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	<title>brandview - Der Blog für Marken-Management in Wirtschaft, Kultur und Politik &#187; Kultur</title>
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	<description>Der Blog für Marken-Management in Wirtschaft, Kultur und Politik</description>
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		<title>» Vom Liken und Plussen</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 13:20:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
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<p style="font-family: Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 11px; color: #000000; line-height: 16px; display: block; padding-right: 10px;">Für viele von uns ist Facebook das Social Network, wo man private Kontakte pflegt, im Vergleich zu den Business-Netzwerken wie Xing oder Linkedin. Doch, vorangetrieben durch das automatisierte Auslesen der Smartphone-Adressbucher, finden einen auf Facebook auch immer mehr Geschäftskontakte. Und nicht jede Freundschaftsanfrage kann oder sollte man ignorieren.</p>
<p>Doch will man wirklich auch seine Geschäftspartner mit unscharfen Kinderfotos nerven und  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2011/09/19/vom-liken-und-plussen/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="100%" bgcolor="#ffffff">
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<tr>
<td colspan="3">
<p style="font-family: Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 11px; color: #000000; line-height: 16px; display: block; padding-right: 10px;">Für viele von uns ist Facebook das Social Network, wo man private Kontakte pflegt, im Vergleich zu den Business-Netzwerken wie Xing oder Linkedin. Doch, vorangetrieben durch das automatisierte Auslesen der Smartphone-Adressbucher, finden einen auf Facebook auch immer mehr Geschäftskontakte. Und nicht jede Freundschaftsanfrage kann oder sollte man ignorieren.</p>
<p>Doch will man wirklich auch seine Geschäftspartner mit unscharfen Kinderfotos nerven und sollen alle Freunde börsentäglich erfahren, was für ein toller Markengestalter man ist? <span id="more-588"></span>Verschiedene Zielgruppen zu adressieren war bei Facebook bislang sehr unkomfortabel.</p>
<p>Umso besser, dass sich nun nicht mehr die halbe Menschheit allein auf Facebook tummelt, sondern dass es eine Alternative gibt. Denn beim sozialen Netzwerk Google+ ist einiges berücksichtigt worden, dass das Netzwerken attraktiver macht: Hier werden die Kontakte in ›Circles‹ (Kreise) eingeteilt und der Chef muss nicht gleich ein ›Freund‹ sein. Der Nutzer entscheidet sehr einfach, für wen welche Informationen sichtbar sind.</p>
<p>Inspiriert von Twitter gibt es auch die Option, Personen nur zu ›folgen‹, eine Möglichkeit, auch ohne befreundet zu sein, öffentliche Videos und Informationen einzusehen &#8211; sozusagen ›Stalken 2.0‹.</p>
<p>Mit mittlerweile 25 Millionen Nutzern hat Google+ einen beeindruckenden Start hingelegt. Das auch zuweilen in die Kritik gerate Unternehmen, Stichwort ›StreetView‹, hat aber im großen Ganzen nie wirklich Probleme gehabt mit dem, was es aufbaut. Allerdings hat das Marktforschungsinstitut ›Birne Analytics‹ veröffentlicht, dass rund 83% der angemeldeten Google+ Nutzer inaktiv sind, anders als bei Facebook &#8211; da sind allein in Deutschland über 20 Millionen User aktiv dabei. Um sich als wirklich ernstzunehmende Konkurrenz zu behaupten, muss sich diese Zahl bald ändern.</p>
<p>Doch die Verknüpfung von Google+ und Google als Suchmaschine macht das Netzwerk gerade für Unternehmen interessant &#8211; und welches Unternehmen möchte nicht ganz oben in den Suchergebnissen stehen? So werden bei Google+ Nutzern ›geplusste‹ Seiten aus dem eigenen Netzwerk deutlich weiter oben gelistet im Vergleich zu den standardmäßigen Suchergebnissen. Vergleichbar wäre es als würden Seiten mit vielen Facebookfans automatisch einen besseren Page Rank erhalten.</p>
<p>Doch damit bewegt sich Google auf dünnem Eis, denn Beeinflussung oder Erpressung &#8211; nur wer den +1 Button hat und möglichst oft drückt wird im Ranking eine Rolle spielen &#8211; könnte dem Image des Unternehmens schaden. Gerade wo kürzlich massive Vorwürfe von Datenschützern laut wurden, dass der ›Gefällt-mir-Button‹ auf Facebook rechtswidrig sei.</p>
<p>Facebook hat den Angriff von Google sehr ernst genommen und als erstes die Umzugshürde sehr hochgelegt, indem es den automatisierten Export der Addressdaten der eigenen Freunde unterbunden hat.</p>
<p>Neben dem Befreunden kann man zukünftig bei Facebook auch ›Subscriber‹ werden und die öffentlichen Statusmeldungen Einzelner mitlesen und so genannte ›Intelligente Freundeslisten‹ sollen helfen, Informationen zielgruppenspezifischer mitzuteilen. Alles vor kurzem noch Alleinstellungsmerkmale von Google+. Und vermutlich wird Facebook mit einem neuen digitalen Musikdienst Ende des Monats Google+ einen Dolchstoß versetzen, so dass ich die Überlebenschancen als recht gering einschätze.</p>
<p>Das Verhalten und der Auftritt in Sozialen Netzwerken bleibt ein interessanter und wesentlicher Aspekt des Corporate Branding. ›Reinhard &amp; Ostmann‹ zeigt Ihnen gern, wie Sie Social Media effektiv in Ihre Unternehmenskommunikation integrieren können.</td>
</tr>
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		<title>» Billich willich – richtig sparen mit Verdruss!</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 19:23:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Ostmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>»Groupon heißt der neue Star im Internet« schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Mit einer großen Auszeichnung, dem so genannten ›e-Star 2011-Award‹ durfte kürzlich der Groupon-Geschäftsführer Deutschland, Dr. Daniel P. Glasner, nach Hause gehen. Er wurde mit dem Preis im Rahmen des Online-Handelskongresses in Wiesbaden zum ›Entrepreneur 2011‹ gewählt.</p>
