es uns natürlich, dass immer mehr Produkte aus dem B2B-Bereich prämiert werden. So wurde <a href="http://de.red-dot.org/3538.html" target="_blank">Hilti</a> mit 11 Preisen für seine Sägen, Hämmer &amp; Co. als <a href="http://de.red-dot.org/3538.html" target="_blank">design team of the year</a> ausgezeichnet – nach Tupperware im letzten Jahr.</p>
<p>Sind wir also gespannt, was im nächsten Jahr so alles prämiert wird. Wie wäre es mal mit Zebrastreifen, Verkehrsschildern, Toilettenpapier oder Spültabs.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/08/12/%c2%bb-kaufliche-liebe-%e2%80%93-von-handschmeichlern-und-geburtszangen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>» Ohh! – ich habe mich verschrieben!</title>
		<link>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/07/02/%c2%bb-ohh-%e2%80%93-ich-habe-mich-verschrieben/</link>
		<comments>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/07/02/%c2%bb-ohh-%e2%80%93-ich-habe-mich-verschrieben/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 11:53:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Beiersdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Branding]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Branding]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Communication]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Design]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Fonts]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Identity]]></category>
		<category><![CDATA[Marke]]></category>
		<category><![CDATA[Mercedes]]></category>
		<category><![CDATA[Nivea]]></category>
		<category><![CDATA[Schriftgestaltung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/?p=486</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ist es eine Null oder ein O? Wer das ESTA-Formular vor sich hat, der elektronische Visa-Antrag, der vor einer Reise in die USA ausgef&#252;llt werden muss, hat eine f&#252;nfzigprozentige Chance, sich bei dieser Frage richtig zu entscheiden. Denn die verwendete Schrift der Seriennummer im Pass macht eine Unterscheidung zwischen dem Buchstaben und der Zahl fast unm&#246;glich. Und so kann es passieren, dass der, der eine Null f&#252;r ein O h&#228;lt, ins n&#228;chste Flugzeug nach Hause gesetzt wird. </p>
<p>Da man beim  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/07/02/%c2%bb-ohh-%e2%80%93-ich-habe-mich-verschrieben/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist es eine Null oder ein O? Wer das ESTA-Formular vor sich hat, der elektronische Visa-Antrag, der vor einer Reise in die USA ausgef&uuml;llt werden muss, hat eine f&uuml;nfzigprozentige Chance, sich bei dieser Frage richtig zu entscheiden. Denn die verwendete Schrift der Seriennummer im Pass macht eine Unterscheidung zwischen dem Buchstaben und der Zahl fast unm&ouml;glich. Und so kann es passieren, dass der, der eine Null f&uuml;r ein O h&auml;lt, ins n&auml;chste Flugzeug nach Hause gesetzt wird.<span id="more-486"></span> </p>
<p>Da man beim zust&auml;ndigen Innenministerium offenbar selbst nicht so ganz glauben mag, dass die Null daran zu erkennen sei, etwas schmaler als das O zu sein, gibt es ein <a href="http://www.bmi.bund.de/cae/servlet/contentblob/374538/publicationFile/17985/epass_d_alphanumerische_seriennummer_flyer.pdf">PDF-Dokument</a>, das sich wie eine Bedienungsanleitung f&uuml;r den deutschen Reisepass liest. Da hei&szlig;t es zum Beispiel: &bdquo;Zur Vermeidung sinntragender W&ouml;rter&hellip;wurde auf die Verwendung der Vokale (A, E, I, O, U) &hellip;verzichtet&ldquo;. Ah, des R&auml;tsels L&ouml;sung, doch wer wei&szlig; das schon??</p>
<p>Um das Problem zu beheben, wahrscheinlich eher, um dem Ansturm der Nachfragen wieder Herr zu werden, habe man die Vereinigten Staaten gebeten, entweder die Eingabe des Buchstaben O zu blocken oder einen entsprechenden Hinweis auf der Internetseite f&uuml;r den <a target="_blank" href="https://esta.cbp.dhs.gov/esta/">ESTA-Antrag</a> aufzunehmen.  Man will also, anstatt eine eindeutige Schriftart zu verwenden, wie es &uuml;brigens nahezu alle anderen L&auml;nder auch tun, den schwarzen Peter einfach abgeben?!</p>
<p>
Eine recht simple L&ouml;sung des Problems w&auml;re, die jetzt verwendete <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/OCR-B">OCR-B Schrift</a> in ihren Vorreiter <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/OCR-A">OCR-A</a> zu &auml;ndern. Diese Schriftart ist garantiert von Mensch und  Maschine lesbar. Vielleicht w&auml;re das Ministerium dann sogar hip, denn ihr einst in Europa eher unbeliebtes Erscheinungsbild ist von Designern und Gestaltern wieder entdeckt worden, so wird die OCR-A zum Beispiel gerne auf Buchtiteln und in Musikproduktionen verwendet.</p>
