Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne haben am 01. April 1976 Apple Computer gegründet. Darüber, warum das Unternehmen heißt, wie es heißt, gibt es mehrere Theorien. Zum Beispiel, weil Steve Jobs unbedingt im Telefonbuch vor seinem ehemaligen Arbeitgeber ATARI stehen wollte. Oder, weil Steve Jobs damals nur Obst im Sinn hatte, er war Frutarier. »Ich drohte, das Unternehmen Apple Computer zu nennen, falls bis fünf Uhr niemanden ein interessanterer Name einfällt. Ich hoffte, so die Kreativität anzuheizen. Aber der Name blieb.«, so wird er auf Wikipedia zitiert.
Wie dem auch sei, heute zählt der Markenname zu den erfolgreichsten weltweit und belegt laut Marktforschungsinstitut Millward Brown Rang 6.
Eine gewisse Affinität zum Apfel brachte auch Jef Raskin, Mitglied des Designerteams mit. Ihm ist es zu verdanken, dass 1984 die ersten Personal Computer von Apple als Macintosh oder kurz Mac vorgestellt wurden, frei nach seiner Apfel-Lieblingssorte. Hierbei handelt es sich übrigens um eine rotbackige, leicht säuerliche Sorte, die vor allem in Neuengland vorkommt.
Doch wie kam das kleine ›i‹ vor die Apple-Geräte? Die erste Generation kam 1998 auf den Markt, allen voran der bondi-blue iMac. In einem Interview erzählt der Creative Director der Apple-Agentur, Ken Segall, dass er es war, der Steve Jobs von dem ›i‹ überzeugen konnte. ›i‹ steht ihm zufolge für Internet, individual, für imaginative (einfallsreich) und soll bei weiteren internetfähigen Apple-Produkten im Namen geführt werden.
Eine weitere echte Innovation war Apple 2001 mit dem iPod gelungen. Zwar war die erste Generation noch nicht internetfähig, aber seit der Kombination mit iTunes wird Musik verwaltet und kann legal im Web heruntergeladen werden.
Mit dem iPhone gelang dem Unternehmen 2007 die Eroberung eines neuen Marktes in der Telekommunikation. Das Smartphone ist an den iPod Touch angelehnt und heute in 86 Ländern erhältlich.
Und nun das iPad: Im Mai ist es hoffentlich soweit. Dann können auch wir in Deutschland endlich das, was wir schon seit fast zehn Jahren mit unseren alten Laptops können: W-Lan surfen. Toll! Aber es ist ja erst der Anfang der tastaturlosen Geräte-Generation im mobile computing.
Für Apple hingegen könnte es bald das Ende eines aus dem Ruder gelaufenen Product Brandings sein. Mittlerweile hat Apple, sehr wahrscheinlich ungewollt, drei Dachmarken im Markt profiliert. Nämlich ›Apple‹, ›Mac‹ und ›i‹. Unter diesen summieren sich dann Hard- und Software-Komponenten wie MacBook, Xserve, MacPro, Mac mini, Mobile me, Time Capsule, iPod, iMac, iLife, Mac OSX, Magic Mouse, Apple TV, iPod Shuffle, AirPort Express, Safari, etc. Tja, weg ist die Orientierung im Kreuz und Quer der lateralen Markenführung und vielleicht auch die Vorstellung, wofür Apple heute steht. Und dann folgt die Vertreibung aus dem Paradies der Umsatzerlöse. Warten wir, bis es kracht!

[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Stefan Wolk erwähnt. Stefan Wolk sagte: Spannende Überlegung zur (schlechten?) Markenführung von #Apple. Die ist aber immer noch besser, als die der Telekom
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