<p>Als Geschäftsführer des deutschen Ablegers von Groupon – der generische Name setzt sich aus ›Gruppe‹ und ›Coupon‹ zusammen – lenkt er die Geschicke des weltweit agierenden und laut Forbes-Magazin »dem am raschesten wachsenden  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2011/08/01/billich-willich-%e2%80%93-richtig-sparen-mit-verdruss/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Groupon heißt der neue Star im Internet« schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Mit einer großen Auszeichnung, dem so genannten ›e-Star 2011-Award‹ durfte kürzlich der Groupon-Geschäftsführer Deutschland, Dr. Daniel P. Glasner, nach Hause gehen. Er wurde mit dem Preis im Rahmen des Online-Handelskongresses in Wiesbaden zum <a href="http://www.presseportal.de/pm/83457/2024847/groupon_gmbh"><span style="text-decoration: underline;">›Entrepreneur 2011‹</span></a> gewählt.</p>
<p>Als Geschäftsführer des deutschen Ablegers von Groupon – der generische Name setzt sich aus ›Gruppe‹ und ›Coupon‹ zusammen – lenkt er die Geschicke des weltweit agierenden und laut Forbes-Magazin »dem am raschesten wachsenden Web-2.0-Unternehmens« seit gut eineinhalb Jahren. 2008 im amerikanischen Chicago gegründet, beschäftigt der Konzern mittlerweile mehr als 5000 Mitarbeiter und macht <span id="more-583"></span>mit mehr als 25 Millionen Usern <a href="http://wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3924&amp;Alias=wzo&amp;cob=555158"><span style="text-decoration: underline;">600 Millionen US$ Umsatz</span></a><span style="text-decoration: underline;">.</span></p>
<p>Für die Geschäfte, die mit den günstigen Angeboten locken, entstehen erstmal keine Kosten, Groupon verlangt keine weiteren Gebühren, nur eine Provision, und das sind in der Regel immerhin 50%. Scheint erstmal ganz okay zu sein im Vergleich zu herkömmlichen Werbemaßnahmen, denn die Kunden kommen in Scharen. Doch wie der Ansturm aufs Schnäppchen tatsächlich umgesetzt wird, bleibt mir mancherorts schleierhaft. Wie bewältigt und finanziert beispielsweise das ›Café Sommerterrassen‹ in den nächsten Monaten 2.130 Kanufahrten inklusive einer Flasche Prosecco zu je 9 € anstatt 35,50 € – abzüglich der Groupon-Provision?</p>
<p>Auf Nachfragen beim Servicepersonal in der Gastronomie stießen wir auf völliges Unverständnis für solche Aktionen: Stammgäste würden vergrault, neue nicht nachweislich gewonnen. Im Aktionszeitraum alle Groupies unterzubringen sei nahezu unmöglich und – Zitat – »wenn die Heuschrecken kommen« sei das Buffet schneller leer als sonst und gezahlt wird häufig nur mit Gutschein und ohne das für den Service überlebenswichtige Trinkgeld.</p>
<p>Sicherlich ist es für einige Branchen und Unternehmen eine überaus interessante und lohnenswerte Möglichkeit das Geschäft anzukurbeln oder auszulasten und sich für jeweils einen Tag in der ganzen Stadt, zumindest bei den Sparfüchsen, ins Bewusstsein zu drängen. Aber was hilft das dem Unternehmen und somit der Marke auf Dauer? Wir glauben, dass es intern bei vielen Mitarbeitern zu Frustration führen kann und bei Kunden und Interessenten schnell der Eindruck entsteht, was nichts kostet, ist auch nichts wert.</p>
<p>Gewiss könnten wir, ›Reinhard &amp; Ostmann‹, unser Agenturgeschäft noch besser auslasten – der Tag hat ja bekanntermaßen 24 Stunden. Groupon-Deals wird es aber bis auf weiteres nicht geben, jedoch 50% Rabatt auf unsere <a href="http://www.reinhard-ostmann.de/#kompetenz_01" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">CI-Workshops</span></a> für Ihr Brand Positioning bis Ende Juni für alle treuen brandview Leser <img src='http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>» Wikipedia – Halbwissen für Millionen</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Mar 2011 08:43:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Wann hat Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg beim Axel-Springer-Verlag gearbeitet? Und wie viele Einwohner hat Bielefeld und gibt es die Stadt überhaupt? Hand auf’s Herz – wer macht sich denn heute noch die Mühe und sucht Antworten auf diese oder ähnliche Fragen, indem er zum Bücherregal geht und zur Brockhaus-Schwarte greift? Nein, heutzutage wird eine Frage rudimentär in eine Suchmaschine getippt und in null Komma nichts gibt’s 6.083 Antworten. Und meistens landet man dann bei Wikipedia.</p>
<p>Mit Wikipedia wurde eine gemeinnützige Plattform  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2011/03/11/wikipedia-%e2%80%93-halbwissen-fur-millionen/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wann hat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl Theodor_zu_Guttenberg#Berufliche_T.C3.A4tigkeit"><span style="text-decoration: underline;">Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg</span></a> beim Axel-Springer-Verlag gearbeitet? Und wie viele Einwohner hat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bielefeld"><span style="text-decoration: underline;">Bielefeld</span></a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bielefeldverschw%C3%B6rung"><span style="text-decoration: underline;">gibt es die Stadt überhaupt</span></a>? Hand auf’s Herz – wer macht sich denn heute noch die Mühe und sucht Antworten auf diese oder ähnliche Fragen, indem er zum Bücherregal geht und zur Brockhaus-Schwarte greift? Nein, heutzutage wird eine Frage rudimentär in eine Suchmaschine getippt und in null Komma nichts gibt’s 6.083 Antworten. Und meistens landet man dann bei Wikipedia.<span id="more-579"></span></p>
<p>Mit Wikipedia wurde eine gemeinnützige Plattform des gegenwärtigen Wissens geschaffen, und noch vor zehn Jahren hat wohl niemand daran geglaubt, dass die Idee funktioniert – doch das tut sie, ohne Werbung. Der Wikimedia e.V., mit hierzulande gerade mal 15 hauptamtlichen Mitarbeitern, finanziert sich ausschließlich aus Spenden, und das waren im letzten Jahr, dank vieler Tausend Spender, immerhin zwei Millionen Euro.</p>