<p>Kultstatus wird sie wohl nicht erlangen, aber sie ist maschinenlesbar und unmissverst&auml;ndlich: die <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/FE-Schrift">FE-Schrift</a>, verwendet f&uuml;r deutsche Kfz-Kennzeichen. Sie hat die in den 30er Jahren eingef&uuml;hrte DIN 1451 erfolgreich abgel&ouml;st. Vorangetrieben wurde die Entwicklung der FE, das ist &uuml;brigens die Abk&uuml;rzung f&uuml;r &rsaquo;f&auml;lschungserschwert&lsaquo;, Ende der 70er Jahre, um unter dem Eindruck der RAF-Aktivit&auml;ten den Kennzeichenmissbrauch zu erschweren. Warum die FE dennoch erst gut 20 Jahre sp&auml;ter zum Standard wurde, wer wei&szlig;?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/07/02/%c2%bb-ohh-%e2%80%93-ich-habe-mich-verschrieben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>» Mehr Schein als Sein – Was kommt nach dem Euro?</title>
		<link>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/05/27/%c2%bb-mehr-schein-als-sein-%e2%80%93-was-kommt-nach-dem-euro/</link>
		<comments>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/05/27/%c2%bb-mehr-schein-als-sein-%e2%80%93-was-kommt-nach-dem-euro/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 May 2010 10:18:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Barbie]]></category>
		<category><![CDATA[Branding]]></category>
		<category><![CDATA[C&A]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Branding]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Communication]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Design]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Identity]]></category>
		<category><![CDATA[D-Mark]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Franken]]></category>
		<category><![CDATA[Gulden]]></category>
		<category><![CDATA[Haribo]]></category>
		<category><![CDATA[Marke]]></category>
		<category><![CDATA[Mercedes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/?p=470</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dass es die USA auch zur Supermacht der Schulden gebracht haben, ist wohl jedem klar. Die Zahlen des Defizits bewegen sich in astronomischen Höhen oder können Sie sich 1,75 Billionen vorstellen? Ich jedenfalls weiß auf Anhieb nicht einmal über wie viele Nullen hinter dem Komma wir hier sprechen. Aber dass somit das öffentliche Leben der Amerikaner zu 40% auf Pump finanziert wird, zeigt das Ausmaß des Dilemmas schon deutlicher. </p>
<p>Um Schlimmstes zu verhindern, werden nun die staatlichen Gelddruckmaschinen angeworfen und  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/05/27/%c2%bb-mehr-schein-als-sein-%e2%80%93-was-kommt-nach-dem-euro/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass es die USA auch zur Supermacht der Schulden gebracht haben, ist wohl jedem klar. Die Zahlen des Defizits bewegen sich in astronomischen Höhen oder können Sie sich 1,75 Billionen vorstellen? Ich jedenfalls weiß auf Anhieb nicht einmal über wie viele Nullen hinter dem Komma wir hier sprechen. Aber dass somit das öffentliche Leben der Amerikaner zu 40% auf Pump finanziert wird, zeigt das Ausmaß des Dilemmas schon deutlicher. <span id="more-470"></span></p>
<p>Um Schlimmstes zu verhindern, werden nun die staatlichen Gelddruckmaschinen angeworfen und möglichst viele Dollarnoten in die Volkswirtschaft gepumpt, getreu dem Motto »Yes we can«. Eine gute Gelegenheit, dachten wahrscheinlich die Vertreter des US-Finanzministeriums, um das neue Design der <a  target="_blank" href="http://www.newmoney.gov/de.htm">100-Dollar-Scheine</a> vorzustellen. Und so präsentierten sie diese am 21. April, den Blick vor allem auf die neuen Sicherheitsmerkmale gerichtet, die das Ergebnis von mehr als zehn Jahren Forschung und Entwicklung sind.</p>
<p>Am Design selbst hingegen hat sich nicht viel verändert. Ideen, die der in New York lebende Werbedesigner <a  target="_blank" href="http://www.dollarredesign.com">Richard Smith</a> zusammen getragen hat, finden bislang bei der Gestaltung der Dollarnoten keine Beachtung. Smith kämpft gegen den Verfall der amerikanischen Währung und appelliert via Internet Vorschläge für eine verständlichere Währungssymbolik einzureichen. 2009 gab es Entwürfe, die zwar skurril waren, jedoch die typisch amerikanische Haltung dokumentieren: <a  target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/geld/dollar-skurrile-entwuerfe-mit-kuenstlerischer-note-1.93577">Scheine in pink mit Barbie oder mit Christopher Reeve alias Superman</a>.</p>
