» Du bist mir vielleicht ’ne Marke"/> » Du bist mir vielleicht ’ne Marke"/>
brandview
»Wie wirklich ist die Wirklichkeit?«, fragt der Kommunikationswissenschaftler und Psychoanalytiker Paul Watzlawick in seinem gleichnamigen Buch. Er kommt zu dem Schluss, dass Wirklichkeit ein kollektives Konstrukt und daher leicht zu beeinflussen ist. Auch Marken üben einen großen Einfluss auf unsere Wirklichkeitsvorstellung aus. Für uns Grund genug, die Welt der Marken zu hinterfragen und zu kommentieren. Unser ›brandview blog‹ gibt allen Lesern und Marken-Professionals die Möglichkeit, die Artikel zu kommentieren und zu diskutieren – wir freuen uns über Ihren Beitrag.

Ihr brandview-team
18. Juni 2009

» Du bist mir vielleicht ’ne Marke

Was macht eine Marke aus? Sie sollte unverwechselbar und eigenständig sein und bestenfalls über viele Jahre ihren eigenen Charakter entwickeln. »Du bist mir vielleicht ’ne Marke« – Kommt daher etwa die meist liebevoll gemeinte Äußerung unseren Kindern gegenüber? Für gutes Branding sind sie oft sehr gute Vorbilder.

Auch bei der Namensfindung für neue Produkte könnten die lieben Kleinen behilflich sein. »Bing«, der Name der neuen Suchmaschine von Microsoft hätte auch von unserer dreijährigen Tochter Elfie kommen können. Helfen könnte sie auch Nintendo bei der Namenssuche für den Nachfolger der Spielkonsole »Wii«. »Waruum« wäre vermutlich ihr aktueller Favorit.

Aber jetzt zu einer anderen Marke, der Briefmarke: Die soll es bald nicht mehr geben. Das Bundesinnenministerium testet gerade mit einem Konsortium von Wirtschaftsunternehmen »De-Mail«, welches in den kommenden Jahren als rechtsverbindliches Online-Kommunikationssystem die Briefkommunikation ablösen soll und somit auch auf lange Sicht die Briefmarken. Wir sind gespannt – es sollte auch schon mal das papierlose Büro geben.

Aber schön waren sie ja eh selten, unsere Briefmarken. Was vielleicht daran lag, dass über das Design früher der Postminister befand und seit 1998 der Finanzminister entscheidet. Doch jetzt, nach fast 170 Jahren Postwertzeichen, gibt es eine letzte Chance für schönere Briefmarken: Für das Jahresprogramm 2011 können alle Bundesbürger Vorschläge einreichen, was auf den Marken gezeigt werden soll. (Ideenwettbewerb 2011)

Gedanken sollten sich alle Marketing-Verantwortlichen machen, wie die elektronische Kommunikation zukünftig den gleichen Imagetransfer leisten kann wie heute ein Brief mit seiner bewussten Gestaltung und der spezifischen Druck- und Papierqualität. Emails firmenweit einigermaßen einheitlich zu gestalten bereitet immer noch Probleme. Und das gewünschte Design über eingebundene Grafiken zu erzielen, scheitert an so manchem Email-Client.

0 Kommentare »

Noch keine Kommentare

Sagen Sie uns Ihre Meinung

Impressum | Verhaltenshinweise | brandview blog by Reinhard & Ostmann