<p>Das besondere an Wikipedia ist ja, dass hier Wissen gespeichert wird, das sonst in keinem Brockhaus zu finden ist und welches in Echtzeit aktualisiert und dem Leser zur Verfügung gestellt wird – zum Beispiel  <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Steinlaus"><span style="text-decoration: underline;">Steinlaus</span></a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nubbelverbrennung"><span style="text-decoration: underline;">Nubbelverbrennung</span></a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Krieewelsche_pappk%C3%B6pp"><span style="text-decoration: underline;">Krieewelsche pappköpp</span></a>. Die Liste dieser für die Allgemeinbildung wirklich unerlässlichen Begriffe ließe sich um Tausende erweitern.</p>
<p>Allerdings bringt die basisdemokratische Idee, dass jeder zum Autor werden kann und damit Teil eines partizipatorischen Prozesses ist, für den sich bildenden User in der Realität auch ein profundes Halb- und Falschwissen mit sich. Über eine Million Einträge müssten nach Ansicht des Vorsitzenden des Wikimedia e.V., Stefan Moleski überarbeitet werden. Eine große Herausforderung, wenn es darum geht, das bürgerliche Milieu in die Wissensgesellschaft zu überführen.</p>
<p>Dass jedoch das gründliche Überarbeiten der Einträge gar nicht so einfach ist, wird jeder verstehen, der es einmal versucht hat. Der von uns eingestellte Artikel zur Definition des Terminus ›Corporate Identity‹ wurde von einem stolzen Wiki-Administrator Namens <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Jivee_Blau"><span style="text-decoration: underline;">Jivee Blau</span></a> kritisiert und zurückgestellt, dessen Themengebiet nach eigenen Angaben ›Regionales, auch öfters mit Bezug zur Eisenbahn‹ ist. Da kann einem schon ein wenig mulmig werden, oder?</p>
<p>Trotzdem habe wir uns mit viel Energie und Zeitaufwand durchsetzen können und die Wiki-Definition für ›Corporate Identity‹ überarbeitet, um die Fehldeutung dieses Begriffs ein für alle mal auszuräumen und zwar mit Stumpf und Stiel. In den vorangegangenen Artikelversionen wurde ›Corporate Identity‹ mit dem Begriff ›Unternehmenspersönlichkeit‹ übersetzt – was barer Unsinn ist – oder gar mit ›Corporate Design‹ gleichgesetzt.</p>
<p>Lieber Leser, aufgepasst – die aktuelle, von uns eingestellte Definition lautet: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_identity"><span style="text-decoration: underline;">Corporate Identity</span></a> bezeichnet die Identität eines Unternehmens. Die Unternehmensidentität ist die Summe der es kennzeichnenden und als Organisation von anderen Unternehmen unterscheidenden Merkmale. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_identity"><span style="text-decoration: underline;">Corporate Identity</span></a> kennzeichnet &#8230; die Persönlichkeit eines Unternehmens mit einem von innen nach außen heraustretenden Selbstverständnis, basierend auf einem Handlungskonzept für ein sichtbar gelebtes Wertesystem bzw. den Aufbau einer ausgeprägten Unternehmenskultur.</p>
<p>Ergo: Wenn Sie eine starke Unternehmensidentität aufbauen wollen, fragen Sie einfach uns. Wir wissen, wie es geht und zeigen Ihnen gern unsere zielführende Methode für die Repositionierung Ihres Unternehmens, definieren Ihr Unternehmensleitbild und Handlungskonzept, entwickeln Ihr angemessenes Corporate Design und transportieren Ihre Werte über eine professionelle und effektive Corporate Communication – intern und extern.</p>
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		<title>» Über den grünen Klee gelobt</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 15:34:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Ostmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>»Ein grünes und nachhaltiges Europa sei essentiell für die Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität der Bürger«, begründete 2006 der ehemalige Bürgermeister Tallins seine Initiative für die Verleihung des Umwelttitels. Vielleicht wollte er den Tourismus ankurbeln, vielleicht stand er unter dem Schock-Einfluß anlässlich des 20. Jahrestages des Tschernobyl-Unfalls, vielleicht ist er aber einfach nur ein Idealist. Jetzt, da Tallin, übrigens die Hauptstadt Estlands, Kulturhauptstadt 2011 ist, ist der Bürgermeister jedenfalls ein anderer – das aber nur am Rande und zurück nach  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2011/01/27/%c2%bb-uber-den-grunen-klee-gelobt/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Ein grünes und nachhaltiges Europa sei essentiell für die Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität der Bürger«, begründete 2006 der ehemalige Bürgermeister Tallins seine Initiative für die Verleihung des Umwelttitels. Vielleicht wollte er den Tourismus ankurbeln, vielleicht stand er unter dem Schock-Einfluß anlässlich des 20. Jahrestages des Tschernobyl-Unfalls, vielleicht ist er aber einfach nur ein Idealist. Jetzt, da Tallin, übrigens die Hauptstadt Estlands, Kulturhauptstadt 2011 ist, ist der Bürgermeister jedenfalls ein anderer – das aber nur am Rande und zurück nach Hamburg. Denn unsere schöne Stadt an der Elbe trägt in diesem Jahr, als zweite Stadt überhaupt, den Titel ›Umwelthauptstadt Europas‹.<span id="more-568"></span></p>
<p>Gleich 34 Städte aus 17 europäischen Ländern haben sich dem Wettbewerb um den neuen Titel für ihr Destination Branding gestellt und zwei Bewerbungsphasen über sich ergehen lassen. Dabei ging es nicht nur um Umweltthemen wie Klima- und Lärmschutz, Wasserqualität und Verkehr. »Beschlossene Programme zur Verbesserung und langfristige Visionen waren entscheidend&#8230;«, lässt es sich unter dem Titel Bewerbungsverfahren auf der eigenen <a traget="_blank" href="http://umwelthauptstadt.hamburg.de/auszeichnung/2454538/auswahlverfahren.html">Homepage</a> nachlesen.</p>
<p>Doch nachvollziehbar ist das Auswahlverfahren nicht – oder können Sie sich erklären, warum Hamburg in beiden Bewerbungsphasen jeweils auf Platz 1 gelandet ist (mit 161,4 Punkten!) aber lediglich zweite Umwelthauptstadt wurde, Stockholm jedoch mit nur 157,3 Punkten bereits 2010 als erste Stadt die Nummer 1 für sich beanspruchen konnte?</p>
<p>Von der Jury als sehr gut bewertet wurde, heißt es weiter auf der Homepage, dass der öffentliche Personennahverkehr in Hamburg im Europäischen Vergleich vorbildlich sei. Im Innerdeutschen hingegen schneidet er allerdings gar nicht gut ab, wie eine <a  traget="_blank"  href="http://www.strassenbahn-hamburg.de/aktuelle-meldungen/2010-11-12-studie-belegt-hamburg-ist-stadt-der-autofahrer">Studie</a> belegt. Lediglich 19% der Hamburger pendeln mit Bahn und Bus, in Berlin sind es 26%. Die Autofahrerquote liegt mit 43% so hoch wie nirgendwo sonst.</p>