<p>Mit wessen Konterfei die D-Mark wiederkommen wird, darüber gibt es bisher keine Angaben. Aber Verschwörungstheoretiker sind sich sicher, die Währungsreform steht vor der Tür und die gute alte D-Mark löst den Euro wieder ab. Sicher, in der derzeitigen Krisensituation kann man das Gefühl bekommen, eine Inflation ist unausweichlich, das Geld wird in der EU geradezu verbrannt. Aber dennoch möchte ich unterstellen, das all jene, die behaupten sie hätten D-Mark-Scheine erspäht, nur einen Geldtransporter von C&#038;A gesehen haben. Denn das Bekleidungshaus nimmt nach eigenen Angaben noch immer 150.000 bis 200.000 Deutsche Mark pro Monat ein. </p>
<p>Auch auf die Gefahr den Nostalgikern unter Ihnen vor den Kopf zu stoßen, glaube ich der Recherche eines Tagesspiegel-Journalisten, der in seinem Artikel vom 23.5. behauptet, der Bundesdruckerei lägen keine D-Mark-Druckplatten mehr vor.  Sollte es also zu einem Währungsschnitt kommen, ganz egal ob wir dann den Deuro bekommen oder wie auch immer die neue Geldeinheit heißen wird, dürfen wir zumindest auf ein völlig neues Design unseres zukünftigen Zahlungsmittels hoffen.</p>
<p>Vielleicht werden die neuen Geldnoten vom Finanzminister als Sponsorenfläche freigegeben. Dann haben wir ein Gummibärchen oder eine Lakritzschnecke auf einem 10er- und einen Mercedes-Stern auf einem 500er-Schein. </p>
<p>Wenn der Euro wirklich vor dem Aus steht, dürften sich vor allem die Niederländer freuen, wenn sie somit ihre alte Währung wiederbekämen. Denn die <a  target="_blank" href="http://www.verzamelaarsmarkt.nl/nl/bankbiljetten/Default.aspx?cat=1&#038;subcat=14">Gulden </a>  sind Vorreiter, wenn es um die Gestaltung der Geldscheine geht. Auch die Schweizer haben sich offenbar an den Holländern orientiert. Sie erläutern ihr Gestaltungsprinzip detailliert auf der Homepage ihrer<a  target="_blank" href="http://www.snb.ch/de/iabout/cash/current/design/id/cash_current_design_10/"> Nationalbank</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/05/27/%c2%bb-mehr-schein-als-sein-%e2%80%93-was-kommt-nach-dem-euro/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>» Alt, Katze, Senf – Unsere Städte auf der Expo Shanghai</title>
		<link>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/05/12/%c2%bb-alt-katze-senf-%e2%80%93-unsere-stadte-auf-der-expo-shanghai/</link>
		<comments>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/05/12/%c2%bb-alt-katze-senf-%e2%80%93-unsere-stadte-auf-der-expo-shanghai/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 May 2010 10:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Ostmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Balancity]]></category>
		<category><![CDATA[Branding]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Branding]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Communication]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Design]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Identity]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Destination Branding]]></category>
		<category><![CDATA[Expo 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Marke]]></category>
		<category><![CDATA[Shanghai]]></category>
		<category><![CDATA[St. Pauli]]></category>
		<category><![CDATA[Urban Best Practice]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/?p=465</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dass die Chinesen mehr zum Klotzen als zum Kleckern neigen, haben sie bereits bei der Olympiade vor zwei Jahren bewiesen. Mit der Expo 2010, die am 1. Mai eröffnet wurde, präsentiert sich Shanghai als eine Metropole, die es mit den großen der Welt ganz locker aufnehmen kann – rein quadratmetermäßig schon. Wir erleben eine Weltausstellung der Superlativen, die es so noch nicht gegeben hat. In den kommenden sechs Monaten präsentieren sich auf über fünf Quadratkilometern – zum Vergleich: das ist  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/05/12/%c2%bb-alt-katze-senf-%e2%80%93-unsere-stadte-auf-der-expo-shanghai/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die Chinesen mehr zum Klotzen als zum Kleckern neigen, haben sie bereits bei der Olympiade vor zwei Jahren bewiesen. Mit der Expo 2010, die am 1. Mai eröffnet wurde, präsentiert sich Shanghai als eine Metropole, die es mit den großen der Welt ganz locker aufnehmen kann – rein quadratmetermäßig schon. Wir erleben eine Weltausstellung der Superlativen, die es so noch nicht gegeben hat. In den kommenden sechs Monaten präsentieren sich auf über fünf Quadratkilometern – zum Vergleich: das ist fünfmal so groß wie das Expo-Gelände in Hannover – mehr Teilnehmer als jemals zuvor, nämlich 250. Mit geschätzten 40 Milliarden Euro verschlang diese Weltausstellung auch mehr Gelder, als all ihre Vorgänger.<span id="more-465"></span></p>