<p>So wird die Jury wohl in die Zukunft geblickt und das ehrgeizige Projekt der grünen Umweltsenatorin Anja Hajduk gemeint haben – die Stadtbahn. Allerdings ist sie nicht mehr im Amt und Nochbürgermeister Ahlhaus hat das umstrittene Projekt gestoppt – zu laut die Proteste, zu hoch die Kosten. Lediglich eine Wahlkampfentscheidung, denn die gleiche Studie zeigt auf, dass europäische Metropolen nach der Umstellung von Buslinien auf Stadtbahnen deutlich mehr Zuspruch fanden.</p>
<p>So wird das Jahr als Umwelthauptstadt in Hamburg keine großen Errungenschafen oder bahnbrechende, ökologisch wertvolle Innovationen zu Tage bringen. Es wird wohl eher ein Jahr der vielen kleinen, offiziellen Wochenprojekte, wie <a  traget="_blank" href="http://umwelthauptstadt.hamburg.de/projekte/2709898/projekt-effenberger.html">›Bäcker und Klimaschützer‹</a> oder <a  traget="_blank"  href="http://umwelthauptstadt.hamburg.de/projekte/2709910/projekt-kita21.html">›Kita21 – Wie kommt der Apfelsaft in die Flasche?‹</a>. Aber wie sagte die amtierende Dreifach-Senatorin Herlind Gundelach kürzlich so schön: »Wir haben uns nicht als Ökoparadies beworben und wollen auch keins werden.« Bei soviel Hin und Her wird am Ende doch eher ein trübes Bild von Hamburg als ›European Green Capital‹ in Erinnerung bleiben.</p>
<p><a  traget="_blank"  href="http://www.reinhard-ostmann.de/">Reinhard &amp; Ostmann</a> hingegen mag das klare Bild, insbesondere von Unternehmen. Darum tun wir alles, damit Ihr Unternehmen ungetrübt in Erscheinung treten und sich als starke Marke profilieren kann.</p>
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		<title>» Für Sie den Tilsiter, lieber Herr Müller?</title>
		<link>http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/12/09/%c2%bb-fur-sie-den-tilsiter/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Dec 2010 13:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Möchten Sie von jedem x-beliebigen Hinz und Kunz ›identifiziert‹ und mit Namen angesprochen werden? Sicher mag es dem ein oder anderen im ersten Moment schmeicheln, wenn ihn die Verkäuferin an der Käsetheke mit Namen anspricht und einen mundgerechten Würfel seiner Lieblingssorte bereits unter die Nase hält, aber spätestens beim genüsslichen Daraufherumkauen kommt Verwunderung, gar Panik auf – woher kennt die mich?</p>
<p>Zwar wäre das heute schon dank Gesichtserkennungssoftware und vielen, kleinen Kameras möglich, doch wird es wirklich Teil unseres Alltags?</p>
<p>Glaubten wir  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/12/09/%c2%bb-fur-sie-den-tilsiter/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Möchten Sie von jedem x-beliebigen Hinz und Kunz ›identifiziert‹ und mit Namen angesprochen werden? Sicher mag es dem ein oder anderen im ersten Moment schmeicheln, wenn ihn die Verkäuferin an der Käsetheke mit Namen anspricht und einen mundgerechten Würfel seiner Lieblingssorte bereits unter die Nase hält, aber spätestens beim genüsslichen Daraufherumkauen kommt Verwunderung, gar Panik auf – woher kennt die mich?<span id="more-563"></span></p>
<p>Zwar wäre das heute schon dank Gesichtserkennungssoftware und vielen, kleinen Kameras möglich, doch wird es wirklich Teil unseres Alltags?</p>
<p>Glaubten wir gerade noch, dass die Gesichtserkennung vor allem ein Hilfsmittel für die Sicherheitsbehören zur Terrorabwehr ist, müssen wir nun zur Kenntnis nehmen, dass die Entwickler, die die Technologie vorantreiben, unseren Alltag im Visier haben. Denn in Zukunft ›erkennen‹ uns nicht nur Netzwerke wie facebook und twitter und machen somit Passwörter überflüssig, nein, im Einzelhandel liest man uns unsere Einkäufe vom Gesicht ab, an der Kino- und Museumskasse werden die Eintrittskarten aus Papier durch ein Lächeln ersetzt und Autofahrer werden bei trägem Augenaufschlag vom sich anbahnenden Sekundenschlaf abgehalten.</p>
<p>Das Thema Gesichtserkennung ist für viele Firmen interessant und ist ihnen einiges wert. Google-Boss Eric Schmidt verkündete zwar in einem Interview »eine Suchmaschine für Gesichtserkennung können wir herstellen, wollen wir aber nicht anbieten«, aber mit <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Hhgfz0zPmH4" target="_blank">Google Goggles</a>, dem neusten Tool des Suchmaschinenriesen, können auch Gesichter fotografiert und ›abgeglichen‹ werden. Hoffentlich bleibt Mr. Schmidt bei seinem Unternehmensmotto ›Don’t be evil‹ und sorgt dafür, dass es bei der bisher hohen Fehlerquote bei der ›Auswertung‹ eines Gesichts bleibt. Denn eigentlich ist der Dienst für abfotografierte Sehenswürdigkeiten oder Gegenstände gedacht und soll darüber schnell viele Informationen liefern &#8211; und das klappt erstaunlich gut.</p>
<p>Apples Bedenken in Punkto Datenschutz sind da geringer &#8211; 29 Millionen hat das Unternehmen für den schwedischen Identifikationsspezialisten <a href="http://www.macnotes.de/2009/04/22/gesichtserkennung-fur-flickr-polar-rose-identifiziert-personen-und-taggt-sie/" target="_blank">Polar Rose</a> bezahlt. Die haben wohl noch einiges vor…</p>
<p>Weit vorne, was die Entwicklung der Technologie betrifft, ist ausgerechnet ein deutsches Unternehmen, <a href="http://www.cognitec-systems.de/News-Details.61+M50c20f7c341.0.html?&#038;L=0" target="blank">Cognitec</a>, mit Sitz in Dresden. Ihnen ist es nämlich gelungen, dass Personen, die von unten, oben oder seitlich fotografiert wurden erkannt werden. Tests mit Fotos des FBI schnitten erstaunlich gut ab. Außerdem ist es den Sachsen gelungen, zu differenzieren, ob es sich um ein europäisches, asiatisches oder afrikanisches Gesicht handelt, klar dass es ein leichtes ist zwischen Mann und Frau zu unterscheiden. Dieser Durchbruch, gepaart mit der Spielwiese facebook eröffnet neue Perspektiven. Denn wo, außer auf facebook, findet man eine Foto-Datenbank inklusiver zugehöriger Namen dieser Größenordnung? Derzeit sind mehr als 30 Milliarden Fotos hochgeladen.</p>