<p>Offenbar vom Eifer Rekorde zu brechen angestachelt, hat die Bundesregierung in Shanghai bisher <a  target="_blank" href="http://www.expo2010-deutschland.de/">Deutschlands größten Auftritt bei einer Expo</a> finanziert. Der Pavillon, in den sich 45.000 Besucher gleichzeitig! hinein quetschen können, hat 50 Millionen Euro gekostet und präsentiert unter dem Namen ›Balancity‹ neben Windrädern, Küchenmessern und Fußballschuhen vor allem das Konzept ›Städte im Gleichgewicht‹ – unter anderem mit den Schwerpunkten Arbeit und Freizeit, Stadt und Natur, Innovation und Tradition.</p>
<p>Des weiteren präsentieren sich im zentralen Ausstellungsbereich des Expo-Geländes unter dem Titel ›Urban Best Practice‹ vier deutsche Städte. <a  target="_blank" href="http://www.expo2010.freiburg.de/servlet/PB/menu/1214370_l1/index.html">Freiburg</a> beispielsweise, das mit dem Stadtteil Vauban ein innovatives Stadtentwicklungskonzept umgesetzt hat.</p>
<p>Aber nicht nur die ökologischen und ökonomischen Aspekte dieser Stadt werden hier vorgestellt. Nein, Kuckucksuhren spielen bei der eigenen Präsentation eine tragende Rolle: Zu jeder vollen Stunden werden verschiedene Lieder von eben dem selben Vogel erklingen.</p>
<p>Der Stadtstaat Bremen setzt neben erneuerbaren Energien seine Musikanten ein und Düsseldorf präsentiert sich zum Anfassen mit echten Pflastersteinen und kulinarischen Highlights á la Alt und Backfisch mit Senf.</p>
<p>Als Partnerstadt Shanghais inszeniert Hamburg seinen Auftritt deutlich größer. Immerhin wurde die Hansestadt als einzige vom ›Selection Commitee‹ der Weltausstellung ausgewählt, mit ihrem eigenem Bauprojekt dabei zu sein. So hat die Stadt sechs Millionen in das <a  target="_blank" href="http://www.hamburg.de/hamburg-house-expo-2010-shanghai/">›Hamburg House‹</a>, dem ersten zertifizierten Passivhaus Chinas investiert, welches erst zehn Tage nach der offiziellen Eröffnung fertig gestellt wurde und nun sein Dasein mit stromfressenden Klimaanlagen fristet.</p>
<p>Warum genau diese vier Städte in Shanghai eine Plattform bekommen, lässt sich eher mutmaßen als belegen. Interessanter ist die Frage, was bedeutet die Teilnahme für Deutschland und für die jeweiligen Städte aus der Perspektive des  neusprachlichen Destination-Brandings? Es wird versucht, ein interessantes Bild, wofür eine Stadt steht, aufzubauen. Doch dieser Aufgabe sollte man sich auch hier, im eigenen Land stellen. Wenn Sie an Hamburg, Bremen oder Düsseldorf denken, welche Bilder entstehen vor Ihrem geistigen Auge? Okay, Hamburg hat es da sicher um einiges leichter – rein geografisch: Hafen, weite See, große Pötte, Fernweh, Deern oppe Kiez, Totenkopf, St. Pauli… Aber Düsseldorf? Steht dieser Tage wohl vor allem für Rüttgers&#8217; Rauswurf aus dem NRW-Landtag und ansonsten für Karneval und viel Bier – pardon – viel Altbier. Sicher, um positive Bilder bei potentiellen Besuchern zu erzeugen, bedarf es auf nationaler Ebene schon einiger Anstrengungen mehr. Da reichen vier übereinander stehende Bauernhoftiere, Pflastersteine und das bevorzugte dunkle Gebräu nicht wirklich. Aber der Marken- und Image-Aufbau einer Stadt sollte im eigenen Land beginnen. Nur so besteht die Aussicht auf einen ersehnten Tourismusaufschwung und einen führenden Platz im Ranking der <a  target="_blank" href="http://www.destination-brand.de/fileadmin/user_upload/PDF/Destination_Brand_09_Broschuere.pdf">›GfK Destination Brand Studie‹</a>. In 2009 tauchen dort nämlich weder Bremen, noch Düsseldorf, noch Freiburg auf!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/05/12/%c2%bb-alt-katze-senf-%e2%80%93-unsere-stadte-auf-der-expo-shanghai/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>» Was ist eine Kulturhauptstadt?</title>
		<link>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/02/11/%c2%bb-was-ist-eine-kulturhauptstadt/</link>
		<comments>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/02/11/%c2%bb-was-ist-eine-kulturhauptstadt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 13:10:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Ostmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Branding]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Branding]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Communication]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Design]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Identity]]></category>
		<category><![CDATA[Marke]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhr2010]]></category>
		<category><![CDATA[Telekom]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/?p=376</guid>
		<description><![CDATA[<p>RUHR 2010 ist, neben Istanbul und Pécs, dieses Jahr Kulturhauptstadt. Um ›Kulturhauptstadt‹ zu verstehen, sollten wir diesen Begriff – schnipp-schnapp – einfach in zwei Teile schneiden, und dessen Bedeutung klären. Cultura – das meint ›Beackern‹, ›Pflegen‹, ›Verfeinern‹. Kultur ist im Allgemeinen die Gesamtheit der menschlichen Leistungen. Sie ist der sinnlich erfahrbare Ausdruck des Miteinander-Kommunizierens und Handelns, einschließlich der Rituale und Kulte. Den vollkommenen Ausdruck findet die Kultur in der Hochkultur – der Musik, den bildenden Künsten, dem Tanz u.v.m. So  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/02/11/%c2%bb-was-ist-eine-kulturhauptstadt/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>RUHR 2010 ist, neben Istanbul und Pécs, dieses Jahr Kulturhauptstadt. Um ›Kulturhauptstadt‹ zu verstehen, sollten wir diesen Begriff – schnipp-schnapp – einfach in zwei Teile schneiden, und dessen Bedeutung klären. Cultura – das meint ›Beackern‹, ›Pflegen‹, ›Verfeinern‹. Kultur ist im Allgemeinen die Gesamtheit der menschlichen Leistungen. Sie ist der sinnlich erfahrbare Ausdruck des Miteinander-Kommunizierens und Handelns, einschließlich der Rituale und Kulte. Den vollkommenen Ausdruck findet die Kultur in der Hochkultur – der Musik, den bildenden Künsten, dem Tanz u.v.m. So oder so ähnlich habe ich das mal gelesen und frei interpretiert. <span id="more-376"></span></p>
<p>Und Hauptstadt? Laut Wikipedia »entwickelt sich die Hauptstadt oft über einen langen Zeitraum hinweg zum unangefochtenen Herzstück einer Nation.« Hm, damit ist dann wohl Essen gemeint – aber da die Region ja so viel mehr zu bieten hat, außer einer Hauptstadt im eigentlichen Sinne, wurde das Ruhrgebiet oder kurz ›Ruhr 2010‹ Kulturhauptstadt. </p>
<p>Hier wird nun Hochkultur zelebriert. Mit offenem Singen, bildender Kunst, Tanz, Theater und Architektur. Für die Entscheidung ›Kulturhauptstadt Europas‹ ist eine Kultur-Experten-EU-Jury verantwortlich. Doch, wer ist das? Auf der Homepage  <a class="gruen" target="_blank" href="http://www.ruhr2010.de/">›Ruhr 2010‹</a>wird weder die EU-Jury benannt, noch wird beschrieben, nach welchen Kriterien die Entscheidung getroffen wurde. Genaue Angaben darüber findet man aber auf der Website. Eine Seite, die von <a class="gruen" target="_blank" href="http://www.culturebrand.de/">›culturebrand‹</a>, einem europäischen Kulturberatungs-Netzwerk ins Leben gerufen wurde. Deren eigene Homepage allerdings brach liegt und lediglich zu erkennen gibt, dass sie ihren Unternehmenssitz auf einer Baleareninsel hat&#8230; </p>
<p>Ich frage mich, nach welchen Kriterien wählt diese Jury eine Kulturhauptstadt aus und welche Ziele verfolgt die EU-Initiative? Die Evaluierungskriterien sollen Klarheit schaffen: Zwei der insgesamt elf Kriterien lauten: »Durchführung von Maßnahmen zur Förderung der Zugänglichkeit und der Sensibilisierung in Bezug auf das bewegliche und unbewegliche Kulturgut, sowie das stadtspezifische kulturelle Schaffen« und »Bekanntmachung der vorgesehenen Veranstaltungen durch multimediale und audiovisuelle Mittel und in mehreren Sprachen«. Abgesehen davon, dass es sich hier nicht um Evaluierungskriterien sondern um vergütungspflichtige Kommunikationsmaßnahmen handelt, folgen neun weitere Punkte, deren Formulierungen ebenso (un)klar sind. Verstanden und umgesetzt im Sinne der Jury haben diese Kriterien aber offenbar die Verantwortlichen im Ruhrgebiet. Denn Essen und das Ruhrgebiet feiern zusammen mit Millionen Touristen in diesem Jahr über 2500 Veranstaltungen ab! Da gehen schon eine Menge Currywürste und DAB-Knollen über die Tresen. </p>