<p>Wenn diese Möglichkeiten in der Werbung ausgeschöpft würden, könnte maßgeschneiderte Reklame geliefert werden. Geht also beispielsweise eine Frau, Mitte 40 an einer entsprechenden Litfasssäule vorbei, wird sie mit Namen begrüßt und sie sieht eine Werbung für eine neue Antifaltencreme. Oder liest ein Herr Anfang 60 auf dem neuen iPad 2 (mit eingebauter Kamera) die Online-Ausgabe des Sterns, werden ihm vielleicht eher Anzeigen für Sportwagen und Fernreisen eingeblendet als für Shampoo oder gar Windeln.</p>
<p>Doch zum Glück ist das noch ein Zukunftsszenario, das auch der deutsche Innenminister bis auf weiteres verhindern möchte. Denn gerade präsentierte er einen Gesetzentwurf, der genau diese ›Verknüpfung von personenbezogenen Daten für gezielte Werbung‹ verbieten soll. Und wem das nicht reicht, der trage am besten eine große Sonnenbrille, denn die macht ungewollte Identifikation unmöglich &#8211; noch.</p>
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		<title>» Pito loki supa – Sprache 2.0</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Oct 2010 13:34:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>&#34;Ein spannendes Experiment&#34; nennt es Christoph Bartneck, Professor f&#252;r Industriedesign an der Technischen Uni Eindhoven, wenn im n&#228;chsten Jahr 20 Kinder der Internationalen Schule ROILA erlernen, um ihre Lego-Roboter damit zu steuern. Neigen die Holl&#228;nder neuerdings zum tiefstapeln? Professor Bartneck ist immerhin Erfinder der neuen Kunstsprache, die eine reibungslose und verz&#246;gerungsfreie Kommunikation mit Androiden, den k&#252;nftigen Helfern des Alltags m&#246;glich machen wird. Denn es ist doch geradzu revolution&#228;r in Zukunft seinem Hausroboter (seinem Altenpfleger?) nicht nur einfache Befehle zu erteilen,  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/10/15/%c2%bb-pito-loki-supa-%e2%80%93-sprache-2-0/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;Ein spannendes Experiment&quot; nennt es Christoph Bartneck, Professor f&uuml;r Industriedesign an der Technischen Uni Eindhoven, wenn im n&auml;chsten Jahr 20 Kinder der Internationalen Schule <a href="http://roila.org">ROILA</a> erlernen, um ihre Lego-Roboter damit zu steuern. Neigen die Holl&auml;nder neuerdings zum tiefstapeln? Professor Bartneck ist immerhin Erfinder der neuen Kunstsprache, die eine reibungslose und verz&ouml;gerungsfreie Kommunikation mit Androiden, den k&uuml;nftigen Helfern des Alltags m&ouml;glich machen wird. Denn es ist doch geradzu revolution&auml;r in Zukunft seinem Hausroboter (seinem Altenpfleger?) nicht nur einfache Befehle zu erteilen, sondern sich mit ihm zu verst&auml;ndigen, zu unterhalten, ihn am eigenen Leben teilhaben zu lassen. <span id="more-512"></span>Oder warum ist der meist zitierte Satz der Kunstsprache <em>Pito loki wikute</em>, was so viel wie &quot;ich m&ouml;gen Frucht&quot; bedeutet? Ob der Androide dann <em>pito bimuw</em>, &quot;ich nicht!&quot; antwortet &#8211; denn welcher Roboter mag schon Fr&uuml;chte &#8211; geht aus den rar ges&auml;ten Interviews nicht hervor. Nur soviel: Robot Interaction Language, kurz ROILA, ist eine eindeutige, einfache Sprache, die logisch und akustisch leicht zu verstehen ist und ohne komplizierte Grammatik auskommt; kein Plural, keine F&auml;lle, keine Artikel, erkl&auml;rt <a href="http://www.geo.de/GEO/mensch/65474.html " target="_blank" >Professor Bartneck im Gespr&auml;ch mit GEO</a>. </p>
<p>Ob wir diese neue Kunstsprache wirklich brauchen ist fraglich, aber ich war ja auch in meiner Diplomarbeit 1996 noch am Zweifeln, ob das Internet wirklich den Alltag unterst&uuml;tzen k&ouml;nnte. Die Spracheingabe bei der Google-App auf dem iPhone funktioniert auch jetzt schon ohne ROILA hervorragend: ob ich nun Otto Versand, Jungheinrich oder gar PriceWaterhouseCoopers ins Telefon nuschele &ndash; ich werde immer richtig verstanden. Einzig bei der Suche nach dem Hundeschmaus &rsaquo;Chappi&lsaquo; werden mir kleine Krokodile gezeigt und statt &rsaquo;Freixenet&lsaquo; werden mir Webseiten f&uuml;r Fischernetze empfohlen. Problematisch k&ouml;nnte es nur werden, wenn ich zur Feier anl&auml;sslich meines Renteneintritts 2039, ohne ROILA erlernt zu haben, dem Hausroboter befehle, Schokolade und Eis zu besorgen und er mir dann Duplo-Legosteine, Bounty-K&uuml;chent&uuml;cher und Langnese-Honig mitbringt, weil die Markennamen mehrfach belegt sind.</p>
<p>Sollte sich ROILA in Zukunft durchsetzten, denken Sie beim Erstellen Ihrer k&uuml;nftigen Markennamen und Claims unbedingt daran, wie diese wohl in ROILA hei&szlig;en und was sie konnotieren. &rsaquo;Pito loki supa&lsaquo; klingt zumindest artverwandt wie &rsaquo;Ich liebe es&lsaquo;. &rsaquo;Babot kiwola&lsaquo; hingegen wird meines Erachtens der vermeintlichen Freude am Fahren eines BMW weniger gerecht und in einen Flieger, den mir ein Roboter mit den Worten &rsaquo;Fopaf buse nawe kefoji&lsaquo; anpreist, steige ich nur mit Unbehagen ein.</p>
<p>Ich bleibe dran und w&uuml;nsche den Holl&auml;ndern erst einmal viel Erfolg mit ihrem sehr interessanten und vision&auml;ren Experiment. M&ouml;gen sich Kind und Maschine bestens verstehen. Falls Sie sich schon fit f&uuml;r die Zukunft machen wollen, finden Sie <a href="http://roila.org/language-guide/vocabulary/" target="_blank" >hier alle aktuellen Vokabeln</a>.</p>
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		<title>» Käufliche Liebe – Von Handschmeichlern und Geburtszangen</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 12:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>„Design gilt als Sammelbegriff für alle bewusst gestalteten Eigenschaften eines Objektes, einer Dienstleistung, einer Marke“, heißt es bei Wikipedia. Und weiter: „Während der angelsächsische Begriff auch technisch-konstruktive Anteile der Gestaltung umfasst, zielt er im deutschen Sprachgebrauch eher auf formal/künstlerische Aspekte ab“.</p>
<p>Renommierte Designpreise gibt es allein in Deutschland drei. Neben dem red dot noch den IF Award und den Designpreis Deutschland. Letzteren gibt es bereits seit 1969. Er wird vom Wirtschaftsministerium vergeben und der ›Rat für Formgebung‹ entscheidet, wer für den Preis nominiert und  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/08/12/%c2%bb-kaufliche-liebe-%e2%80%93-von-handschmeichlern-und-geburtszangen/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Design gilt als Sammelbegriff für alle bewusst gestalteten Eigenschaften eines Objektes, einer Dienstleistung, einer Marke“, heißt es bei Wikipedia. Und weiter: „Während der angelsächsische Begriff auch technisch-konstruktive Anteile der Gestaltung umfasst, zielt er im deutschen Sprachgebrauch eher auf formal/künstlerische Aspekte ab“.<span id="more-500"></span></p>
<p>Renommierte Designpreise gibt es allein in Deutschland drei. Neben dem <a href="http://www.red-dot.de/" target="_blank">red dot</a> noch den <a href="http://www.ifdesign.de/" target="_blank">IF Award</a> und den <a href="http://www.designpreis.de/" target="_blank">Designpreis Deutschland</a>. Letzteren gibt es bereits seit 1969. Er wird vom Wirtschaftsministerium vergeben und der ›Rat für Formgebung‹ entscheidet, wer für den Preis nominiert und prämiert wird. Die Unternehmen können sich also nicht, wie beispielsweise beim red dot, bewerben.</p>
<p>Aber auch ein Designpreis bringt kein Preisgeld mit sich, sondern ist mit Zahlungen verbunden. Und die steigen im Falle einer red dot Auszeichnung noch um einiges. Denn nicht nur die Bewerbung für den roten Punkt schlägt derzeit mit 90 bis zu 300 € pro Exponat zu Buche, nein, als Preisträger müssen weitere ca. 1000 € für den Jahrbucheintrag gezahlt werden. Es gilt also: Je mehr Preisträger, desto mehr Einnahmen. Da liegt die Verführung nahe, ordentlich rote Punkte zu vergeben.</p>
<p>Ein Designpreis hat sich als echtes Marketinginstrument bewährt. Allein Apple hat in den letzten vier Jahren <a href="http://de.red-dot.org/2866.html?&amp;cHash=d8c0af4f8faac1df53880e8763ddd441&amp;company=3413" target="_blank">36 red dots</a> errungen. Prämiertes Design als Rendite-Maximierer, nur so ist zu erklären, dass die Anzahl der zahlenden Bewerber allein für die Kategorie Produktdesign in diesem Jahr um über 30% gestiegen ist.</p>
<p>Und so kommt es dann, dass immer neue Kategorien und Preise vergeben werden. Mittlerweile gibt es sogar einen eigenen Preis für Wohnwagen – den <a href="http://de.red-dot.org/4116.html" target="_blank">caravaning design award</a>.</p>
<p>Zeigte sich im letzten Jahr bei den red dot Gewinnern noch, dass Nachhaltigkeit, ich nannte es grünes Design, die Nase vor hatte, so erkenne ich auf Anhieb in 2010 keine Gemeinsamkeiten, außer vielleicht Kurioses oder Mut zur Namensgebung.</p>
<p>Erstmals in der Geschichte des renommierten Designpreises red dot wurde in der Kategorie ›Sport und Spiele‹, gleich unter dem Babyspielzeug gelistet, ein batteriebetriebenes Gerät namens <a href="http://de.red-dot.org/2813.html?&amp;cHash=42d981b5bab24c31f55af7efb0b8e93e&amp;detail=6955" target="_blank">„Better than chocolate“</a> ausgezeichnet, für mehr „Abwechslung“, ebenfalls lila, der Handschmeichler <a href="http://de.red-dot.org/2813.html?&amp;cHash=56a0addb595c9ecb273db7a474b87b9b&amp;detail=7032" target="_blank">Zini Deux</a>.</p>
<p>Dass mittlerweile auch <a href="http://de.red-dot.org/2796.html?&amp;cHash=9f94111615593779bc6f1c5c8f2369d5&amp;detail=7372" target="_blank">Geburtszangen</a> und <a href="http://de.red-dot.org/2796.html?&amp;cHash=93ad40393737d9434e03dda47d784cdc&amp;detail=7325" target="_blank">Einwegurinale</a> den red dot erhalten, finde ich mehr als fraglich. So sollte doch beim Design die Bedienbarkeit im Vordergrund stehen, gerade bei Gebrauchsgegenständen, und erst dann die Optik folgen – „Form follows Function“. Schön sich vorzustellen, wie die Jury die Funktionsfähigkeit dieser Utensilien getestet hat&#8230;</p>
<p>Als Designagentur freut es uns natürlich, dass immer mehr Produkte aus dem B2B-Bereich prämiert werden. So wurde <a href="http://de.red-dot.org/3538.html" target="_blank">Hilti</a> mit 11 Preisen für seine Sägen, Hämmer &amp; Co. als <a href="http://de.red-dot.org/3538.html" target="_blank">design team of the year</a> ausgezeichnet – nach Tupperware im letzten Jahr.</p>
<p>Sind wir also gespannt, was im nächsten Jahr so alles prämiert wird. Wie wäre es mal mit Zebrastreifen, Verkehrsschildern, Toilettenpapier oder Spültabs.</p>
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		<title>» Ohh! – ich habe mich verschrieben!</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 11:53:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Reinhard</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Ist es eine Null oder ein O? Wer das ESTA-Formular vor sich hat, der elektronische Visa-Antrag, der vor einer Reise in die USA ausgef&#252;llt werden muss, hat eine f&#252;nfzigprozentige Chance, sich bei dieser Frage richtig zu entscheiden. Denn die verwendete Schrift der Seriennummer im Pass macht eine Unterscheidung zwischen dem Buchstaben und der Zahl fast unm&#246;glich. Und so kann es passieren, dass der, der eine Null f&#252;r ein O h&#228;lt, ins n&#228;chste Flugzeug nach Hause gesetzt wird. </p>
<p>Da man beim  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/07/02/%c2%bb-ohh-%e2%80%93-ich-habe-mich-verschrieben/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist es eine Null oder ein O? Wer das ESTA-Formular vor sich hat, der elektronische Visa-Antrag, der vor einer Reise in die USA ausgef&uuml;llt werden muss, hat eine f&uuml;nfzigprozentige Chance, sich bei dieser Frage richtig zu entscheiden. Denn die verwendete Schrift der Seriennummer im Pass macht eine Unterscheidung zwischen dem Buchstaben und der Zahl fast unm&ouml;glich. Und so kann es passieren, dass der, der eine Null f&uuml;r ein O h&auml;lt, ins n&auml;chste Flugzeug nach Hause gesetzt wird.<span id="more-486"></span> </p>