<p>Essen wurde also zum kulturellen Leuchtfeuer des Ruhrgebiets erkoren. Was hier als Kultur deklariert wird, ist die Inszenierung der klassischen Hoch-Kultur. Die Frage nach Relevanz wurde nie gestellt. Hat die klassische Hochkultur eine wirkliche Relevanz für unsere Alltagskultur, deren Anteil gewiss über 95% unseres täglichen Lebens ausmacht? Wie wir wohnen. Wie wir uns kleiden. Wie und was wir essen und trinken. Wie und unter welchen Bedingungen wir durchschnittlich 60% unserer (wachen) Lebenszeit an unseren Arbeitsplätzen verbringen. Wie wir uns fortbewegen. Was wir empfinden beim Anblick der vielen gleichförmigen Innenstädte. Wie wir uns informieren und kommunizieren. Wie wir uns fühlen, nachdem wir eine Stunde öffentlich-rechtliches Vorabendprogramm angeschaut haben… Nein, die Hochkultur ist eine von vielen, ein Splitter. Und damit ist RUHR 2010 ein marginales Kulturspektakel, mit dem sich etwas Geld für die Sanierung des Hauptbahnhofs einspielen lässt. Und natürlich die offiziell budgetierten 65 Millionen Euro für Veranstalter und Agenturen. </p>
<p>Gerade im Ruhrgebiet lässt sich jetzt die Kluft zwischen der Alltags- und einer inszenierten Hochkultur sehr gut beobachten: Eine Kumpel-Trinkhallen-Kultur aus bereinigten 11,3% Arbeitslosigkeit in Rotklinkerstraßenzügen und eine Kultur vivaldiverzückten Lächelns der 0,1% En-Vogue-Gesellschaft bei einem Stehempfang in der <a class="gruen" target="_blank" href="http://villahuegel.de/cms/projekt01/index.html">›Villa Hügel‹</a>. </p>
<p>Eine Kulturhauptstadt im 21. Jahrhundert sollte die Alltagskultur nicht vergessen. Und sie sollte Alternativen zu ihrer Verbesserung vorschlagen dürfen, einschließlich der ästhetischen Dimension, indem Sie zum Beispiel alle möglichen Technologien in einem sinnvollen Modellprojekt vereint: GPS navigierte Brennstoffzellen-Autos für die Stauvermeidung, webbasierte medizinische Überwachung und Versorgung, Interfaces, welche von alten Menschen mühelos verstanden und bedient werden können. Funktionale Architektur, die barrierefrei begehbar und sehenswert ist&#8230; Einen kleinen Anfang macht das Projekt <a class="gruen" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/T-City">›T-City‹</a>. Hier investiert die Telekom in Friedrichshafen in innovative Informations- und Kommunikationsideen für die ganze Stadt. Dies ist nachhaltiger in Bezug auf eine humane Kultur einer zukünftigen, lebenswerten Gesellschaft, die die Vorteile des digitalen Zeitalters intelligent zu nutzen weiß. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/02/11/%c2%bb-was-ist-eine-kulturhauptstadt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>» Die Farben der Politik</title>
		<link>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2009/09/24/%c2%bbdie-farben-der-politik/</link>
		<comments>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2009/09/24/%c2%bbdie-farben-der-politik/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 12:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Branding]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Communication]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Design]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Identity]]></category>
		<category><![CDATA[Die linke]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Logo]]></category>
		<category><![CDATA[Marke]]></category>
		<category><![CDATA[Pantone]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[RAL]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/?p=105</guid>
		<description><![CDATA[<p>»Nenne mir eine Farbe und ich sage dir, welche Partei dafür steht!« Ist doch kinderleicht, zumindest was die großen Parteien betrifft. Alle weiteren werden ja eh als ›Andere‹ bezeichnet. Wenn am kommenden Sonntag die Torten in Stücke geschnitten werden und die Balken in die Höhe schießen, erkennen wir auf einen Blick, wer die Nase vorn hat – Angie oder Steini, Schwarz oder Rot?! </p>
<p>Aber warum steht schwarz für die CDU, und warum ist ›Die Linke‹ ein bisschen roter als die  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2009/09/24/%c2%bbdie-farben-der-politik/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Nenne mir eine Farbe und ich sage dir, welche Partei dafür steht!« Ist doch kinderleicht, zumindest was die großen Parteien betrifft. Alle weiteren werden ja eh als ›Andere‹ bezeichnet. Wenn am kommenden Sonntag die Torten in Stücke geschnitten werden und die Balken in die Höhe schießen, erkennen wir auf einen Blick, wer die Nase vorn hat – Angie oder Steini, Schwarz oder Rot?! <span id="more-105"></span></p>