<p>Da man beim zust&auml;ndigen Innenministerium offenbar selbst nicht so ganz glauben mag, dass die Null daran zu erkennen sei, etwas schmaler als das O zu sein, gibt es ein <a href="http://www.bmi.bund.de/cae/servlet/contentblob/374538/publicationFile/17985/epass_d_alphanumerische_seriennummer_flyer.pdf">PDF-Dokument</a>, das sich wie eine Bedienungsanleitung f&uuml;r den deutschen Reisepass liest. Da hei&szlig;t es zum Beispiel: &bdquo;Zur Vermeidung sinntragender W&ouml;rter&hellip;wurde auf die Verwendung der Vokale (A, E, I, O, U) &hellip;verzichtet&ldquo;. Ah, des R&auml;tsels L&ouml;sung, doch wer wei&szlig; das schon??</p>
<p>Um das Problem zu beheben, wahrscheinlich eher, um dem Ansturm der Nachfragen wieder Herr zu werden, habe man die Vereinigten Staaten gebeten, entweder die Eingabe des Buchstaben O zu blocken oder einen entsprechenden Hinweis auf der Internetseite f&uuml;r den <a target="_blank" href="https://esta.cbp.dhs.gov/esta/">ESTA-Antrag</a> aufzunehmen.  Man will also, anstatt eine eindeutige Schriftart zu verwenden, wie es &uuml;brigens nahezu alle anderen L&auml;nder auch tun, den schwarzen Peter einfach abgeben?!</p>
<p>
Eine recht simple L&ouml;sung des Problems w&auml;re, die jetzt verwendete <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/OCR-B">OCR-B Schrift</a> in ihren Vorreiter <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/OCR-A">OCR-A</a> zu &auml;ndern. Diese Schriftart ist garantiert von Mensch und  Maschine lesbar. Vielleicht w&auml;re das Ministerium dann sogar hip, denn ihr einst in Europa eher unbeliebtes Erscheinungsbild ist von Designern und Gestaltern wieder entdeckt worden, so wird die OCR-A zum Beispiel gerne auf Buchtiteln und in Musikproduktionen verwendet.</p>
<p>Kultstatus wird sie wohl nicht erlangen, aber sie ist maschinenlesbar und unmissverst&auml;ndlich: die <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/FE-Schrift">FE-Schrift</a>, verwendet f&uuml;r deutsche Kfz-Kennzeichen. Sie hat die in den 30er Jahren eingef&uuml;hrte DIN 1451 erfolgreich abgel&ouml;st. Vorangetrieben wurde die Entwicklung der FE, das ist &uuml;brigens die Abk&uuml;rzung f&uuml;r &rsaquo;f&auml;lschungserschwert&lsaquo;, Ende der 70er Jahre, um unter dem Eindruck der RAF-Aktivit&auml;ten den Kennzeichenmissbrauch zu erschweren. Warum die FE dennoch erst gut 20 Jahre sp&auml;ter zum Standard wurde, wer wei&szlig;?</p>
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		<title>» Mit Zakumi, Jabulani und Vuvuzela zum Velmaiza 2010</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 12:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Ostmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Zakumi und Jabulani – das sind die Namen, die uns die nächsten Wochen begleiten werden. Zwar sind sie bisher nicht so geläufig oder sagen wir schlagzeilenträchtig wie Schweini alias Holzkopf, Poldi oder Beckham. Doch es sind Namen, die eigens für die diesjährige WM in Südafrika kreiert wurden und die hoffentlich weltweit in ebenso guter Erinnerung bleiben, wie die der Spitzenspieler.</p>
<p>Zur Erklärung: Zakumi ist das afrikanische Maskottchen der WM, ein Leopard mit grünen Haaren. Ach, wie Fußball-affin. Sein Name setzt sich  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/06/10/%c2%bb-mit-zakumi-jabulani-und-vuvuzela-zum-velmaiza-2010/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zakumi und Jabulani – das sind die Namen, die uns die nächsten Wochen begleiten werden. Zwar sind sie bisher nicht so geläufig oder sagen wir schlagzeilenträchtig wie Schweini alias Holzkopf, Poldi oder Beckham. Doch es sind Namen, die eigens für die diesjährige WM in Südafrika kreiert wurden und die hoffentlich weltweit in ebenso guter Erinnerung bleiben, wie die der Spitzenspieler.<span id="more-478"></span></p>
<p>Zur Erklärung: Zakumi ist das afrikanische Maskottchen der WM, ein Leopard mit grünen Haaren. Ach, wie Fußball-affin. Sein Name setzt sich aus der internationalen Abkürzung des Landes am Kap ZA und kumi, was gleich in mehreren afrikanischen Sprachen zehn bedeutet, zusammen. Das drollige Tierchen sorgte schon vorab für Aufregung. Das Plüschtier soll in China unter unwürdigen Bedingungen gefertigt werden, die Produktion wurde zeitweise sogar eingestellt. Mal gucken, ob sich Zakumi trotzdem besser verkaufen wird als sein Vorgänger Goleo, der Löwe im Deutschlandtrikot mit Pille, dem sprechenden Fußball. Denn dieses zottelige Ungetüm ohne Hose, hat die Verkaufserwartungen des Einzelhandels von mehr als 1,5 Milliarden Euro leider nicht erfüllt. Das Zeitfenster für gute Absätze ist nicht groß. In den 44 Jahren, in denen <a target="_blank" href="http://www.brasilienportal.ch/sport/fussball/fussball-welt/wm-maskottchen.html">WM-Maskottchen</a> als Stimmungsmacher der Spiele fungieren hat sich gezeigt, dass sie schneller in Vergessenheit geraten und einstauben, als es der FIFA lieb ist.</p>
<p>Sehr gut hingegen verkauft sich derzeit Jabulani. Na, dann passt ja der Name – denn Jabulani bedeutet feiern oder zelebrieren. Der rundeste aller bisher dagewesenen Bälle, so der Hersteller, sorgt für Begeisterung. Ballack lobte – als er noch spielen konnte – „Der Ball macht genau das, was ich will“. Die Elite der Torhüter hingegen schimpft, Brasiliens Keeper hält den Ball für „furchtbar und schrecklich“. Wie gut oder schlecht er wirklich ist, wird sich noch zeigen, viel wichtiger und spielentscheidend wird es sein, wie die Spieler mit ihm umgehen. </p>
<p>Hergestellt wird »das Spielgerät der gleichnamigen Mannschaftssportart« (Zitat Wikipedia) übrigens seit 40 Jahren von adidas. Bei dem Deutschen Sporthersteller versucht man seit jeher das Optimum für die Spieler herauszuholen. Nach jahrelanger Entwicklungsarbeit verpasst man dem Ball nicht nur regelmäßig neue Eigenschaften und Materialien, nein auch ein neuer Name muss alle vier Jahre her. Begonnen hat diese Vorgehensweise mit der ersten Fußball-WM-Live-Übertragung 1970 aus Mexiko. Das Leder nannte man passenderweise Telestar. Dieser erste Ball in schwarz-weiß war im SW-Fernsehen einfach besser zu sehen als die bisher üblichen braunen und ging als das Urdesign aller modernen Bälle in die Geschichte ein.</p>