<p>Aber warum steht schwarz für die CDU, und warum ist ›Die Linke‹ ein bisschen roter als die SPD? Keine Sorge, jetzt folgen keine langen Erklärungsversuche und historische Querverweise. Denn wahrscheinlich hat der Politikwissenschaftler und Soziologe Bernd Schüler recht, wenn er behauptet: <a href="http://www1.bpb.de/publikationen/MOYAJC,2,0,Farben_als_Wegweiser_in_der_Politik.html#art2" target="_blank">»Während Parteien die Farben als Frage des Marketings behandelt wissen wollen, nehmen die Kommentatoren die jeweilige Farbwahl, um Missstände der Parteipolitik zu thematisieren.«</a></p>
<p>Was die Verknüpfung zwischen Parteifarbe, Aussage und Darstellung betrifft, lässt sich wohl recht simpel und unstrittig das Grün der Grünen erklären.</p>
<p>Auch die Erklärung der FDP, was ihre Farbgebung betrifft, ist schnell wiedergegeben, wenngleich sie nicht gerade logisch ist: Auf der Homepage heißt es: »Warum ausgerechnet die Farbwahl auf blau-gelb fiel, ist nicht begründet, denn in den vorhandenen Untersuchungen erhält eben diese Farbkombination keine hervorragenden Werte, dass eine zwingende Notwendigkeit zum Einsatz gegeben wäre«. Warum in der Berichterstattung seither die Wahlergebnisse der FDP gelb (sicher, nicht unbedingt das Original RAL 1016 Schwefelgelb, aber eben gelb) und nicht blau dargestellt werden, liegt vielleicht auch daran, das die FDP-Politiker selbst gelb schon immer ein bisschen wichtiger genommen haben. Warum sonst sang Walter Scheel <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hoch_auf_dem_gelben_Wagen" target="_blank">»Hoch auf dem gelben Wagen…«</a></p>
<p>Doch die Verknüpfung zwischen Union und Schwarz liegt nicht gerade klar auf der Hand. Nichts im Logo der CDU ist schwarz. Das könnte daran liegen, dass deren Marketingberater sich die Wikipedia Erklärung zu Herzen genommen haben: »Schwarz ist die Bezeichnung für eine Farbempfindung, welche beim Fehlen eines Farbreizes entsteht.« Um nicht reizlos da zu stehen, hat die CDU bereits 2003 die Farbe Pantone 144 C, besser bekannt als Orange, eingeführt. Das beschrieb die Süddeutsche Zeitung als fragwürdig, denn eine Studie will herausgefunden haben, dass orange nach braun des Deutschen <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/975/394764/text/" target="_blank">unbeliebteste Farbe</a> ist.</p>
<p>Und dann wäre da noch rot – oder besser, das Rot der SPD und das Dunkelrot der Partei ›Die Linke‹. Bereits seit den sechziger Jahren verzichten die Sozialdemokraten weitestgehend auf den Einsatz von rot, um nicht mit dem Kommunismus in Verbindung gebracht zu werden. Die Linke hingegen, die genau aus diesem Grund verdient, rot dargestellt zu werden, wird einfach ein bisschen dunkler oder von einigen Medien auch zur besseren Unterscheidung lila dargestellt.</p>
<p>Wenn die Parteien Farben als Marketing-Instrument ansehen, warum nutzen sie diese dann nicht entsprechend? Die SPD ist Rot, Die Linke ist Rot, die CDU hat Orange und die Piratenpartei ist auch Orange. Doch Farben können und sollten als Mittel für die sichtbare Differenzierung eingesetzt werden.</p>
<p>Wir denken: Zeit für einen Relaunch der Parteien! &#8211; Ein Relaunch, der die Zeichen der Zeit nicht ignoriert und Traditionen auf den Prüfstand stellt. Denn, was habe ich neulich gelesen? »Traditionen wahren heißt, an schlechten Eigenschaften festhalten«. Die über Bord zu werfen hingegen, hat schon so manchem Unternehmen ein glaubwürdiges Profil verschafft.</p>
<p>Apropos Profil und Farben: Die neue Unternehmensbroschüre mit dem Profil von »Reinhard &amp; Ostmann« ist da – auch als Download. Ach ja, mit den Primärfarben Petrol und Cyan.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2009/09/24/%c2%bbdie-farben-der-politik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>» Umzugskisten und Sonnenblumen &#8211; die Marken der Politik</title>
		<link>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2009/08/27/08-umzugskisten-und-sonnenblumen-die-marken-der-politik/</link>
		<comments>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2009/08/27/08-umzugskisten-und-sonnenblumen-die-marken-der-politik/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 12:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[BMW]]></category>
		<category><![CDATA[Branding]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Branding]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Communication]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Design]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Kohl]]></category>