<p>Es folgten so <a target="_blank"  href="http://de.footballs.fifa.com/Fussballfakten/Baelle-der-FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft?gclid=CMHd9Nu-kaICFQcx3wod0yOwbg">klangvolle Namen</a> wie Tango, Azteca, Questa, Fevernova oder Tricolore und mit letztgenanntem wurde der Ball bunt.</p>
<p>Bunt sind auch die Uwe Seelers, pardon, die Vuvuzelas. Vor allem sorgen sie für mächtig Lärm und Diskussionen. Die südafrikanischen Fußball-Trompeten sind knapp einen Meter lang, aus Plastik oder ursprünglich aus Blech und klingen wie Elefanten, nur sehr viel lauter. Mit Kettensägen werden sie verglichen, denn sie können einen Dezibelwert erreichen, der zu Hörschäden führen kann. Doch die Gastgebernation freut sich schon beim Eröffnungsspiel am Freitag den Gegner Mexiko mit riesem Törööööh zu schwächen. Hoffentlich sorgen die Tröten nicht für eine WM voller Misstöne.</p>
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		<title>» Alt, Katze, Senf – Unsere Städte auf der Expo Shanghai</title>
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		<pubDate>Wed, 12 May 2010 10:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Ostmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Dass die Chinesen mehr zum Klotzen als zum Kleckern neigen, haben sie bereits bei der Olympiade vor zwei Jahren bewiesen. Mit der Expo 2010, die am 1. Mai eröffnet wurde, präsentiert sich Shanghai als eine Metropole, die es mit den großen der Welt ganz locker aufnehmen kann – rein quadratmetermäßig schon. Wir erleben eine Weltausstellung der Superlativen, die es so noch nicht gegeben hat. In den kommenden sechs Monaten präsentieren sich auf über fünf Quadratkilometern – zum Vergleich: das ist  ... <a class="colorlink" href="http://www.reinhard-ostmann.de/brandview/blog/2010/05/12/%c2%bb-alt-katze-senf-%e2%80%93-unsere-stadte-auf-der-expo-shanghai/"> weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die Chinesen mehr zum Klotzen als zum Kleckern neigen, haben sie bereits bei der Olympiade vor zwei Jahren bewiesen. Mit der Expo 2010, die am 1. Mai eröffnet wurde, präsentiert sich Shanghai als eine Metropole, die es mit den großen der Welt ganz locker aufnehmen kann – rein quadratmetermäßig schon. Wir erleben eine Weltausstellung der Superlativen, die es so noch nicht gegeben hat. In den kommenden sechs Monaten präsentieren sich auf über fünf Quadratkilometern – zum Vergleich: das ist fünfmal so groß wie das Expo-Gelände in Hannover – mehr Teilnehmer als jemals zuvor, nämlich 250. Mit geschätzten 40 Milliarden Euro verschlang diese Weltausstellung auch mehr Gelder, als all ihre Vorgänger.<span id="more-465"></span></p>
<p>Offenbar vom Eifer Rekorde zu brechen angestachelt, hat die Bundesregierung in Shanghai bisher <a  target="_blank" href="http://www.expo2010-deutschland.de/">Deutschlands größten Auftritt bei einer Expo</a> finanziert. Der Pavillon, in den sich 45.000 Besucher gleichzeitig! hinein quetschen können, hat 50 Millionen Euro gekostet und präsentiert unter dem Namen ›Balancity‹ neben Windrädern, Küchenmessern und Fußballschuhen vor allem das Konzept ›Städte im Gleichgewicht‹ – unter anderem mit den Schwerpunkten Arbeit und Freizeit, Stadt und Natur, Innovation und Tradition.</p>
<p>Des weiteren präsentieren sich im zentralen Ausstellungsbereich des Expo-Geländes unter dem Titel ›Urban Best Practice‹ vier deutsche Städte. <a  target="_blank" href="http://www.expo2010.freiburg.de/servlet/PB/menu/1214370_l1/index.html">Freiburg</a> beispielsweise, das mit dem Stadtteil Vauban ein innovatives Stadtentwicklungskonzept umgesetzt hat.</p>
<p>Aber nicht nur die ökologischen und ökonomischen Aspekte dieser Stadt werden hier vorgestellt. Nein, Kuckucksuhren spielen bei der eigenen Präsentation eine tragende Rolle: Zu jeder vollen Stunden werden verschiedene Lieder von eben dem selben Vogel erklingen.</p>
<p>Der Stadtstaat Bremen setzt neben erneuerbaren Energien seine Musikanten ein und Düsseldorf präsentiert sich zum Anfassen mit echten Pflastersteinen und kulinarischen Highlights á la Alt und Backfisch mit Senf.</p>
<p>Als Partnerstadt Shanghais inszeniert Hamburg seinen Auftritt deutlich größer. Immerhin wurde die Hansestadt als einzige vom ›Selection Commitee‹ der Weltausstellung ausgewählt, mit ihrem eigenem Bauprojekt dabei zu sein. So hat die Stadt sechs Millionen in das <a  target="_blank" href="http://www.hamburg.de/hamburg-house-expo-2010-shanghai/">›Hamburg House‹</a>, dem ersten zertifizierten Passivhaus Chinas investiert, welches erst zehn Tage nach der offiziellen Eröffnung fertig gestellt wurde und nun sein Dasein mit stromfressenden Klimaanlagen fristet.</p>
<p>Warum genau diese vier Städte in Shanghai eine Plattform bekommen, lässt sich eher mutmaßen als belegen. Interessanter ist die Frage, was bedeutet die Teilnahme für Deutschland und für die jeweiligen Städte aus der Perspektive des  neusprachlichen Destination-Brandings? Es wird versucht, ein interessantes Bild, wofür eine Stadt steht, aufzubauen. Doch dieser Aufgabe sollte man sich auch hier, im eigenen Land stellen. Wenn Sie an Hamburg, Bremen oder Düsseldorf denken, welche Bilder entstehen vor Ihrem geistigen Auge? Okay, Hamburg hat es da sicher um einiges leichter – rein geografisch: Hafen, weite See, große Pötte, Fernweh, Deern oppe Kiez, Totenkopf, St. Pauli… Aber Düsseldorf? Steht dieser Tage wohl vor allem für Rüttgers&#8217; Rauswurf aus dem NRW-Landtag und ansonsten für Karneval und viel Bier – pardon – viel Altbier. Sicher, um positive Bilder bei potentiellen Besuchern zu erzeugen, bedarf es auf nationaler Ebene schon einiger Anstrengungen mehr. Da reichen vier übereinander stehende Bauernhoftiere, Pflastersteine und das bevorzugte dunkle Gebräu nicht wirklich. Aber der Marken- und Image-Aufbau einer Stadt sollte im eigenen Land beginnen. Nur so besteht die Aussicht auf einen ersehnten Tourismusaufschwung und einen führenden Platz im Ranking der <a  target="_blank" href="http://www.destination-brand.de/fileadmin/user_upload/PDF/Destination_Brand_09_Broschuere.pdf">›GfK Destination Brand Studie‹</a>. In 2009 tauchen dort nämlich weder Bremen, noch Düsseldorf, noch Freiburg auf!</p>
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