		<category><![CDATA[Logo]]></category>
		<category><![CDATA[Marke]]></category>
		<category><![CDATA[Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[SAP]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[WMF]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/?p=60</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wenn wir am 27. September unser Kreuzchen auf den Wahlzettel setzen, dann tun wir das hoffentlich aus Überzeugung. Aus Überzeugung den Kandidaten mit den schlagkräftigsten Argumenten zu wählen oder weil wir hinter einer Partei und ihren Werten stehen. Aber sehen wir eine Partei wie eine Marke, mit der wir uns identifizieren, deren Prestige und Symbolkraft unsere Entscheidung maßgeblich beeinflussen kann? Wahrscheinlich eher nicht. </p>
<p>Also betrachten wir doch einmal unsere Parteien nicht unter dem Aspekt, wer hat die größten Sympathieträger und  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2009/08/27/08-umzugskisten-und-sonnenblumen-die-marken-der-politik/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir am 27. September unser Kreuzchen auf den Wahlzettel setzen, dann tun wir das hoffentlich aus Überzeugung. Aus Überzeugung den Kandidaten mit den schlagkräftigsten Argumenten zu wählen oder weil wir hinter einer Partei und ihren Werten stehen. Aber sehen wir eine Partei wie eine Marke, mit der wir uns identifizieren, deren Prestige und Symbolkraft unsere Entscheidung maßgeblich beeinflussen kann? Wahrscheinlich eher nicht. <span id="more-60"></span></p>
<p>Also betrachten wir doch einmal unsere Parteien nicht unter dem Aspekt, wer hat die größten Sympathieträger und die populärsten Themen am Start, sondern als eine Marke, mit Markenzeichen und Alleinstellungsmerkmalen.<br />
Baut sich bei führenden Marken, die auch nur aus drei Buchstaben bestehen, wie BMW, SAP oder WMF ein klares Bild auf, tun wir uns bei CDU, SPD, FDP und Co. schon schwerer.</p>
<p>Doch was fällt uns ein, wenn wir an CDU denken? Die Partei der Kanzlerin und Helmut Kohls, konservativ und äh&#8230; Vielleicht sollten an dieser Stelle – bevor noch länger über mögliche Eigenschaften Deutschlands mitgliederstärksten Partei gegrübelt wird – kurz die Funktionen von Marken zusammengefasst werden: 1. Marken geben Information und Orientierung; 2. Marken schaffen Vertrauen und 3. Marken transportieren Werte und wirken identitätsstiftend. Und für eine Marke steht bekanntlich das Logo. Ein Logo der SPD ist momentan ein roter Karton, vermutlich ein Umzugskarton. Was wollen die Sozialdemokraten damit aussagen? Wir haben gepackt! Wir ziehen aus!?</p>
<p>Um eine Marke langfristig zu etablieren wird sie kontinuierlich aufgebaut und gepflegt &#8211; ein Vorgehen, das viele erfolgreiche Unternehmen beherzigen. Doch die Parteien scheinen davon abgekommen zu sein. Sie richten sich vor jeder Wahl neu aus und passen ihr Erscheinungsbild dem Wahlversprechen an. Ihre Identität ist ihr Wahlversprechen! Und so entstehen dann Plakate, wie das von der Berliner CDU-Kandidatin Vera Lengsfeld – an der Seite von Angie Merkel, beide mit üppigem Dekolleté und der Unterschrift „<a target="_blank" href="http://waehltvera.wordpress.com/veras-plakat/">Wir haben mehr zu bieten“.</a> Aber wollen wir das sehen? Die Hülle ist zwar prall gefüllt, aber mit welchen Inhalten, mit welchen Werten?</p>
<p>Ich habe das Gefühl, einzig die Grünen haben eine klare Position. Sie führen seit Beginn ihrer politischen Arbeit 1980 die Sonnenblume in ihrem Logo und schreiben sich bis heute vor allem Ökologie auf die Fahne. Bei ihnen verderben einzig zu viele Köche den Vollkornbrei.<br />
27.08.09<br />
Aber zu Gute halten möchte ich den Parteien an dieser Stelle, dass auf deren Internetseiten zumindest die Logos zum Download bereitgestellt werden. Und die CDU bietet nicht nur einen „Style Guide“, sondern auch &#8211; vielleicht etwas versteckt – unter der Überschrift <a target="_blank"  href="http://www.cdu.de/service/35_19920.htm">„Die CI der CDU“</a> eine Powerpoint-Präsentation. Ob sich hier die verloren vermutete Identität versteckt und ob potentielle Wähler auch CI als Corporate Identity identifizieren und richtig übersetzen können? Wir bezweifeln es.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2009/08/27/08-umzugskisten-und-sonnenblumen-die-marken-der-politik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

